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Dahme-Spreewald Bahn erwägt offenbar Tunnelbau
Lokales Dahme-Spreewald Bahn erwägt offenbar Tunnelbau
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00:22 02.02.2019
Die Diskussion über den Eichwalder Bahnübergang hat wieder Fahrt aufgenommen. Quelle: Gerlinde Irmscher
Eichwalde

Zuletzt war es in der Debatte um die Eichwalder Bahnquerung nur noch um eine Brücke gegangen. Der Landkreis wollte sie, die Bahn wollte sie auch – und dass die Eichwalder lieber eine Unterführung hätten, interessierte so recht niemanden. Aber plötzlich stehen die Zeichen womöglich doch wieder auf Tunnel.

Die DB Netz AG hat den Landkreis Dahme-Spreewald aufgefordert, eine vertiefende Planung für eine Unterführung vorzunehmen und die Möglichkeit eines Tunnelbaus auszuloten. Das teilte der Bauchef des Landkreises, Dietmar Licht, im Bauausschuss des Landkreises mit.

Kehrtwende bei der Bahn

Damit vollzieht die Bahn einen Schwenk um 180 Grad. Für den Landkreis unerwartet und unverständlich, wie Dietmar Licht zumindest durchblicken ließ: „Wir haben uns dazu durchgerungen, die Forderung zu akzeptieren“, sagte er im Ausschuss. „Auch wenn wir es überhaupt nicht für erforderlich halten.“

Die Bahnquerung in Eichwalde ist ein heikles, aber auch ein zähes Thema. Der Übergang gilt als Unfallschwerpunkt, doch obwohl Landkreis und Bahn bereits seit Jahren nach einem Weg suchen, die Situation dort aufzulösen, hat man die perfekte Variante noch immer nicht gefunden.

Schon Vorplanung für Überführung

Dabei hatte der Landkreis zuletzt schon viel Zeit und Geld in die Planung einer Brücke gesteckt. Diese Lösung favorisierte man vor allem aus Kostengründen. Für eine Überführung liege inzwischen auch schon eine Vorplanung vor, sagt Dietmar Licht. Entsprechend genervt ist man beim Kreis vom Umschwenken der Bahn.

Dietmar Licht: „Damit tritt das Vorhaben auf der Stelle. Wir müssen nun mit einem drei viertel Jahr zusätzlicher Planungszeit rechnen.“ Von den Kosten ganz zu schweigen. Mehrere hunderttausend Euro habe der Landkreis inzwischen in die Planung der Überführung investiert.

Planung: Bahn soll Hälfte bezahlen

Von der Bahn fordere man deshalb, dass sie zumindest die Hälfte der nun auch für die Planung des Bahntunnels anfallenden Kosten übernimmt. Wofür sich die Bahn dann letztlich entscheidet, sei völlig offen. „Sie wollen nur sicher gehen und deshalb für alle Varianten eine Vorplanung haben“, so Licht.

In Eichwalde beobachtet Bürgermeister Jörg Jenoch das Hin und Her mit Interesse. Jenoch favorisiert, wie viele in Eichwalde, eine Unterführung. Aber ihn und sein Bauamt habe dazu bislang niemand gefragt, sagt er. „Wir haben schon vor zwei Jahren gesagt, dass der Platz gar nicht ausreicht, um eine Brücke über die Bahngleise zu bauen. Die Voruntersuchung hat man aber immer gemacht, ohne die Gemeinde einzubeziehen.“

Dass die Bahn jetzt auf den Standpunkt der Eichwalder eingehe, sei zumindest bemerkenswert.

Von Oliver Fischer

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