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Eichwalde Bauarbeiten sollen wieder aufgenommen werden
Lokales Dahme-Spreewald Eichwalde Bauarbeiten sollen wieder aufgenommen werden
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08:44 07.02.2019
Seit Sommer klafft neben dem Gleisbett, dort wo längst der neue Personentunnel sein sollte, ein Loch. Dass es auf der Baustelle nicht vorangeht, ärgert vor allem die Betriebe am Bahnhof Eichwalde. Quelle: Josefine Sack
Eichwalde

Auf der Baustelle am S-Bahnhof Eichwalde gibt es Hoffnung: Ein von der Deutschen Bahn beauftragtes Unternehmen erarbeitet derzeit einen Plan für den Einsatz einer erweiterten Wasserhaltungsanlage. Dabei handelt es sich um eine technische Vorrichtung, die das Grundwasser aus der Baugrube pumpen und in unmittelbarer Nähe wieder in die Erde befördern soll.

Grund für den monatelangen Baustopp ist zu viel Grundwasser in der Baugrube. Ursprünglich sollte der neue Personentunnel am Bahnhof bereits im Dezember 2018 fertig sein. Stattdessen klafft seit Monaten ein Loch neben dem Gleisbett.

Immer mehr Kunden bleiben fern

Dass es auf der Baustelle nicht vorangeht, sorgt vor allem bei den Gewerbetreibenden westlich der Bahnstrecke für Ärger. „Wir fühlen uns abgeschnitten von der Welt“, sagt Edda Lüdtke, Verkäuferin bei Dahlback. Dass der Bahnsteig von der August-Bebel-Allee für Fußgänger nur noch über die Behelfsbrücke zu erreichen ist, bekommen die Betriebe auf der Schulzendorfer Seite seit Monaten deutlich zu spüren.

Wegen der massiven Verzögerungen bei den Bauarbeiten dürfte der Termin für die Fertigstellung im Oktober 2019 kaum noch zu halten sein. Quelle: Josefine Sack

„Die älteren Leute tun sich die Behelfsbrücke nicht an“, bestätigt Patrick Boll. Der Schulzendorfer betreibt in der Heinrich-Heine-Allee das Bistro „Bollwerk“, in der Frühstück und Mittagstisch anbietet. Zu seinen Kunden zählen in erster Linie Handwerker und Senioren aus dem Ort. „Die Baustelle bricht uns hier noch das Genick“, sagt er.

Vor allem im Winter ist die Behelfstreppe für Fußgänger eine Zumutung. Quelle: Josefine Sack

Neue Pumpen sollen es richten

Seit die alte Unterführung, die beide Bahnseiten miteinander verbunden hatte, im Frühjahr 2018 dichtgemacht wurde, sei die Zahl der Kunden um 20 Prozent gesunken. „Übers Jahr gesehen, sind das Umsatzeinbußen in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags“, rechnet Boll vor. Der Gastronom hat sogar schon über einen privaten Shuttle, der die Kunden mittags von der August-Bebel-Straße abholt und zu seinem Lokal bringt, nachgedacht. Aus Kostengründen hat er die Idee wieder verworfen. „Wir müssen durchhalten“, lautet stattdessen seine Devise.

„Wir müssen durchhalten“: Patrick Boll aus Schulzendorf betreibt am S-Bahnhof das Bistro "Bollwerk". Weil es auf der Baustelle am Bahnhof nicht weitergeht, verzeichnet er erhebliche Umsatzeinbußen. Quelle: Josefine Sack

Auch in der Eichwalder Fleischerei Hinkel ist man froh über jeden Stammkunden, der sich trotz der Baustelle auf den Weg macht. „Die Baustelle ist für uns eine Katastrophe“, bestätigt Anja Lehmann. Immerhin läuft das Catering-Geschäft gut genug, dass die Umsatzeinbußen zumindest teilweise aufgefangen werden können.

Der neue Personentunnel sollte längst fertig sein. Von der Seite Heinrich-Heine-Allee ist der Bahnsteig weite über die alte Unterführung erreichbar. Quelle: Josefine Sack

Laut Bahn soll die neue Pumpanlage Ende des Monats den Probebetrieb aufnehmen. Wenn es gelingt, das Grundwasser auf die erforderliche Höhe abzusenken, könnten die Bauarbeiten für den Personentunnel bereits Mitte März wieder aufgenommen werden.

Von Josefine Sack

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