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Eichwalde Schulcontainer für zu kleine Grundschule
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16:57 28.11.2018
Die Humboldt-Grundschule in Eichwalde ist zu klein. Quelle: Josefine Sack
Eichwalde

So groß dürfte der Andrang bei einer Gemeindevertretersitzung in Eichwalde länger nicht gewesen sein: Viele Eltern waren am Dienstag in den Ratssaal gekommen, um zu erfahren, wie es mit der Grundschule weitergeht. Zuvor hatten sie mehrfach für eine schnelle Lösung protestiert. Seit Jahren platzt die Humboldt-Grundschule in der Stubenrauchstraße aus allen Nähten.

So voll ist es selten im Zuschauerraum der Gemeindevertretung Eichwalde. Quelle: Josefine Sack

Es fehlen drei Klassenräume

Es fehlen mindestens drei Klassenräume. Das Schulgebäude war ursprünglich für 15 Klassen ausgelegt. Aktuell werden dort 19 Klassen unterrichtet. Fast 100 Kinder mehr, als einmal vorgesehen waren. Dieses Schuljahr musste die Bibliothek zugunsten eines weiteren Klassenraumes weichen.

Um die Raumsituation zumindest kurzfristig zu entspannen, haben die Gemeindevertreter den Bürgermeister nun beauftragt, eine Containerlösung als Überbrückung prüfen zu lassen. Für eine solche Lösung hatten zuvor die Vertreter der Eltern, deren Kinder die Grundschule besuchen, mit Plakaten protestiert.

Seit 2017 lag die Schulerweiterung auf Eis

Das positive Votum ist ein erster Schritt. Bereits im Februar 2017 hatten die Gemeindevertreter per Grundsatzbeschluss die so dringend erforderliche Erweiterung der Grundschule beschlossen. Passiert ist seither nichts. Der Haushalt geriet in die Schieflage. Sämtliche Investitionen wurden auf Eis gelegt. Noch als Bürgermeisterkandidat hatte Jörg Jenoch (WIE) den Eltern im Wahlkampf 2017 eine Lösung versprochen. „Herr Jenoch hat in der Elternkonferenz im Juni klar gemacht hat, dass im November 2018 nicht nur entschieden werden sollte, welche Variante gebaut wird, sondern dass als Übergangslösung Container bereitgestellt werden“, erinnert sich Andrea Lübcke, eine Vertreterin der Elternschaft. Als es in die Haushaltsdebatte fürs kommende Jahr ging, mussten sie und die anderen Eltern feststellen, dass in den Entwürfen davon keine Rede mehr war.

Nachtragshaushalt für Container

„Wir haben lang genug gewartet“, sagt Lübcke. Sie und die anderen Eltern schlugen Alarm. Mit Erfolg. Im Januar will die Gemeinde Pläne für eine kurzfristige Lösung vorlegen. Der Wunsch ist es, die Container noch vor den Sommerferien aufzustellen. Dafür hatten sich SPD, Linke und Grüne stark gemacht.

„Manchmal geht es eben nicht so schnell, wie man es selbst gern will“, räumt Jenoch auf Nachfrage ein. Nun scheint es ihm ernst: Für 2019 soll ein Nachtragshaushalt beschlossen werden, in dem die Anmietung der Container für schätzungsweise 150.000 Euro im Jahr berücksichtigt wird. Die Planungsleistungen von bis zu 10.000 Euro sind bereits für 2019 eingestellt. Als mittelfristige Lösung steht auch der Schulneubau mit Zeuthen zur Diskussion.

Von Josefine Sack

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