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Eichwalde Im Zauber der Romantik
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18:11 07.10.2018
Ninni Funke überzeugte mit ausdrucksstarkem Spiel. Quelle: Heidrun Voigt
Eichwalde

Mehr als 50 Liebhaber von Klaviermusik kamen am Samstagabend in der Alten Feuerwache Eichwalde voll auf ihre Kosten. Unter der Überschrift „Zauber der Romantik“ bot Ninni Funke ein ausdruckstarkes Konzert. Die Pianistin begann mit Franz Schuberts Sonate A-Dur D 664. Sie verwöhnte das Publikum mit virtuos perlenden Läufen und fein ausgeschwungenen Phasen im ersten Teil. Im Finale gelang ihr ein hohes Maß an Leichtigkeit und Frische.

Es folgten zwei Balladen von Johannes Brahms, eine Arabesque von Robert Schumann und vier „Lyrische Stücke“ von Edvard Grieg. Nach der Pause stand Robert Schumanns monumentale Fantasie C-Dur op. 17 auf dem Programm. Dieses leidenschaftliche Werk interpretierte Ninni Funke pointiert und höchst emotional. Überhaupt agierte die Pianisten versiert und mit gestalterischer Energie in der romantischen Klavierliteratur. Das honorierte das Publikum mit viel Applaus – und bekam noch zwei Zugaben.

Die Besucher zeigten sich rundum begeistert

Ninni Funke wurde bereits mit 16 Jahren als Studentin an der Karlsruher Musikhochschule aufgenommen. Nach dem Abitur ging sie nach Wien und studierte an der dortigen Musikhochschule Konzertfach Klavier und Musikpädagogik. Sie schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab.  Die Pianistin, die heute noch in Wien lebt, belegte unter anderem Meisterkurse in den USA und erhielt internationale Preise.

Barbara Neumann, die im Ruhrgebiet zu Hause ist und Verwandte in Schulzendorf besuchte, war begeistert. „Ich mag Grieg sehr, und wie sie den Kobold gespielt hat, war ganz toll“, meinte die Besucherin. Der Eichwalder Burkhard Fritz sagte: „Ich habe hohe Achtung vor Leuten, die so Klavier spielen können. Es war eine Freude.“ Fritz gehört dem Verein Freundeskreis Alte Feuerwache Eichwalde an, der das Konzert organisiert hatte.

Künstler lieben die intime Atmosphäre

Seit 2001 stellen die Mitglieder in jedem Jahr acht bis zehn klassische Konzerte auf die Beine. „Viele Künstler kommen wieder – Frau Funke war auch schon vor vier Jahren hier gewesen. Sie schätzen die intime Atmosphäre“, sagte Vereinsvorsitzende Sabine Dierke. Sie erzählte, dass ein Fachmann von der Universität der Künste in Berlin den Freundeskreis bei der Programmgestaltung unterstütze. Um die Zukunft der Kammermusik-Reihe macht sich Sabine Dierke keine Sorgen, denn Bewerbungen von Musikern gebe es viele.

Und dass man für zwölf Euro in der Feuerwache hochkarätige Musik zu hören bekommt, hat sich rumgesprochen. „Jedes Konzert ist mit Arbeit verbunden, wenn wir viele Besucher haben und die Leute zufrieden sind, dann freut uns das“, sagte Burkhard Fritz, der für Werbung zuständig ist. Das nächste Konzert findet am 3. November statt. Der Gitarrist Maximilian Mangold wird es gestalten.

Von Heidrun Voigt

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