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Dahme-Spreewald Eidechse verzögert Erdgasförderung in Münchehofe
Lokales Dahme-Spreewald Eidechse verzögert Erdgasförderung in Münchehofe
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09:54 22.10.2013
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Münchehofe

Wann es zwischen Münchehofe und Märkisch Buchholz nun tatsächlich mit der Erdgasförderung losgeht, das beschäftigt die Menschen in beiden Orten. Eigentlich sollte die Testphase schon begonnen haben. Doch die Sache verzögert sich. Schuld daran ist unter anderem die Zauneidechse, die sich rund um die drei geplanten Bohrplätze ausgesprochen wohlfühlt – und deshalb nun Artenschützer auf den Plan ruft. Am Dienstag um 19 Uhr findet im „Deutschen Haus“ eine weitere Einwohnerversammlung statt, auf der die Anwohner über das weitere Vorgehen informiert werden. Mit dabei sein werden wieder Vertreter von Gas de France Suez.
Gas de France plant, im Dreieck von Münchehofe, Märkisch Buchholz und Klein Wasserburg Erdgas zu fördern. Das Vorkommen war noch aus DDR-Zeiten bekannt. Die Rechte zur Förderung gingen inzwischen an Gas de France Suez über. Allein für die Testphase mussten neun Genehmigungen beantragt werden, wie Ramon Conrad vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, mitteilte. Es gehe dabei um drei Bohrplätze, Zufahrten und sogenannte Workover, Plätze, auf denen die Anlagen zur Förderung errichtet werden. „Erst ein Antrag konnte genehmigt werden“, sagte er jetzt gegenüber der MAZ. Dies hänge mit dem außerordentlich großen Bearbeitungspotenzial zusammen.
Die Bürgermeister beider betroffenen Kommunen – Bianca Urban und Ralf Irmscher – hatten gemeinsam mit den Einwohnern einen Rechtsanwalt beauftragt, Münchehofe und Märkisch Buchholz gegenüber Gas de France zu vertreten. Zwar entschieden sich beide Orte für die Testphase, stellten jedoch mit Hilfe der rechtlichen Vertretung von Ulrich Werner einen umfangreichen Forderungenkatalog auf.
Dieser, so Ramon Conrad, umfasse über 30 Seiten. „Wir sind verpflichtet, hier äußerst exakt zu arbeiten“, teilte er mit. Dabei gehe es unter anderem um die Verhinderung von Lärmbelästigungen, der Verschmutzung des Grundwassers und der Luft. Besonders wichtig sei aber der Artenschutz, erklärte der Mann vom Bergbauamt. „Denn in dem betroffenen Gebiet lebt die Zauneidechse.“
Diese Reptilien kommen in Mittel- und Osteuropa vor und können hierzulande Längen von bis zu 24 Zentimeter erreichen. Sie leben bevorzugt an trockenen Waldrändern, Bahndämmen auf Heideflächen, in Steinbrüchen, Kiesgruben, Wildgärten und auch im Naturpark Dahme-Heideseen. Die Zauneidechse gilt als gefährdet und steht deswegen unter strengem Schutz. Sie darf durch die Erdgasförderung nicht gefährdet werden. „Jetzt wird sie im Raum Münchehofe und Märkisch Buchholz in ein neues Habitat umgesetzt“, erklärte Conrad. Auch Fledermäuse kämen in dem Gebiet vor, auf die unbedingt Rücksicht zu nehmen sei.
Bei der jetzigen Erlaubnis gehe es um die wasserrechtliche Genehmigung am Bohrloch Märkisch Buchholz 2. Gas de France kann nun beginnen, die Baustelle vorzubereiten, das heißt Straßen und Wege anzulegen. Ramon Conrad hofft, bis Ende des Monats die weiteren Genehmigungen erteilen zu können. Dann könnte Gas de France bald die Testphase beginnen.

Von Andrea Müller

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