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Ein Abend bei Clara Schumann

Klavierabend in Eichwalde Ein Abend bei Clara Schumann

Die Pianistin Lydia Maria Bader ist am Samstagabend in der voll besetzten Alten Feuerwache in Eichwalde aufgetreten. Sie führte die Zuschauer durch einen Abend bei Komponistin Clara Schumann, mit Musik und Anekdoten der Musikerin. Zur Sprache kam auch ihre ganz besondere Freundschaft und angebliche Liebesbeziehung zum Komponisten Johannes Brahms.

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Lydia Maria Bader spielt in Eichwalde.

Quelle: foto: Heidrun Voigt

Eichwalde. Der Andrang auf das Klavierkonzert mit Lydia Maria Bader am Samstagabend war so enorm, dass die Alte Feuerwache in Eichwalde mal wieder zu klein war. Immer wieder trugen die Veranstalter, der Freundeskreis des Hauses, Stühle herein. Alle rückten enger zusammen. Die junge Pianistin präsentierte ihr Programm „Ein Abend bei Clara Schumann“. Ein Abend, der bei der berühmtesten Komponistin und Solistin des 19. Jahrhunderts „nachweislich so stattfand“, ist sich Lydia Maria Bader sicher.

Werke von Clara und Robert Schumann und Freunden des Paares – Johannes Brahms, Frédéric Chopin und Franz List – interpretierte die Pianistin ausdrucksstark und lebendig. Sie zeigte farbliche Gestaltungskraft, hinter der sich eine weite Klanglandschaft auftat.

Der Abend begann mit Klavierstücken von Brahms und Clara Schumanns Variationen. Lydia Maria Bader moderierte charmant zwischen den Stücken. „Brahms war auf jeden Fall der beste Freund der Familie, vielleicht auch mehr“, spielte sie auf seine vermutliche Liebesbeziehung zu Clara, einer alleinerziehenden Mutter von sieben Kindern, an. Die Pianistin erzählte, dass Brahms für sieben Wochen bei Clara einzog und den Haushalt schmiss, als die auf Konzerttournee war. Sie sprach auch von Claras autoritärem Vater sowie ihrer schwierigen Liebe zu Robert und ihrer künstlerischen Entwicklung.

Nach Chopins aufwühlendem Scherzo Nummer 1 entließen die Besucher die Pianistin mit einem stürmischen Applaus und Bravo-Rufen in die Pause. „Es gefällt mir sehr gut“, sagte Peter Wilke. „Dadurch, dass sie etwas zu den Komponisten erzählt, bekommt man einen anderen Zugang zu den Werken.“ Der Berliner, der klassische Musik liebt und ein Abo für die Philharmonie hat, war von seiner Schwiegermutter Brigitte Falkenberg eingeladen worden. Der Eichwalderin gefielen besonders Brahms Klavierstücke, die dieser Clara gewidmet hatte.

Im zweiten Teil des Abends waren neben Schumanns Novolette Opus 21 seine berühmten Kinderszenen zu hören. Schlicht schön erzählte Lydia Maria Bader mit ihrem Klavierspiel, zauberte die Kindheit herbei. Zum Abschluss des Konzertes gab es Liszts Klaviertranskriptionen zu zwei Liedern von Robert Schumann: Frühlingsnacht und Widmung. Das begeisterte Publikum belohnte die Pianistin mit zwei Edvard-Grieg-Zugaben aus ihrer neusten CD „Music of the North“.

Die 1981 in Bayern geborene Musikerin begann mit vier Jahren Klavier zu spielen. Mit 15 Jahren wurde sie bereits an der Musikhochschule München aufgenommen. Sie studierte des Weiteren an der Kunstuniversität Graz und am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Lydia Maria Bader ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Zuletzt gewann sie den ersten Preis im Reinhold-Glière-Wettbewerb.

Von Heidrun Voigt

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