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Ein Abend der Nähe

Gemeinsames Fastenbrechen im Gemeindehaus in Zeuthen Ein Abend der Nähe

Gemeinsam feiern Muslime und Christen im Gemeindehaus in Zeuthen Iftar, das Fastenbrechen. Ein besonderer Abend mit intensiven Gesprächen und gutem Essen, das syrische Köche in Teupitz vorbereitet hatten.

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Swantje Rosenboom (M.) mit syrischen Frauen.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Zeuthen. Iftar kommt aus dem Arabischen und heißt Fastenbrechen. Für Muslime ist es im Fastenmonat Ramadan die erste Mahlzeit am Tag, und zwar am Abend nach Sonnenuntergang. Es ist üblich, sich zum Iftar Gäste einzuladen und den Abend gemeinsam zu verbringen.

Swantje Rosenboom von der Bürgerinitiative „Wind – Willkommen im nördlichen Dahmeland“, sie hat lange Zeit im Orient gelebt, hatte die Idee, zu einem Iftar einzuladen. Am Freitagabend trafen sich im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchgemeinde Muslime, Christen und Menschen, die keiner bestimmten Religion angehören. Asylsuchende aus den Heimen in Wernsdorf, Massow und Pätz und welche, die inzwischen ihre eigenen Wohnungen in Eichwalde, Zeuthen und Königs Wusterhausen bewohnen, saßen gemeinsam mit den Dahmeländern an langen Tischen, ließen sich die leckeren Gerichte schmecken, erzählten über sich, über Gepflogenheiten der verschiedenen Religionen und verbrachten gemeinsam einen schönen Abend. Organisiert wurde der Abend von der BI Wind und der Kirchgemeinde.

Fünf syrische Köche hatten die Speisen zubereitet. Gekocht wurde bei Maik Knauthe, Party-Service Teupitz. „Auf Anfrage sagte er sofort zu, und wir konnten seine gesamten Utensilien kostenlos benutzen“, berichtet Silvia Dahlke von der Hilfsunion „Arabisch Deutsch im Dahme-Spreewald“. Zuvor hatte sie gemeinsam mit den Köchen die Zutaten besorgt. Chefkoch Baschir war zufrieden mit seiner Mannschaft. Dabei ist es gar nicht so einfach, in der Fastenzeit zu kochen, da fällt nämlich das Verkosten weg. Nach Sonnenuntergang wurde gebetet, danach das Fasten mit einer Dattel und Wasser beendet.

Große Freude über den Abend

Für Dania Saghrji war es das erste Mal, seit sie ihre syrische Heimat verlassen hat, dass sie im Ramadan ein Fastenbrechen im größeren Rahmen begeht. „Für mich ist es so, als ob ich zu Hause sei, und ich habe das Gefühl, nicht alleine zu sein“, bedankte sie sich bei den Gastgebern. An den langen Tischen zu sitzen und nicht alleine zu sein, war für viele ein Traum. „Meine Worte reichen nicht aus, zu sagen, wie schön es ist. Ich hoffe, dass der Krieg in Syrien endet und sie dann als Gäste zu uns kommen und wir dann ein kleines bisschen das zurückgeben können“, sagt Susann Barakat, die mit ihrer erwachsenen Tochter Rama Assad aus Aleppo kam und jetzt in Wernsdorf lebt.

„Es ging uns darum, bei leckerem Essen zusammenzusitzen und Nähe zu gewinnen“, so Swantje Rosenboom. Der Plan ist bei diesem Iftar aufgegangen. Der Ramadan endet am 4. Juli. Vom 7. bis 9. Juli folgt das Fest des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt.

Von Gerlinde Irmscher

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