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Ein Ire am Krummensee

Zuhause in Krummensee Ein Ire am Krummensee

Marces Bland hat gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Sabrina Rösner das Strandhaus in Krummensee übernommen. Obwohl es kein direkter irischer Pub werden soll, bringt Bland irischen Flair in den Mittenwalder Ortsteil. Neben dem berühmten Guinness und Whiskey gibt es ab und zu auch irische Musik. Manchmal singt der Chef sogar höchstpersönlich.

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Maces Bland und Sabrina Rösner bringen irisches Flair in das Strandhaus von Krummensee. Daran ist nicht nur das Guinness schuld. Manchmal singt Marces zur irischer Musik.

Quelle: Foto: A. Müller

Krummensee. Im Strandhaus in Krummensee sorgen jetzt Marces Bland und seine Lebensgefährtin Sabrina Rösner für irisches Flair. Sie haben von der Insel nicht nur das beliebte Guinness mitgebracht, sondern auch jede Menge irische Lebenslust. Bland ist dafür bekannt, dass er manchmal vor seinen Gästen nach irischer Musik singt.

Schon längere Zeit in Deutschland

Der Mann ist kein Neuling in Deutschland. Er lebt schon 31 Jahre hier, arbeitete erst zehn Jahre in der Armee, bevor er in verschiedenen Pubs in Berlin tätig war. Am bekanntesten davon ist wohl das Molly Malone. Davon kann Bland bis heute nicht lassen. Das Lied ziert die erste Seite seiner Speisekarte in Krummensee.

Das Ambiente am Strandhaus muss ihn an seine Heimat erinnern. Direkt am Krummensee gelegen ist es für ihn wie eine Insel, auf der er gemeinsam mit dem Team seinen Traum weiter verfolgt und das macht, was ihm Freude bereitet und was er kann. Das Großstadt-Meer hat ihn hinaus aufs Land geschwemmt. Zuletzt hatte ihm ein Nachbar in Berlin das (Kneipen-)Leben schwer gemacht, bis er letztendlich aufgab und sich nach einem neuen Betätigungsfeld umsah. Ganz unbekannt ist Bland aber die Gegend hier draußen nicht, denn er wohnte schon zwölf Jahre in Ragow. Der Ortsteil gehört ja wie Schenkendorf-Krummensee ebenfalls zur Stadt Mittenwalde.

Kein Unbekannter in der Region

Aber auch vom „Keller“ in Königs Wusterhausen ist Bland bekannt. Den Pub hatte er ebenfalls eine Zeit geführt. Nun also der neue Start und Bland ist begeistert von seinen Gästen. „Ich habe durchweg eine positive Resonanz gespürt“, sagt der 53-Jährige mit seinem unverwechselbar irischen Akzent. Das Strandhaus war zwischen altem und neuen Betreiber nicht lange geschlossen. „Als ich hörte, dass es frei wird, habe ich nicht lange überlegt“, gesteht der Ire. In seiner Küche arbeitet Jocyce, eine junge Frau, der die Küche von der Insel nicht fremd ist, die aber auch mit Gerichten von hier Leckeres auf den Tisch zaubert. „Hier gibt es nichts aus der Tiefkühltruhe“, meint der Chef, der aber viel mehr vorhat, als nur Essen und Getränke anzubieten. Bland schwebt im Sommer ein Grill-Buffet vor. Die Leute können dann direkt vom Strand kommen und sich hier stärken. Ein Imbiss unter freiem Himmel und ein Eisverkauf stehen ebenfalls auf der Wunschliste – bei Bland und den Krummenseern. Die Kneipe will der neue Wirt zudem für private Feiern zur Verfügung stellen und er will irische Kultur nach Krummensee holen. Erste Veranstaltungen gab es inzwischen schon.

Auf der Suche nach gutem Personal

Ein bisschen Sorgen macht sich der Ire wegen der dünnen Personaldecke. „Es sind kaum Leute zu finden, die in der Gastronomie arbeiten wollen“, ist inzwischen seine Erfahrung. Er hoffe aber, dass ihm diesbezüglich das Glück noch hold sein wird. Bland weiß, dass gerade der Kontakt zwischen Personal und den Besuchern entscheidend dafür ist, ob sich die Gäste im Strandhaus wohl fühlen und gern wiederkommen. Gefreut habe ihn auch der Besuch von Ortsbürgermeister Lutz Krause (Pro Bürger), der ihm persönlich viel Glück gewünscht habe.

Feiern mit Open End

Bisher war Dienstag und Mittwoch immer Ruhetag. Mit der wirklich warmen Saison – die nun endlich begonnen hat – wird sich das ändern. Am Wochenende sollen die Leute so lange feiern können, wie sie wollen. „Open End“, kündigt Bland an und hofft hier in Krummensee auf verständnisvolle Nachbarn.

Bland hat schon bemerkt, dass die Krummenseer einen guten Geschmack haben. „Sie mögen Irish Coffee und Irish Mist“, freut sich der gebürtige Ire. Letzteres sei ein Gemisch aus irischem Whiskey mit Honig. Wer das schlürfe, bekomme einfach gute Laune – und Lust zum Singen. Wie Bland. Der Text von Molly Malone steht ja im Menü. Man braucht nur mitschwingen.

Von Andrea Müller

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