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Dahme-Spreewald Ein Probentag ist wie ein Marathon
Lokales Dahme-Spreewald Ein Probentag ist wie ein Marathon
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13:05 16.11.2016
Der von Christian Finke-Tange geleitete Kantatenchor Zeuthen bei einem seiner Auftritte. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

Für viele Dahmeländer, selbst die Klassikmuffel unter ihnen, gilt: keine Adventszeit ohne Johann Sebastian Bach und sein Weihnachtsoratorium. Das populäre Werk gehört dazu wie Tannengrün und Kerzen. Eigentlich schrieb der Thomaskantor seine sechs Kantaten für die Zeit zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag und dem Dreikönigsfest. Doch „Jauchzet, frohlocket“ ist alle Jahre wieder früher zu hören.

So auch beim traditionellen Weihnachtskonzert des Kantatenchors Zeuthen am Sonnabend vor dem 1. Advent in der Kreuzkirche Königs Wusterhausen. „Wir führen das Weihnachtsoratorium höchstens alle zwei Jahre auf, denn es gibt viele andere gleich schöne Weihnachtsmusiken, die der Chor der Öffentlichkeit präsentieren möchte“, begründet Chorleiter Christian Finke-Tange die Pausen. In diesem Jahr stehen die Kantaten 1 sowie 4 bis 6 auf dem Programm. Der Kantor berichtet, dass die Kantate 4 vom Chor noch nie gesungen wurde und dort Hörner, im Gegensatz zu den anderen Kantaten, zu hören sind. „Ich freue mich, dass der zweite Teil in seiner Gänze zur Aufführung kommt. Das gab es unter meiner Leitung bisher nicht.“

Stimmen sind von der Muskulatur

Die Sängerinnen und Sänger haben nach den Sommerferien mit den Proben begonnen. Und auch auf der Chorreise im Oktober nach Berchtesgaden stand Bachs Werk im Mittelpunkt. „Um Qualität abrufen zu können, braucht es viele, viele Proben. Die Stimmen sind von der Muskulatur abhängig. Einen Ausbau erreicht man nur durch kontinuierliches Training“, sagt Finke-Tange. Er vergleicht einen siebenstündigen Probentag mit einem zweifachen Marathon, bei dem die Stimmen durchhalten müssen. Die letzte Probe ist am Tag der Aufführung – zusammen mit dem Neuen Barockorchester Berlin sowie den Solisten Barbara Berg (Sopran), Karin Lasa (Alt), Nico Eckert (Tenor) und Sebastian Bluth (Bass).

„Die Solisten sind den Besuchern und dem Chor wohlbekannt. Mit dem Barockorchester arbeiten wir das erste Mal zusammen. Wir wollen einen neuen Weg beschreiten“, so der Kantor. Das 2008 gegründete Ensemble arbeitet projektorientiert mit einem Repertoire, das von Renaissance und Frühbarock bis Frühromantik reicht. Aus Kostengründen gibt es nur die eine gemeinsame Probe. Christian Finke-Tange verweist darauf, dass ein Konzert 10 000 Euro kostet. „Wir sind dankbar, dass der Kirchenkreis Neukölln und der Landkreis uns unterstützen – ohne sie würde es gar nicht gehen.“ In diesem Jahr gibt es statt drei nur zwei Kategorien von Kartenpreisen – zu 19 und 15 Euro. Zudem sind Hörkarten zu fünf Euro erhältlich.

Oratorium am 26. November

Neben der Erarbeitung der Literatur bewältigt der Chor auch das Organisatorische zum Konzert. Christian Finke-Tange hebt hervor, dass der in diesem Jahr neu gewählte Vorstand des Kantatenchores ganz „hervorragend gearbeitet hat und einen organisatorisch wunderbar funktionierenden Rahmen bieten wird“.

Weihnachtsoratorium am 26. November um 19 Uhr in der Kreuzkirche Königs Wusterhausen; Karten im Musikladen Brusgatis in Königs Wusterhausen, Reisebüro Steinhöfel in Zeuthen und Buchhandlung Eichwalde, www.kantatenchor-zeuthen.de

Von Heidrun Voigt

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