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Dahme-Spreewald Ein Steg für das Moor im Sutschketal
Lokales Dahme-Spreewald Ein Steg für das Moor im Sutschketal
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19:06 19.10.2016
Das Sutschketal bekommt einen Steg, der auch bei Nässe den Weg über das dortige Moor ermöglicht. Quelle: Lutz Krause
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Krummensee

Eine Wanderung rund um den Krummensee wird in Zukunft zu jeder Jahreszeit trockenen Fußes möglich sein. Am südlichen Ende des Sees, wo das Sutschketal beginnt und sich bis nach Bestensee hinzieht, dort lässt der Naturschutzfonds einen Steg errichten. „Es entsteht eine stabile langlebige Stahlkonstruktion“, sagt Holger Rößling vom Naturschutzfonds. Sie wird mit Holz verkleidet, damit sie sich in die Landschaft einfügt. Eigentlich sollte der Bau schon fast fertig sein, aber da der Steg ein 40 Meter breites Moor überqueren soll, gab es Probleme beim Fundament.

„Im Moment kann man es nicht erkennen, da die fragliche Stelle noch trocken ist, aber unterhalb der Oberfläche ist es sehr sumpfig“, erklärt Holger Rößling. „In der Mitte benötigen wir darum so genannte Schraubfundamente, die bis zu zehn Meter tief in den Grund gehen.“ Am Rande reichen zwei Meter aus.

Baustart nach dem Krummenseelauf

Baubeginn ist jetzt erst nach dem 5. November. An diesem Tag findet nämlich der traditionelle Krummenseelauf statt. „Den wollen wir noch abwarten“, sagt Rößling. Immerhin sind die Reste der Holzpaletten schon weggeräumt. Die vergleichsweise trockene Witterung lässt die Passage im Moment noch zu.

Der Steg ist jedoch notwendig, weil meist im Winter das Wasser ansteigt und es dann kaum noch möglich ist, von einer Seite des Moores auf die andere zu kommen. Zudem ist der Weg um den Krummensee eine beliebte Wanderstrecke. Der Tourismusverband des Landkreises Dahme-Spreewald empfiehlt die elf Kilometer lange Route etwa von Königs Wusterhausen aus.

Holzpaletten als Übergangslösung

Lutz Krause (Pro Bürger), Ortsvorsteher von Schenkendorf, kann sich erinnern, dass es vor der Wende keine Probleme mit der Nässe gab. „Als dann das Wasser stieg, haben wir mit Holzpaletten einen Übergang geschaffen“, berichtet er. Das habe einigermaßen funktioniert, so Krause, allerdings hätte man die Paletten häufig austauschen müssen, weil sie morsch geworden seien. „Und ohne die Paletten oder den Steg müsste man bei hohem Wasserstand anderthalb Kilometer weiter bis nach Bestensee laufen, um das Sutschketal zu überqueren“, so Krause weiter.

Der Naturschutzfonds hat dann vor drei Jahren das Schutzgebiet Sutschketal mit seinen 63 Hektar erworben. Bei der Senke handelt es sich um eine Schmelzwasserrinne, die in der Eiszeit entstanden ist. Dort soll – gefördert durch das EU-Programm „Life“ – das für manche Brandenburger Gegenden typische Trockenrasengebiet wiederhergestellt werden.

Seltee Pflanzen im Sutschketal

„Streckenweise ist es noch erhalten“, sagt Holger Rößling, der das Sandrasen-Projekt des Naturschutzfonds leitet. „Noch gibt es im Sutschketal seltene Pflanzen wie die Kartäuser-Nelke und das unscheinbare Steppenlieschgras“, erklärt er weiter. Aber an vielen Stellen sind Wälder entstanden, die das Trockengras verdrängt haben. Das ist auch einer der Gründe, warum das Wasser im Moor regelmäßig ansteigt.

Mit den EU-Geldern, die der Naturschutzfonds im vergangenen Jahr beantragt hat, wird nun der Steg bezahlt. Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Stadt Mittenwalde ausgeführt.

Von Dietrich von Schell

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