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Dahme-Spreewald Ein Vierteljahrhundert im Bücherbus unterwegs
Lokales Dahme-Spreewald Ein Vierteljahrhundert im Bücherbus unterwegs
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21:50 28.06.2016
Renate Waschkowitz geht im Juli in den Ruhestand. Sie leitete 24 Jahre die Kreis- und Fahrbibliothek in Dahme-Spreewald. Quelle: LDS
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Lübben

Renate Waschkowitz hat zu Wochenbeginn die letzte Tour mit dem blauen Bücherbus durch den Landkreis Dahme-Spreewald mit Bravour gemeistert. Nach 24 erlebnisreichen Jahren als Leiterin der Kreis- und Fahrbibliothek geht sie ab Juli in den Ruhestand.

„Der Bus wird weiter rollen, um besonders in den strukturschwächeren Regionen des Landkreises das Informations- und Bildungsangebot zu ergänzen“, sagte Bildung- und Kulturdezernent Carsten Saß (CDU) bei der offiziellen Verabschiedung von Renate Waschkowitz in Lübben. Er dankte der langjährigen Kreisbibliothekarin für ihre leidenschaftliche und erfolgreiche Arbeit.

Im Rückblick zieht Renate Waschkowitz für sich selbst ein sehr zufriedenstellendes Resümee: „Ich habe einen Job, in dem man immer ein positives Feeling erlebt. Die Besucher kommen gern zu uns, weil sie lesen und sich informieren möchten. Manche kommen auch nur, um einfach mit uns zu sprechen. Sie freuen sich, dass der blaue Bus wieder im Ort ist. Dieses Gefühl zu spüren, ist der schönste Dank für meine Arbeit.“

Die gelernte Bibliothekarin ist seit der ersten Fahrt des Bücherbusses mit an Bord. Sie war schon mit dabei, als der Bus im Juni 1992 aus Dänemark abgeholt wurde. Bereits zwei Monate später wurde die Fahrbibliothek feierlich eingeweiht und am 1. Oktober 1992 ging sie auf ihre erste Kreistour. Seit dem hat Renate Waschkowitz die Kreisergänzungs- und Fahrbibliothek mit ihrem Zwei-Mann-Team Stück für Stück aufgebaut und auf digitale Medien erweitert. Erst Ende 2015 wurde die Onleihe als Ausleihfunktion für Hörbücher und E-Books eingeführt. Mittlerweile fährt die rollende Bibliothek im zweiwöchigen Rhythmus 82 Haltestellen im Landkreis an. Zusätzlich werden 13 Kitas und Hortgruppen, neun Schulen, zwei Kinder- und Jugendeinrichtungen und zwei Seniorenheime regelmäßig betreut.

Bei etwa 10 000 Besuchen wurden fast 34 000 Medien ausgeliehen. Unter den rund 1100 eingetragenen Nutzern sind 365 Kinder, 100 Jugendliche und 530 Erwachsene. Mit Freude erzählt Renate Waschkowitz, dass es im vergangenen Jahr 226 Neuanmeldungen gab. Im Laufe der Jahre hat sie viele Kunden persönlich kennengelernt. Sie weiß, dass bei den Kindern die „Taschenlampenbücher“ und bei den Älteren die „Romane zum Einschlafen“ zu den Favoriten gehören. Seit der Verfügbarkeit des Internets sei die Ausleihe von Sach- und Fachliteratur rückläufig. Am größten sei die Nachfrage nach Unterhaltungsromanen, angeführt von den aktuellen Neuerscheinungen. Sie freut sich immer über ein Feedback von ihren Lesern. „Das brauchen wir, um Tipps für den geeigneten Lesestoff zu geben“, sagt die Fachfrau. Sie selbst liest auch gern und viel, schafft es aber nicht alles vorab zu lesen. Auf ihrer Bestsellerliste stehen Krimis und Biografien.

Zum bewährten Bücherbus-Team gehören neben Renate Waschkowitz ihre Stellvertreterin Angelika Piesker und Busfahrer Herbert Berndt. Mehr als 405 000 Kilometer hat das Team den blauen Bus sicher durch den Landkreis manövriert. „Manchmal standen wir an Baustellen fest“, erinnert sich der Busfahrer. Einmal sei der Bus in Klein Köris bei Glatteis sogar auf die Seite gefallen. Aber alles ging gut.

Renate Waschkowitz wird auch künftig zum Stammleserkreis der Fahrbibliothek gehören. Darüber hinaus will sich die Leipscher Einwohnerin wieder intensiver um die Ortschronik kümmern, das alte Wohnmobil flott machen und viel mehr Zeit mit ihren Enkeln, der Familie und Freunden verbringen.

Auswahlgespräche für die Nachfolge von Renate Waschkowitz im Bücherbus laufen.

Von MAZonline

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