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Dahme-Spreewald Ein Wunsch geht in Erfüllung
Lokales Dahme-Spreewald Ein Wunsch geht in Erfüllung
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00:18 13.02.2016
Die schmucke Wernsdorfer Kirche ist nach der Wende dank der Anstrengungen des Kirchbauvereins zu einem Kultur- und Kommunikationszentrum des Ortes geworden. Quelle: Franziska Mohr
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Wernsdorf

Selten in seinem Leben wartete der Wernsdorfer Ortsvorsteher Volker Born (FDP) so sehnsüchtig auf Post wie gegenwärtig. „Der Förderbescheid aus dem Ministerium für den Bau des Radweges von Wernsdorf nach Neu-Zittau kann jeden Tag eintreffen“, sagt er. Damit würde sich für die Wernsdorfer ein schon in der DDR gehegter Wunsch erfüllen. Der Vorsitzende des Heimatvereins Wernsdorf-Ziegenhals, Bodo Nitschke, besuchte 1967 in Gosen-Neu-Zittau die Schule. „Schon damals war der Radweg im Gespräch“, sagt er.

Wernsdorfs Ortsvorsteher Volker Born (FDP). Quelle: Franziska Mohr

Nach der Wende demonstrierten die Wernsdorfer und Gosen-Neu-Zittauer gleich mehrfach gemeinsam für den Ausbau dieser insgesamt 2,8 Kilometer langen Strecke, die vor allem für den Schulweg der Kinder sowie den Einkauf wichtig ist. Der Protest ist jetzt endlich von Erfolg gekrönt. Im Haushalt der Stadt Königs Wusterhausen sind in diesem Jahr für dieses Vorhaben insgesamt 950 000 Euro vorgesehen. Das setzt allerdings voraus, dass die Stadtverordneten dem Haushalt am 29. Februar auch tatsächlich zustimmen. Zuvor hatte das Infrastrukturministerium signalisiert, dass es diesen Radweg möglicherweise mit Fördergeldern von knapp einer halben Million Euro unterstützt. Das Land will damit die Lücke zwischen dem Dahme-Radweg durch Königs Wusterhausen sowie dem Radwegenetz von Schmöckwitz, Müggelheim und Rahnsdorf schließen. Im Amt Spreenhagen, zu dem die Gemeinde Gosen-Neu Zittau gehört, wurden schon etwa 400 000 Euro für diesen Radweg bewilligt.

„Wird jetzt der Radweg gebaut, so können sich die Wernsdorfer innerhalb der Stadt nicht beschweren“, sagt Born. Ohnehin sei er zwar damals wie viele andere Wernsdorfer auch gegen die Fusion mit Königs Wusterhausen gewesen, doch jetzt müsse er bekennen, dass sie sich letztlich bewährt habe. „Ohne die Stadt im Rücken hätte Wernsdorf so große Investitionen wie auch den Ausbau des Sportlerheims nicht bewältigen können.“ Born zufolge ist es allerdings schade, dass die jungen Leute den dortigen Jugendraum nicht angenommen haben. Anders sehe es bei den Senioren aus, die dort sehr aktiv sind. Auch Tanzkurse wie Zumba finden dort statt.

Ein Problem sind aber nach wie vor die Straßen. Der Ausbau des letzten Abschnitts der Landesstraße von der August-Bebel-Straße kurz vor der Brücke bis zum Ortsausgang Wernsdorf steht noch immer aus. Auch die alten Sandwege in den 30er Jahre parzellierten Siedlungen in Ziegenhals müssten Born zufolge endlich verschwinden.

Sehr zufrieden ist der Ortsvorsteher hingegen mit der in Wernsdorf erfolgten Aufnahme von knapp 90 Flüchtlingen, darunter 35 Kindern, im alten Germania-Ferienheim. Einige Wernsdorfer übernahmen schon Patenschaften für Familien, um ihnen die Integration in der Region zu erleichtern. „Als Ortsbeirat waren wir schon zweimal direkt vor Ort“, sagt Born. Als positiv bewertet der 66-Jährige auch, dass der Revierpolizist mit ersten Verkehrsschulungen für die Flüchtlinge begonnen hat. Der Umgang mit Fahrrädern sei für viele von ihnen völlig neu.

Ein großes Ärgernis bleibt das alte Kasernengelände, das sich größtenteils im Eigentum des Bundes befindet. „Hier bewegt sich seit Jahren gar nichts, obwohl es auch für die Ansiedlung von Eigenheimen bestens geeignet wäre“, beklagt Born. Das schon geplante, aber noch nicht genehmigte Baugebiet „Am Werder“ soll jetzt aber für den Bau von Eigenheimen wieder belebt werden. Die Sorge, dass sich hier am Stadtrand zu Berlin mit der Seenlage von Wernsdorf keine Käufer finden, hat der Ortsbeirat nicht. Apropos Seen. Auch am Badestrand befindet sich für die kommende Saison schon alles im grünen Bereich. Mit Ausnahme des Parkproblems.

Von Franziska Mohr

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