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Ein guter Sommer für die Strandbäder

Schwimmen in Dahmeland-Fläming Ein guter Sommer für die Strandbäder

Noch ist der Sommer nicht vorbei, an diesem Wochenende werden in der Region nochmal Temperaturen von über 30 Grad erwartet. Die Betreiber der Strandbäder sind zufrieden mit der Saison.

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Das Strandbad Klausdorf kann sogar mit einer Rutsche aufwarten.

Quelle: Anja Meyer

Königs Wusterhausen. Sonne satt und Temperaturen von mehr als 30 Grad: Der Sommer verabschiedet sich an diesem Wochenende gebührend. Die Strandbadbetreiber in der Region Dahmeland-Fläming sind zufrieden mit der zu Ende gehenden Saison und rechnen auch für die kommenden Tage noch einmal mit gut besuchten Liegewiesen – und das trotz Schulbeginn am Montag.

„Nach den ersten paar Wochen war die Hoffnung auf den Sommer schon fast dahin“, erzählt André Merten, der in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal den Campingplatz und das Strandbad am Glienicksee leitet. „Aber Anfang Juli kam dann ja doch der Top-Sommer.“ An den wolkenlosen Sonnabenden und Sonntagen seien bis zu 1000 Gäste gekommen, und solche Wochenenden hat Merten in diesem Sommer fast durchgehend erlebt. Abgesehen von den Urlaubern auf dem Campingplatz kommen die meisten Besucher von außerhalb, aus Jüterbog und Luckenwalde, aber auch aus Potsdam und Berlin zieht es die Leute in das Landschaftsschutzgebiet.

Peer Genths Gäste stammen sogar zu 95 Prozent aus der Hauptstadt, berichtet der Pächter des Imbiss am Rangsdorfer See: „Es sind vor allem ältere Leute, die hier ihre Ruhe suchen“, sagt der 56-Jährige, der hauptberuflich für die Bundeswehr arbeitet. Denn Umsatz macht der gebürtige Berliner mit seinem Kiosk nicht: „Das hat schon fast was von sozialem Engagement, was wir hier machen. Wir wollen das Gelände halt nicht verfallen lassen.“ Um ein paar mehr Gäste an seinen Kiosk zu locken, hat Genth daneben eine Hüpfburg für die Kinder aufgestellt: „Die Eltern oder Großeltern trinken dann einen Kaffee dabei oder essen ein Stück Kuchen.“ Von den Erlösen bezahlt Genth die Versicherung für das 15 000 Quadratmeter große Gelände des Strandbads. Der Eintritt ist frei, denn Zäune gibt es sowieso nicht. „Der Nachteil ist, dass sich nachts regelmäßig betrunkene Jugendliche austoben. Das verhindert natürlich sämtliche Investitionen hier“, sagt Genth.

Allerdings, einer will es nun doch versuchen: Vom 1. September an wird im Strandbad am Rangsdorfer See Stand-Up-Paddling (SUP) angeboten, jene Trendsportart, bei der man auf einer Art Surfbrett stehend gemächlich übers Wasser paddelt – einem venezianischen Gondoliere nicht unähnlich. „Der Start hat sich ein wenig verzögert, aber mit einem Neoprenanzug kann man SUP eigentlich das ganze Jahr über machen“, sagt Genth. Und wenn im Winter der See zugefroren ist, schnallt man einfach Kufen unter die Bretter und nennt das Ganze Eissegeln. Ein Saison-Ende jedenfalls gibt es am Rangsdorfer See nicht.

Anders als im Seebad Miersdorf, wo die Saison in diesem Jahr am 13. oder 20. September enden wird, je nach Wetterlage. Dort zieht Thomas Otto Bilanz, der Rettungsschwimmer vor Ort: „Der Sommer war wirklich super, richtig viele sonnige Wochenendtage. Jetzt kommen bestimmt auch nochmal 700 bis 900 Leute pro Tag.“ Die meisten davon wohl aus der unmittelbaren Umgebung, aus Zeuthen, Wildau, Eichwalde oder Schulzendorf.

Im Strandbad Klausdorf wird in der kommenden Woche die Saison beendet – und zwar mit einer Lichterfahrt: „Das findet mittlerweile zum dritten Mal statt“, erklärt Beate Swiontek, die mit ihrem Mann das Strandbad samt Bootsverleih, Eisdiele und Imbiss betreibt. „Die Gäste fahren mit geschmücktenmn Booten einen Korso rund um den Mellensee und später gibt es Essen, Musik und ein Feuerwerk.“ Erstmal steht aber das letzte heiße Wochenende des Jahres an, und da dürfte es wieder bis zu 1200 Leute in das Strandbad ziehen: „So viele passen ohne Gedränge rein.“

Von Martin Küper

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