Volltextsuche über das Angebot:

31 ° / 16 ° heiter

Navigation:
Ein paar Fragen an den Außenminister

Schülerzeitung Groß Köris Ein paar Fragen an den Außenminister

Beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder sind die „Reporterkids“ vor Kurzem in der Kategorie Grundschule als beste Schülerzeitung ausgewählt worden. Nun freuen sich die zwölf Mädchen und Jungen der Grundschule Groß Köris auf die Preisverleihung am 6. Juni im Berliner Bundesrat.

Voriger Artikel
Abriss-Start am alten Betonwerk
Nächster Artikel
Große Unterschiede zwischen Kommunen

Die „Reporterkids“-Redakteure mit der aktuellen Ausgabe.

Quelle: Privat

Groß Köris. „Einmal haben wir Herrn Steinmeier getroffen“, ruft ein Mädchen. Sie hätten den Außenminister bei einer Wahlkampfveranstaltung abgefangen und ausgefragt. Die anwesende Security ließ die Schüler gewähren. Immerhin sind sie von der Presse.

Jeden Mittwoch treffen sich zwölf Mädchen und Jungen der Grundschule Groß Köris, um gemeinsam an ihrer Schülerzeitung „Reporterkids“ zu arbeiten. Die seit vier Jahren bestehende Zeitung wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem vom Spiegelverlag für den „besten Heftinhalt“. Vor Kurzem gewann sie den Schülerzeitungswettbewerb der Länder in der Kategorie Grundschule, dessen Preisverleihung am 6. Juni im Berliner Bundesrat stattfindet.

„Die Teamarbeit und das Altersübergreifende machen den Charme der Zeitung aus“, sagt Anett Rudolph. Sie und Christiane Weise unterstützen die jungen Journalisten. Vieles machen die Kinder aber auch ohne Mithilfe der Erwachsenen. Zum Beispiel helfen die älteren Schüler den jüngeren.

Abwechslung wird hier groß geschrieben: Es gibt lange und kurze Texte, Interviews, Rätsel und Bastel- oder Backanleitungen. Um Fotos kümmern sich die Schüler ebenfalls. Thematisch beschränken sie sich dabei nicht nur auf Schulisches wie Klassenfahrten: Neben lokalen Nachrichten gibt es auch überregionale Beiträge, zum Beispiel zum deutschen Sieg bei der Handball-Europameisterschaft Ende Januar. Dazu haben die Kinderreporter die Füchse Berlin besucht und Handball-Nationalspieler Fabian Wiede interviewt.

Wiede ist aber nicht der erste Prominente, den die Kinder treffen. Musiker Peter Maffay haben sie ebenso befragt wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Jana Schimke oder eben Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Den Kontakt sollen die Schüler selber herstellen – gern mit einem handgeschriebenen Brief. Von Daniela Löw, Ehefrau des Bundestrainers Joachim Löw, gab es sogar eine handschriftliche Antwort. Zudem tragen die Schüler einen Presseausweis mit sich. „Das öffnet wirklich Türen, wenn die Leute sehen, dass die Kinder als Reporter da sind“, sagt Rudolph.

Ihren Erfolg sehen die Schüler vor allem darin, dass sie als Team zusammenarbeiten; einen Chefredakteur gibt es nicht. Ohne festes Erscheinungsdatum oder feste Seitenzahl arbeiten sie sehr flexibel. Dass die „Reporterkids“ stets ausverkauft sind, spricht für sich. Verkauft wird die Zeitung an Mitschüler und an Stammkunden aus Groß Köris.

Anett Rudolph hält es nur für gerecht, wenn alle zwölf Schüler mit zur Preisverleihung kommen. „Immerhin lebt die Zeitung von ihrem guten Miteinander.“ Eine Frage an Frank-Walter Steinmeier war, ob er denn noch richtig Zeitung lese. Die Antwort lautet ja, der Außenminister liest noch Zeitung.

Von Philip Ziche

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg