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Einblick in die Holzproduktion

Baruther Betriebe laden ein Einblick in die Holzproduktion

Fünf im Baruther Gewerbegebiet angesiedelte Unternehmen haben einen Tag der offenen Tür ausgerichtet. Dabei konnte sich jedermann einen Überblick über die dortigen Betriebe verschaffen. Das Angebot richtete sich aber nicht zuletzt an künftige Azubis. Wer wollte, konnte seine entsprechende Bewerbung gleich vor Ort abgeben.

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Im Baruther Gewerbegebiet sind vor allem Unternehmen aus der Holzproduktion ansässig.

Quelle: Krischan Orth

Baruth. Was sonst nur für Mitarbeiter möglich ist, konnten am Sonnabend auch Besucher erleben. Im Gewerbegebiet Baruth öffneten fünf Unternehmen ihre Pforten. Dabei konnten Interessierte Einblicke in die Holzproduktion, die Laminatfertigung oder die Herstellung von Plastikflaschen gewinnen. Der Tag des offenen Gewerbegebietes sollte aber auch dazu beitragen, die Betriebe unter zukünftigen Auszubildenden bekannt zu machen. Bewerbungen konnten gleich an den Ständen abgegeben werden.

Bereits in der Lehre ist Erik Kanzler. In der Hand hält er ein Plastikröhrchen, in dem hellgraue, kieselgroße Körner eingeschlossen sind. Kanzler lernt den Beruf des Mechatronikers bei der Brandenburger Urstromquelle. Der Auszubildende weiß auch, was in dem Röhrchen steckt. „Das ist PET-Granulat“, erklärt er. „PET“ oder auch Polyethylenterephthalat – der Grundstoff, aus dem die Flaschen bestehen. Ab Werk wird nicht nur befüllt, die Flaschen werden auch gleich vor Ort hergestellt. Das gelieferte Granulat wird dabei eingeschmolzen und in Form gegossen. Auf vielen Mineralwasserflaschen landet dann das Etikett „Baruther Urstromquelle.“ Das sind am Tag bis zu fünf Millionen 0,5 und 1,5 Liter PET-Flaschen, abgefüllt von sieben Abfüllanlagen. Die Produkte werden automatisch in Hochregallager sortiert, in denen 65 000 Paletten Platz finden.

Vieles, was „Made in Baruth“ ist, wird in alle Welt exportiert. „Wir liefern nach Japan, China und Korea“, sagt Robert Wilhelm. Er arbeitet für das Unternehmen Klenk, das Holz verarbeitet und zuschneidet. Paletten oder schon fertige Dachstühle stehen im Programm. „Wir verwenden 95 Prozent Kiefernholz“, sagt er. Zumeist stamme das aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern. Es sei bei der Verwendung von Holz aus der nahen Umgebung auch einmal vorgekommen, dass eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg in einen Stamm eingewachsen gewesen sei. Um die Stämme bearbeiten zu können, werden sie nach Güte sortiert und dann getrocknet. „In 36 Trockenkammern wird warme Luft eingeführt“, so Wilhelm. Pro Zentimeter Holzstärke müsse man mit einer Woche Lagerung rechnen. Der Mindestdurchmesser, der bearbeitet wird, liegt bei 50 cm. Die Rinden gehen an Biokraftanlagen zur Energiegewinnung, die Holzspäne per Förderband zur Firma Pfleiderer, die Restholz bearbeitet. Dabei werden Holzfaserplatten für Fußböden, Türen, Möbel, Leisten und Paneele hergestellt. Aus Baruth kommen auch die Schiffskabinen der AIDA, denn Pfleiderer ist auch im Innenausbau tätig.

Auch die Classen-Gruppe ist in Baruth ansässig. Sie stellt Laminatböden her und wendet in Baruth ein patentiertes Verfahren an, das „Liquid Laminate Technology“ genannt wird. Seit 2003 ist auch Katz Biotech in Baruth tätig. Auf 4500 Quadratmetern werden hier Nützlinge gegen Schädlingsbefall gezüchtet.

Von Krischan Orth

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