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Einbruch in Igelstation: 25 Tiere verschwunden

Königs Wusterhausen Einbruch in Igelstation: 25 Tiere verschwunden

Dieser Einbruch macht viele Schüler aus Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) unendlich traurig. Unbekannte sind dort in eine Igelstation eingebrochen. Seitdem werden 25 Tiere vermisst. Sie haben wahrscheinlich das Weite gesucht. Es nicht das erste Mal, das Einbrecher die Igelstation heimgesucht haben.

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Siebtklässler Steve und Lehrerin Britta Herter mit der herausgerissenen Tür der Igelstation.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. Die Igelstation an der Herder-Oberschule in Königs Wusterhausen hat fast keine Igel mehr. Die Tiere entwischten nach einem Einbruch in der Nacht zu Sonnabend. Die Täter hatten eine Tür des Geheges herausgerissen. Die Schüler, die sich seit Monaten rührend um die Tiere kümmerten, reagierten geschockt und traurig. „Wer das macht, ist dumm und hat kein Herz für die Natur“, sagte Siebtklässler Steve am Montag.

Er half mit bei der Suche nach den entlaufenen Igeln auf dem Gelände der Baumschule und in der Umgebung. Aber die Schüler konnten nur einen kleinen Ausreißer wiederfinden. 23 Igel, schätzt die Lehrerin und Leiterin der Umweltgruppe Waldies, Britta Herter, sind weg. Der einzige Trost: sie geht davon aus, dass den Tieren nichts passiert ist. Die Täter hatten es nicht auf sie abgesehen. Sie brachen in einen Lagerraum ein, vor dem die Igel-Gehege stehen. Die Eingangstür hielt stand, sie wurde aber so sehr beschädigt, dass sie sich nicht mehr öffnen lässt. Durch ein Fenster gelangten die Einbrecher ins Innere des Gebäudes, wo sie unter anderem das Mobiltelefon der Waldies klauten.

Schon häufiger waren Randalierer in der Igelstation

Britta Herter hat in den zurückliegenden Jahren schon einige Verwüstungen erlebt. Erst im Juli hatten Randalierer in der Waldschule viel Schaden angerichtet, der noch gar nicht vollständig repariert ist. „Langsam ist das Maß voll“, sagt die engagierte Lehrerin. Sie klingt angesichts der neuen Attacke resigniert.

Vor allem tut es ihr Leid um all jene, die ihre Igel im Frühjahr wieder abholen wollten. Die hilflosen Igel, meist Jungtiere, werden vor dem Winter in der Station abgegeben. Dort werden sie betreut und versorgt. Viele wollen die Igel, die sie gefunden haben, im Frühjahr nach Hause in den Garten holen, berichtet Britta Herter. Noch mindestens einen Monat sollten die Tiere in der Station bleiben. Traurig werden wahrscheinlich auch die Berliner Oberschüler sein, die am Donnerstag zum Besuch erwartet werden. Sie hatten im Internet von der Königs-Wusterhausener Igelstation gelesen, sammelten Spenden. Britta Herter und die Waldies luden sie deshalb ein.

Zahlreiche Einbrüche in der Region

Der Einbruch in der Igelstation war kein Einzelfall. Im benachbarten Klub des Stadtjugendringes versuchten Unbekannte ebenfalls, einzubrechen. Das schafften sie aber nicht. Eine Tür wurde beschädigt, Lampen wurden abgerissen. Aus einem Firmenlager in der Kästnerstraße wurden in der Nacht zum Sonntag Werkzeuge im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen. Aus einer öffentlichen Einrichtung in der Bahnhopfstraße wurden 13 Laptops gestohlen.

Von Frank Pawlowski

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