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Dahme-Spreewald Einmal um die ganze Welt
Lokales Dahme-Spreewald Einmal um die ganze Welt
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16:38 26.07.2013
Hart am Wind: Die Yacht „Polaris“ bei einem Törn auf hoher See. Quelle: Teamgeist
Kolberg

"Jan ist der richtige Mann dafür", lobt der Blossiner Michael Haufe den Skipper. Haufe ist Geschäftsführer der in Kolberg ansässigen Teamgeist GmbH. Schäper gehört zu seinem Team. Als der junge Berliner Haufe Interesse an dem Abenteuer Weltumsegelung signalisierte, holte ihn der Chef mit ins Vorbereitungsboot.

"Auszeit vom Alltag" heißt das Teamgeist-Projekt, an dem beide rund drei Jahre lang hart arbeiteten. "Auf der Ostseeinsel Fehmarn haben wir im Winter ein Boot von der Stange in eine weltumsegelungstaugliche Yacht umgebaut", sagt Schäper. Nun sorgt beispielsweise eine Meerwasser-Entsalzungsanlage an Bord dafür, dass sich die Weltumsegler wenigstens alle zwei Tage mit Süßwasser abduschen oder ihre verschwitzten Sachen waschen können. "Das", so Haufe, "ist Lebensqualität an Bord, wenn man wie eine Weltraumstation weit von jeglicher Zivilisation entfernt ist."

Weltumsegeler Jan Schäper, York Schiller, Michael Haufe (v. l.). Quelle: Frank Pechhold

Darauf lassen sich Mitsegler aus Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland ein: vom Studenten bis zum Rentner. Der Startschuss für die Weltumsegelung fällt am 8.August auf der "Hanse Sail" in Rostock-Warnemünde. In 40bis zu einem Vierteljahr langen Etappen segelt die 15Meter lange Yacht mit wechselnden Besatzungen bis September 2015 einmal um den Globus und damit über alle drei Ozeane.

Die erste Etappe dauert acht Tage und führt von Warnemünde nach London. Mit Jan Schäper segeln zwei Männer aus Berlin und Potsdam und eine in Frankreich lebende Deutsche. Das Quartett möchte sich gemeinsam den Wind um die Nase wehen lassen, den Wellen trotzen und die Weltmeere bereisen. Auf diese Crew und alle folgenden warten ein Hauch von Abenteuer und viel Arbeit. "Gedanken an einen Kluburlaub mit Vollpension sollte man möglichst schon vorher über Bord werfen", rät Schäper. Vielmehr sei Teamgeist gefragt. Bei Zwischenstopps in Häfen und Buchten muss sich die ganze Besatzung darum kümmern, was wirklich wichtig ist und sie am Leben erhält: das Schiff und die Nahrung. Einkäufe werden in Geschäften oder auf Märkten erledigt. "Je nachdem, wo wir gerade anlegen oder ankern", so Schäper. Gekocht wird auf dem Boot. "Vielleicht fühlt sich manchmal sogar jemand dazu berufen, der Hobby-Koch an Bord zu sein und verpflegt die ganze Mannschaft."

Eine Woche kurz bis zu einem Vierteljahr lang sind die Etappen der Segel-Welttour. Quelle: York Schiller

Für Schäper ist es "die größte Herausforderung, die Leute zusammenzuhalten und jeden Tag zu begeistern." Besonders wenn man fünf, sechs Tage oder eine Woche lang kein Land sieht. "Aber da gibt es immer etwas zu tun": Navigieren, Logbuch führen, kleinere Reparaturen erledigen...

"Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen", nimmt Schäper weiter Kurs auf die Weltumsegelung. Zurzeit löst er seine Wohnung auf und lagert alle Möbel woanders ein. Bis Anfang März 2014 hat er das Kommando auf der "Polaris". Dann löst ihn Michael Haufe in der Karibik ab. Auf den Galapagos-Inseln geht der Königs-Wusterhausener York Schiller an Bord. Der Inhaber einer Werbeagentur freut sich auf faszinierende Tauchgänge, seltene Tiere und Pflanzen. "Die großen Schildkröten auf Galapagos möchte ich einmal in meinem Leben aus der Nähe sehen."

Von Frank Pechhold

LIVE DABEI IM INTERNET

Wer nicht bei der Weltumsegelung dabei sein kann, der kann die Ereignisse an Bord der „Polaris“ im Internet in Echtzeit verfolgen. Eine Karte auf www.espoto.com zeigt die aktuelle Position der Yacht. Via Facebook, Twitter und Youtube soll es persönliche Erfahrungsberichte und einen Austausch mit den Zuschauern geben. Weiter ist eine große elektronische Schnitzeljagd geplant. Zum Mitmachen gibt es eine App, die man kostenlos downloaden kann. Mehr Informationen unter www.espotoworldtour.com.

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