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Einnahmeverluste im „Wildorado“

Wildau Einnahmeverluste im „Wildorado“

Erst fielen die Fliesen von der Wand, dann machten die Umkleideschränke Probleme: Das Wildauer Sport- und Freizeitzentrum „Wildorado“ wurde in diesem Jahr generalüberholt. Das war dringend nötig, teuer und obendrein ärgerlich für die Badegäste – und die blieben dem Bad in den vergangenen Monaten weitgehend fern.

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Nach fünf Monaten Sperrung können im Variobecken ab November wieder Aquakurse stattfinden.

Quelle: MAZ

Wildau. Aufatmen im „Wildorado“: Nachdem bekannt geworden war, dass die Teilsanierung des Wildauer Sport- und Freizeitzentrums teurer wird als geplant, haben die Stadtverordneten die Mehrkosten am Dienstagabend mit großer Mehrheit bewilligt. Vor allem Wildorado-Chef Klaus-Dieter Kurrat zeigte sich erleichtert über die Entscheidung: „Das ist die Grundvoraussetzung, damit wir die Maßnahmen beenden können und unser schönes Freizeitzentrum im Herzen Wildaus wieder vollumfänglich in Betrieb gehen kann.“

Insgesamt sind die Kosten für die Sanierungsarbeiten um 130 000 Euro von den ursprünglich veranschlagten 970  000 Euro auf 1,1 Millionen Euro gestiegen. Dies geht aus der Schlussrechnung hervor, die Kämmerer Marc Anders zuvor sämtlichen Gremien vorgelegt hatte (die MAZ berichtete). Am teuersten war demnach das neue Schließsystems. Die elektronischen Schlösser in den Umkleideschränken schlugen mit knapp 30 000 Euro zu Buche. Ein einheitliches Schließsystem für das gesamte Objekt war längst überfällig. Während im Wellnessbereich bereits 2007 schlüssellose Elektro-Schlösser eingebaut worden waren, musste man in den Umkleiden im Sportbereich noch Ein-Euro-Münzen einwerfen, um die Schränke abschließen zu können. Das Chlorwasser hatte die Schlösser über die Jahre zerfressen. Die Mehrkosten setzen sich zudem aus einem Gutachten zur Fassade, Malerarbeiten und zusätzlichem Material durch veränderte Vorschriften bei der Dicke von Farbanstrichen am Dach und den Schutzklassen einer Rauchabzugsanlage an der Fassade zusammen.

Variobecken noch immer außer Betrieb

Nicht inbegriffen ist die andauernde Instandsetzung des „Variobeckens“. Das etwa acht mal 15 Meter lange höhenveränderliche Becken samt Whirlpool sorgt seit Jahren für Ärger. Nur knapp drei Jahre nach der Eröffnung lösten sich schon die ersten Fliesen von der Beckenwand. Schuld ist ein Materialfehler. Knapp vier Monate dauerte die Fehleranalyse. Mittlerweile wird die Wanne neu abgedichtet und verfließt. „Wir sind guter Dinge, dass wir das Becken Ende Oktober wieder in Betrieb nehmen können“, bestätigte Kämmerer Anders. Es wird höchste Zeit. Das seit fast fünf Monaten für den Badebetrieb gesperrte Becken hat laut Wildorado-Chef Kurrat zu „empfindlichen Einnahmeeinbußen“ geführt. Wie hoch diese sind, wollte Kurrat nicht sagen. Die Stadt hat die Schäden am Variobecken zwar rechtzeitig angezeigt und sich mit den seinerzeit am Bau beteiligten Firmen auf eine Kostenteilung geeinigt. Noch liegt die Schlussrechnung zwar nicht vor. Angesichts der langwierigen Fehlersuche ist aber abzusehen, dass die Stadt für die Beckensanierung erneut tief ins Stadtsäckel greifen muss. Der Gesamtanbau samt Becken hatte 2007 mehr als elf Millionen Euro gekostet.

Von Josefine Sack

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