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Dahme-Spreewald Einsatz für den Zeesener See
Lokales Dahme-Spreewald Einsatz für den Zeesener See
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00:18 12.03.2016
Die Schüler der Klasse 5b freuen sich über das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Quelle: Philip Ziche
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Zeesen

Als „Unterricht einmal anders“ bezeichnet Roselinde Blum das Projekt, eine Schülerin nennt es „Unterricht in der Freiheit“. Über ein halbes Jahr lang untersuchte die Klasse 5b der Grundschule Zeesen die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Zeesener Sees. Für ihre Mühen wurden die Schüler vom Naturschutzfonds Brandenburg in Potsdam ausgezeichnet.

Alle zwei Jahre veranstaltet der Naturschutzfonds einen Wettbewerb, um Naturschutzprojekte von Kindern zu ehren. Über die Mutter eines Schülers erfuhr Roselinde Blum, die mit den damaligen Viertklässlern ohnehin im Sachunterricht das Thema „Leben am See“ besprach, von dem Wettbewerb. „Da wir ja hier einen See haben, lag es doch völlig auf der Hand, was wir machen“, sagt sie. Mit den begeisterten Schülern verbrachte sie jeden Freitag die letzten zwei Schulstunden am See, um die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten zu dokumentieren und ihren Lebensraum zu skizzieren. In elf Arbeitsgruppen nahmen sich die Schüler die unterschiedlichen Tierarten wie Insekten, Säugetiere oder Fische, aber auch die am See wachsenden Pflanzen oder das Wasser vor. Gute Kommunikation und viel Teamarbeit prägten die Arbeit der Kinder – die Gruppen forschten nicht komplett isoliert voneinander, sondern halfen sich gegenseitig. Neu entdeckte Arten wurden sofort den dafür zuständigen Schülern gemeldet, die die Tiere dann fotografierten und den Fund aufzeichneten.

Auf diese Weise entdeckten die Schüler der Klasse 5b ein breites Spektrum an Tieren, die am und im Zeesener See leben: Von Wasserkäfern über Schlangen bis hin zur Sibirischen Winterlibelle und der Bisamratte war alles vertreten. Schlechtes Wetter konnte die jungen Forscher nur bedingt aufhalten. Bei Regen wurde untersucht, ob sich die Wassertemperatur ändert und ob es mehr oder weniger Sichtungen von Tieren gab. Zwischendurch wurde aber auch mal der Computerraum der Schule zur Recherche genutzt.

Allerdings blieb es nicht bei den freitäglichen Nachmittagsstunden. Auch in den Sommerferien kümmerten sich die engagierten Schüler um ihr Projekt, forschten, untersuchten, räumten auf. Denn der Erhalt des Zeesener Sees ist ihnen wichtig: „Es kann nicht so weitergehen, dass Jugendliche ihren Dreck nicht wegräumen“, sagt ein Schüler. Ein anderer weiß zu berichten, dass regelmäßig Flaschen und Glasscherben am Ufer des Sees liegen. Die 5b hängte sogar Schilder auf, mit denen darum gebeten wurde, den See sauber zu halten. Zwar wurden diese Schilder von Unbekannten entfernt, aber das hinderte die Schüler nicht daran, weiter für die Sauberkeit an ihrem See zu kämpfen. „Wir wollen weiter dran bleiben“, sagt eine Schülerin. „Das wird nicht einfach so wegrutschen.“ Das Projekt soll an andere Schüler der Grundschule weitergetragen werden, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Zudem gibt es Überlegungen, mit einem Interessenverein zusammenzuarbeiten.

Bei der Preisverleihung im Potsdamer Naturkundemuseum gab es von Umweltstaatssekretärin Carolin Schild und Vertretern der Commerzbank den symbolischen Scheck mit dem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro und eine Urkunde. Mit dem Preisgeld möchten die Schüler ihre Abschlussfahrt im nächsten Jahr finanzieren. Wohin es gehen soll, ist noch nicht entschieden, aber in einem Punkt ist Roselinde Blum sicher: „Es wird einen Bezug zur Natur und zur Umwelt haben.“

Von Philip Ziche

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