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Jugendfeier in Zeuthen Einstieg ins Erwachsenenleben

Mehr als 130 Schüler feierten in Zeuthen ihre Jugendweihe. Mit Familie und Freunden verfolgten sie das kurzweilige Programm der Veranstaltung des Humanistischen Regionalverbandes Ostbrandenburg, der bereits seit mehr als 20 Jahren Jugendfeiern veranstaltet.

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Auf der Bühne hatten die Jugendlichen ihren großen Auftritt.

Quelle: Uta Schmidt

Zeuthen. Mit glänzenden Festkleidern, schicken Schuhen und aparten Hochsteckfrisuren zogen die Mädchen am Samstagmorgen alle Register, um sich bei den Jugendfeiern in Zeuthen von ihrer schönsten Seite zu zeigen. Und auch die Jungs hatten zu Hüten, Anzügen und Sakkos gegriffen, um zu demonstrieren: Wir sind keine Kinder mehr. „Ich feiere heute mit meiner ganzen Familie eine große Party“, sagte die 14-jährige Fabienne Krohn aus Zeuthen. Auch Lara Padszuweit und Anne Wars aus der achten Klasse des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums genossen die große Aufmerksamkeit von Verwandten und Freunden an „ihrem“ großen Tag.

Seit über 20 Jahren begleitet der Humanistische Regionalverband Ostbrandenburg Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Eine Tradition, die nichts an ihrer Attraktivität verloren hat. „Die Feiern sind der Höhepunkt einer vielfältig gestalteten Vorbereitungszeit“, berichtete Florian Noack vom Humanistischen Regionalverband. „Die Mädchen und Jungen konnten in diesem Jahr an einem Demokratiecamp im Kiez am Hölzernen See teilnehmen und bei einem Planspiel üben, wie Demokratie funktioniert. Wir haben aber auch die Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen besucht. Es gab Selbstverteidigungskurse, Gespräche zur Suchtproblematik und vieles mehr.“

Zur Jugendfeier gehörte ein buntes  Unterhaltungsprogramm.

Zur Jugendfeier gehörte ein buntes Unterhaltungsprogramm.

Quelle: Uta Schmidt

Mehr als 130 Schüler aus den Oberschulen und Gymnasien der S-Bahn-Gemeinden schlossen das mehrwöchige Projekt am Samstag mit den großen Festveranstaltungen im Zeuthener Kulturzentrum ab. Wie in den Vorjahren zeigten dabei über 30 Sänger, Tänzer und Musiker unter der Leitung von Tassilo-Elenor Ebersbach eine professionelle Live-Show, die einen Spannungsbogen von Breakdance bis Cancan, von Rock- und Popsongs bis zu gefühlvoller Lyrik zog.

Das waren auch bewegende Momente für Eltern und Großeltern. Bei mancher Mutter und Oma flossen Tränen der Rührung – vor allem beim Song „Mama, ich geh“. Dabei verteilten die „Jungen Humanisten“ Rosen an Mütter und Großmütter im Publikum als Geste des Dankeschöns. Ingrid Maschke war von der Feier sehr angetan. „Ich habe ja selbst vor 50 Jahren an der Jugendweihe teilgenommen. Deshalb war ich ganz neugierig auf die Veranstaltung“. Johanna Wagner gefiel vor allem, dass die jungen Leute so tolle Botschaften mit auf den Lebensweg bekommen. Die heißen: Macht was aus euren Leben, genießt die Liebe und haltet sie fest, stellt mal den Computer aus und geht raus.

Höhepunkt der beiden Jugendfeiern war für die Mädchen und Jungen ihr großer Auftritt auf der Bühne und der Glückwunsch zur Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen, den Schulleiter und Vertreter des Humanistischen Verbandes überbrachten. Nach der Feierstunde gab es reichlich Umarmungen, liebevolle Worte und Blumen von Verwandten und Freunden. Vor allem aber stand den Jugendlichen die Vorfreude auf Feiern mit Freunden und auf manch großartiges Geschenk ins Gesicht geschrieben.

Die Jungen Humanisten im Landkreis Dahme-Spreewald und der Humanistische Regionalverband Ostbrandenburg veranstalten am Pfingstwochenende weitere vier Jugendfeiern in Zeuthen.

Von Uta Schmidt

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