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Einstimmiges Votum im Stadtparlament

Wildauer Haushaltsplan 2016 Einstimmiges Votum im Stadtparlament

Diese Art von Einmütigkeit ist selten geworden in Wildau. Ohne jede Gegenstimme passierte der Haushaltsplan 2016 das Stadtparlament. Er sieht für den Ausbau der Infrastruktur Investitionen in Höhe von 5,6 Millionen Euro vor. Den größten Brocken bildet der weitere Ausbau der Bergstraße.

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Im Frühjahr soll im und um das Klubhaus mit der großen Steganlage wieder das Leben toben.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen der Rathausspitze und dem Stadtparlament erklärte der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke) erst Ende Oktober in der MAZ, dass „so manchem der Zusammenhalt im Ort nicht mehr so wichtig zu sein scheint.“ Ein Weckruf, der seine Wirkung offenbar nicht verfehlte. Präsentierte sich das Wildauer Stadtparlament doch in seiner jüngsten Sitzung so einmütig wie selten in den vergangenen zehn Jahren. Ausnahmslos alle Beschlüsse wurden einstimmig angenommen. Dazu gehörte sogar der in den vergangenen Jahren stets heftig umstrittene Wildauer Haushalt.

Mit diesem stellte Kämmerer Marc Anders (parteilos) nach Auffassung der meisten Abgeordneten quer durch alle Parteien „sein bisheriges Glanzstück“ vor. Musste er den Abgeordneten bei der Einführung der Doppik noch ein Haushaltsloch von 1,8 Millionen Euro „verkaufen“, so schrumpfte dies inzwischen auf lediglich 90 000 Euro. Ein für eine Kommune mit fast 10 000 Einwohnern geradezu kleiner Betrag.

Eckdaten zum Haushalt der Stadt Wildau

Gewerbesteuer: 4,7 Millionen Euro (2011: 3,8 Millionen Euro).

Anteil Einkommenssteuer : 3,3 Millionen Euro (2011: 2,3 Millionen Euro).

Personalkosten: 7,6 Millionen Euro (2011: 6,2 Millionen). Hier kommen vor allem die Tariferhöhungen bei den etwa 100 Erzieherinnen zum Tragen.

Kredite: 7,1 Millionen Euro (2011: fünf Millionen Euro).

Verschuldung pro Einwohner : 780 Euro (2011: 518 Euro).

Investitionen: knapp sechs Millionen Euro (2011: 2,5 Millionen Euro).

Abschreibungen: zwei Millionen Euro.

Rücklage Ende 2015 : voraussichtlich fünf Millionen Euro.

Zumal die Stadt im kommenden Jahr allein 5,6 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Infrastruktur investieren wird. Den seit Monaten von vielen Wildauern heiß ersehnten Höhepunkt bildet dabei die offizielle Eröffnung des Klubhauses an der Dahme. Im Frühjahr kommt dann auch der dortige neue Wasserwander-Liegeplatz mit der großen, 620 000 Euro teuren Steganlage für Boote und Fahrgastschiffe so richtig in Fahrt. Für den endgültigen Ausbau der neuen Zufahrt zum Klubhaus sowie den Zaun entlang der Kleingartenanlage sind im Haushalt 2016 noch einmal rund 165 000 Euro vorgesehen.

Den größten Brocken im Haushalt bildet mit 1,7 Millionen Euro allerdings der weitere Ausbau der Bergstraße, der sich dann von der Fichtestraße bis zum Hochschulring erstreckt. Bei optimalem Verlauf könnte die Sanierung dieser meistbefahrenen Gemeindestraße im Landkreis schon Ende 2016 abgeschlossen sein.

Volle Kraft voraus lautet die Devise auch bei der Sanierung der Sporthalle des Wildorado. Dort wird Vize-Bürgermeister Anders zufolge im nächsten Jahr möglicherweise für 2,5 Millionen Euro die komplette Rekonstruktion einschließlich der Tribünen und des Hallenbodens in Angriff genommen. Das setzt aber voraus, dass die Stadt innerhalb des neuen, insgesamt 140 Millionen Euro schweren Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes unter den Top 50 landet. „Bekommen wir von diesem Förderkuchen eine Million Euro ab, wird komplett gebaut“, sagt Anders. Wenn nicht, erhält die Sporthalle aber in jedem Fall ein neues Dach.

In Wildau sollen in den nächsten Jahren 2500 neue Mitbürger begrüßt werden. Das erfordert größere Sport- und Schulkapazitäten. Daher einigten sich die Abgeordneten in den Haushaltsberatungen, dass die ursprünglich nur für einen neuen Sportkomplex konzipierten Planungskosten von insgesamt 200 000 Euro jetzt jeweils zur Hälfte für den Ausbau der Grundschule sowie für neue Sportanlagen aufgeteilt werden.

Von Franziska Mohr

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