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Dahme-Spreewald Eklat um zerstörte Wildganseier
Lokales Dahme-Spreewald Eklat um zerstörte Wildganseier
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00:17 30.04.2017
Zerstörte Wildganseier auf der Insel am Miersdorfer See sorgen für Unmut unter den Gemeindevertretern. Quelle: Privat
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Zeuthen

Streit um zerstörte Wildganseier: In der vergangenen Woche wurde der Bademeister der Gemeinde Zeuthen von zwei Anwohnern dabei beobachtet, wie er zur Insel auf dem Miersdorfer See gefahren ist und gut zwei Dutzend Eier von Wildgänsen entfernt haben soll. Nach den Schilderungen liegt es für den Gemeindevertreter Karl Uwe Fuchs (Grüne/FDP) nahe, dass der Mitarbeiter der Gemeinde die Eier zerstörte.

Kritik an Gemeinde

„Der Bademeister soll in Rücksprache mit der Verwaltung gehandelt haben“, sagte Fuchs. Er halte diesen Vorgang für skandalös, da die Gemeinde dem ansässigen Anglerverein Fördermittel zugesprochen habe, damit der Verein Nistplätze auf der Insel anlegt.

„Das nun Mitarbeiter der Gemeinde Zeuthen diese Nistplätze betreten und darin befindliche Wildgans-Eier zerstören, macht mich fassungslos“, sagte der FDP-Politiker. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz stehe darauf eine Geldbuße von bis zu 10 000 Euro. Er erwarte eine umgehende Aufklärung von der Hauptverwaltungsbeamtin sowie eine Unterrichtung der Gemeindevertretung.

Verstoß gegen Naturschutzgesetz

„Wenn das stimmt, dann weiß ich nicht, wo wir uns hinbewegen“, sagte Nadine Selch (CDU). Es stelle sich die Frage, warum kommunale Mittel für den Naturschutz bereitgestellt werden, zugleich aber Personen von der Gemeinde beauftragt werden, an diesem Standort etwas zu zerstören. „Das ist ein klarer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Dem Fall muss nachgegangen werden“, sagte sie.

Die Naturschutzbehörde müsse eingebunden werden. „Es ist sehr traurig, dass die verantwortungsvolle Arbeit der Verwaltung durch diese Falschmeldung von einem Gemeindevertreter in schlechtes Licht gerückt wird“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Fuchs hätte sich vorher bei der Gemeinde erkundigen können.

Bürgermeisterin weist Kritik zurück

Richtig sei, dass der Bademeister und ein weiterer Mitarbeiter der Gemeinde auf dem Wasser waren, um die Badesaison vorzubereiten. „Sie wollten die Bojenstandorte klarmachen und bemerkten, dass Wasserratten die Eier der Wildgänse beschädigt haben“, sagte Burgschweiger. Sie hätten die beschädigten Eier mitgenommen, um zu verhindern, dass die Eier in den ohnehin nährstoffreichen See fallen.

Von Oliver Becker

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