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Dahme-Spreewald Schwarzfahrer und Schaumschläger
Lokales Dahme-Spreewald Schwarzfahrer und Schaumschläger
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11:34 11.08.2014
Nach drei Vorläufen entschied sich, welche sechs Teams im Finale um den Schenkenland-Pokal mitfuhren. Quelle: Heidrun Voigt
Klein Köris

Ob „Rum-Paddler“, „Schweriner Schaumschläger“, „Glücksbärchis“, „Schwarzfahrer“ oder „Spreeteufel“ – alle 49 Teams, die beim Köriser Drachenbootrennen am Sonnabend angetreten waren, hatten viel Spaß. Weit über den See schallten die Trommeln im Takt, stießen die Paddel kräftig ins Wasser. Die Anfeuerungsrufe der Besucher auf der Dampferwiese überschlugen sich.

Die Köriser Germanen gaben wie alle Mannschaften ihr Bestes. „Wir sind von Anfang an, also seit elf Jahren, dabei“, sagte Kai Thiemann, zu dessen Team insgesamt 18 Paddler und eine Trommlerin gehören. Die „Germanen Weiber“ sind eine zweite Mannschaft. „Mit unseren Frauen bilden wir manchmal ein Mixed-Team, denn nicht überall dürfen wir als reine Männermannschaft starten“, erklärte Kai Thiemann.

Die Köriser Germanen gewannen den Pokal bei den Open-Teams. Quelle: Heidrun Voigt

Schenkenland-Pokal der Open-Teams

Acht- bis zehnmal trainieren die Germanen vor einem Rennen. Im Schnitt braucht man, so Thiemann, 80 bis 90 Schläge für die 250 Meter lange Rennstrecke. Zum Training mieten sich die Köriser ein Boot. Aber auch sonst halten sie sich das ganze Jahr über fit. Wie die anderen Mannschaften hatten auch die Germanen drei Vorläufe zu absolvieren. Die zwei besten kamen in die Wertung und danach entschied es sich, welche sechs Mannschaften im Finallauf fahren. Die Germanen gehörten dazu – und holten sich am Ende bei den Open-Teams den Schenkenland-Pokal. Bei den Mixed-Teams gewannen die „OhNassis“ aus Teupitz/Schwerin. Die Sieger-Teams wurden am Abend auf der Riesen-Beachparty gefeiert.

20 Teams stammen aus Schenkenländchen

Stephan Schötz moderierte die Veranstaltung. Der Köriser erzählte, wie es zum Drachenbootrennen kam. „Die Idee entstand in meiner Familie. Wir wollten immer ein Rennen auf dem Wasser hier haben.“ Ursprünglich hatte Schötz deshalb die deutschen Wakeboard-Meisterschaften nach Köris geholt. Die dem Wasserski verwandte Sportart kam nicht so gut bei den Körisern an, deshalb rückte das Drachenbootrennen nach. „Hier finden sich alle wieder und können auch mitmachen“, betonte der Organisator. Er verwies darauf, dass mehr als 20 Teams aus dem Schenkenländchen stammen.

Gestemmt wird die Veranstaltung immer mithilfe der Leute aus dem Ort und dem Ruderverein Sparta. Marianne Spott und Rosi Pfeiffer unterstützen seit dem ersten Jahr das Rennen. Von 9.30 Uhr bis zum späten Nachmittag standen die beiden Frauen am Kuchenstand. „Wir engagieren uns hier aus Lokalpatriotismus“, sagte Marianne Spott schmunzelnd und mit sichtlicher Freude an der Arbeit.
Mit dem Erlös des Kuchenbasars wird traditionell den Teams der Teupitzer und der Köriser Grundschule die Teilnahme am Drachenbootrennen ermöglicht. Beim Wettkampf am Sonnabend traten die beiden Kindermannschaften an – die Teupitzer hatten dabei die Nase vorn.

Während manche Mannschaft wie der Potsdamer Drachenbootverein sich vor den Wettkämpfen mit Gymnastik fit machte, gingen es andere ruhiger an. Die „Schweriner Schaumschläger“ ruhten sich vor ihrem Zelt für den nächsten Einsatz aus. „Wir gehören zum Inventar, sind von Anfang an dabei“, sagte Benjamin Nitzsche vom Schaumschläger-Team.

Von Heidrun Voigt

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