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Eltern kalt erwischt von zweitägiger Kita-Schließung

Teupitz Eltern kalt erwischt von zweitägiger Kita-Schließung

Update: Die Kita in Teupitz (Dahme-Spreewald) soll ab Mittwoch wieder eingeschränkt geöffnet sein. Sie war kurzfristig für zwei Tage wegen Personalmangels geschlossen worden. Eltern wurden davon überrascht und waren entsprechend sauer. Sie mussten sehen, wo sie ihre Kinder unterbringen. Das Personalproblem besteht weiter.

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Stefanie Quante mit Sohn Paul am Montag in Königs Wusterhausen. Sie musste ihren Sohn wegen der Kitaschließung in Teupitz mit zur Arbeit nehmen.

Quelle: Frank Pawlowski

Teupitz. Teupitzer Eltern können erstmal wieder aufatmen. Die Kita ist ab Mittwoch wieder geöffnet. Allerdings weiterhin nur eingeschränkt von 7 bis 15.30 Uhr. Eine Erzieherin aus Groß Köris hilft aus, außerdem hat sich eine erkrankte Erzieherin zurückgemeldet. Das sagte Amtsdirektor Thomas Koriath am Dienstag der MAZ.

Die Kita war Montag und Dienstag geschlossen, weil Personal fehlte. Eltern kritisierten die Schließung. Laut Koriath, der Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, haben die Kita selbst am Freitag mitgeteilt, dass eine Betreuung der 75 Kinder nicht mehr möglich sei. Es waren nur noch drei der zwölf Erzieherinnen im Dienst. Daraufhin habe er die zweitägige Schließung angeordnet. „Wir konnten die Obhutspflicht für die Kinder nicht mehr gewährleisten.“ Weil Erzieherinnen dauerhaft erkrankt sind, habe er im Sommer eine zusätzliche Stelle für die Kita beantragt, sagte Koriath. Die Teupitzer Stadtverordneten hätten das aber abgelehnt (Anm: d. Red.: in einer früheren Version war versehentlich vom Amtsausschuss die Rede).

Aufgebrachte Eltern zogen zum Amtsgebäude

Aufgebrachte Eltern wollten Koriath Montagmorgen zur Rede stellen. Doch er war noch nicht im Amt. „Ich hätte gerne mit den Eltern gesprochen“, sagte Koriath nun. Mütter wie Stefanie Quante brachte die Kita-Schließung in arge Schwierigkeiten. Die Teupitzerin musste ihren Sohn Paul am Montag mit ins Büro nach Königs

Die Bekanntmachung des Amtes zur Kitaschließung

Die Bekanntmachung des Amtes zur Kitaschließung. Mitarbeiter haben es mit Ausrufezeichen und Anmerkungen versehen. 

Quelle: Privat

Wusterhausen nehmen: „Viele Eltern können das nicht.“ Sie kann nicht verstehen, warum die Kita jetzt geschlossen wurde, ohne die Möglichkeit einer Notbetreuung zu prüfen. „Am Montag waren vier Erzieherinnen da, es hätten Kinder betreut werden können“, sagte sie. Die Eltern erwarten vom Amtsdirektor jetzt Antworten darauf, wie es weiter geht. „Die Kinder brauchen eine Struktur und feste Bezugspersonen. Das ist nicht gegeben.“

Laut Koriath sei eine Notbetreuung nicht umzusetzen. Es könnte nur die Hälfte der Kinder versorgt werden. „Welchen Eltern wollen Sie sagen, dass sie ihr Kind nicht abgeben können.“ Die Besorgnis der Eltern versteht er. „An der Betroffenheit zweifelt niemand.“ Die Schließung sei aber unvermeidlich gewesen. Das sei auch im Interesse der Eltern geschehen, da ihre Kinder nicht hätten beaufsichtigt werden können.

Personalprobleme gibt es schon seit Monaten

Wegen Personalausfällen ist die Kita bereits seit Monaten nur eingeschränkt geöffnet. Einige Erzieherinnen sind dauerhaft krank, auch die Kitaleitung ist derzeit ausgefallen. Der Teupitzer Bürgermeister Dirk Schierhorn (parteilos) sagte am Montag, er sei von der Kita-Schließung ebenfalls überrascht worden. „Ich wurde vorab weder informiert noch gefragt.“ Die Eltern seien zurecht sauer. Er forderte, dass wenigstens am Dienstag eine Notbetreuung für Kinder angeboten wird. Aber das geschah nicht. „Wir sind alles andere als froh darüber, was hier abgeht“, sagte Schierhorn.

Der Amtsdirektor widersprach ihm am Dienstag. Der Bürgermeister sei Freitagnachmittag ebenso wie die Eltern über die zweitägige Schließung informiert worden. „Gefragt werden muss der ehrenamtliche Bürgermeister nicht, weil die Entscheidung über die Schließung das Amt fällen muss.“

Von Frank Pawlowski

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