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Eltern und Erzieher Seit’ an Seit’

Kita-Streik im Dahmeland Eltern und Erzieher Seit’ an Seit’

Eltern und Kita-Erzieherinnen im Streik zogen am Donnerstag in der Region von Rathaus zu Rathaus. Gemeinsam setzten sie sich dafür ein, die Streik-Forderungen durchzusetzen. Ihnen geht es um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Kitas sowie eine Erhöhung der Gehälter. Viele Erzieher wollen auch mehr als nur 30 Stunden pro Woche arbeiten.

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Eltern und Kita-Erzieher vor dem Rathaus in Zeuthen: Gemeinsam unterstützen sie den Streik, der gegenwärtig in den Kitas stattfindet.

Quelle: Andrea Müller

Zeuthen. Eltern und Kita-Erzieher aus Königs Wusterhausen, Eichwalde, Schulzendorf, Zeuthen, Bestensee und anderen Orten in der Region zogen am Donnerstag vor die Rathäuser in den Städten und Gemeinden. Sie wollten damit ein Zeichen setzen: Erzieher wie Eltern setzen sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und Gehälter in den Kindertagesstätten ein.

Beate Burgschweiger nimmt ein Plakat von den streikenden Kita-Erzieherinnen entgegen und unterstreicht, dass sie mit ihnen einer Meinung ist.

Beate Burgschweiger nimmt ein Plakat von den streikenden Kita-Erzieherinnen entgegen und unterstreicht, dass sie mit ihnen einer Meinung ist.

Quelle: Andrea Müller

In roten und leuchtend grünen Westen, mit Trillerpfeifen und Stickern sowie Ver.di-Fähnchen zogen die Streikenden unterstützt von zahlreichen Eltern auch vor das Zeuthener Rathaus. Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) ließ nicht lange auf sich warten und machte gleich zu Beginn unmissverständlich klar: „Ich unterstütze Ihr Anliegen.“ Auch ihrer Meinung nach hat sich das Berufsbild des Erziehers in den letzten Jahren gewandelt. „Die Anforderungen sind gewachsen. Die Kinder werden nicht nur betreut, sondern erzogen und gebildet“, formulierte es Burgschweiger, die sich auch als Mutter von drei Kindern – allesamt besuchten Kindereinrichtungen in Zeuthen – angesprochen fühlte. Die Bürgermeisterin will sich nun mit einem Schreiben an den Kommunalen Arbeitgeberverband wenden, um die Streikwelle schnell zu beenden, indem den Forderungen der Streikenden nachgekommen wird.

Von den Streikenden wurden noch einmal die Streikziele klar gemacht. So sollen durch die Neuregelung der Eingruppierungs-Vorschriften die Einkommen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst um bis zu zehn Prozent erhöht werden. Es soll zusätzliche Verbesserungen für die Behindertenhilfe geben ebenso wie Anerkennung aller Vollbeschäftigtenzeiten. Verbessert werden soll auch die Eingruppierung derjenigen, die nicht die formale Qualifizierung einer Erzieherin haben. Dazu gehören etwa Sozialassistenten.

Mit Sticker und Trillerpfeife ausgerüstet, zogen Eltern und Streikende  von Rathaus zu Rathaus, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Mit Sticker und Trillerpfeife ausgerüstet, zogen Eltern und Streikende von Rathaus zu Rathaus, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Quelle: Andrea Müller

Heidrun Häuft, Kita-Erzieherin in Bestensee, war es wichtig, dass die derzeit veröffentlichten Zahlen über Erzieher-Gehälter so nicht stimmen. „Das sind Gehälter bei Vollbeschäftigung“, sagte sie. Die meisten Erzieherinnen würden aber nur Verträge über 30 Stunden erhalten. Selbst bei geringen Stunden-Anhebungen gebe es harte Widerstände bei den Arbeitgebern. In konkreten Fällen sei es lediglich um die Anhebung von 30 auf 32 Stunden gegangen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die in den Medien genannten Gehälter die nach vielen Dienstjahren erreichbaren Höchststufen darstellten. „Wir müssen außerhalb unserer Arbeitszeiten unsere Arbeit vor- und nachbereiten, weil während der Arbeitszeit dafür keine Zeit mehr ist“, unterstrich Häuft. Andere anwesende Erzieher stimmten ihr sogleich zu oder applaudierten.

Michael Fürst kam mit seinem Sohn Albert zu der gemeinsamen Aktion von Eltern und Erziehern vor dem Zeuthener Rathaus. „Das Kita-Personal trägt eine hohe Verantwortung für unsere Kinder. Dafür sollten sie auch entsprechend entlohnt werden“, sagte der Vater. Sein Kleiner besucht die Kita „Kinder-Kiste“.

Von Andrea Müller

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