Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Endlich so richtig faulenzen

Ein Streifzug über den Campingplatz am Kiessee Endlich so richtig faulenzen

Selbst Ortsunkundige können den Campingplatz Kiessee am Ortsausgang Bestensee in Richtung Motzen nicht übersehen. Ein großer, gepflegter Parkplatz lädt regelrecht zum Stopp ein, ehe hinter einem großen Zaun eine freundliche Dame an der Rezeption den Gast sofort nach seinen Wünschen fragt.

Voriger Artikel
Der Funkerberg-Saal mit dem gewissen Etwas
Nächster Artikel
Eine traurige Geschichte vom Schallschutz

Jennifer David genießt auf dem Campingplatz mit ihrer Nichte Amelie und Neffe Leon das gemütliche Frühstück direkt in der Natur.

Quelle: Franziska Mohr

Bestensee. „Selbstverständlich können Sie sich hier umschauen. Ich bin mir auch ganz sicher, dass Sie bei diesem Wetter nur freundliche Menschen treffen“, schickt mich die Dame mit einem freundlichen Lächeln auf die „Reise“ auf einer der 19 Campingplätze im Dahme-Seen-Gebiet. Und tatsächlich begegnet mir mit Carmen Wilke-Prevot und Roland Wilke gleich ein freundliches Paar mittleren Alters, das hier ebenso wie viele andere Gäste schon seit vielen Jahren zu den Dauercampern gehört.

Bei den Temperaturen lässt es sich der Dauercamper Günter Petsch auf seiner Liege neben demWohnwagen so richtig gut gehen.

Quelle: Franziska Mohr

„Das Schönste am Campen ist, dass man nicht erst an der Gartenpforte klingeln muss, wenn man mal ein kleines Schwätzchen halten will“, betont Carmen Wilke-Prevot. Alles sei so ungezwungen, locker und frei. Das schätzt auch Michaela Wagner an diesem Zeltplatz, dem sie schon seit 23 Jahren die Treue hält. „Hier haben wir den sauberen Kiessee direkt vor der Nase. Auch der Service stimmt. Der Platzwart gibt sich große Mühe, um alles in Ordnung zu halten“, betont Wagner. Und die Orientierung auf dem zehn Hektar großen Areal könne sie als Berlinerin auch nicht verlieren. Schließlich trügen viele Wege so bekannte Namen, wie Kürfürstendamm, Bayrischer Platz oder Tauentzienstraße.

Die vielen Berliner Dauercamper am Bestenseer Kiessee dürften sich bei diesen Wegenamen sehr schnell orientieren können.

Quelle: Franziska Mohr

Direkt am Kiessee lässt es sich Jacqueline Cornelius mit ihrer Freundin Sandra Höhle und den Kindern Lucas, Amelie und Devin so richtig gut gehen. „Ich bin schon hier groß geworden. Meine Eltern sind seit 1992 auf diesem Campingplatz“, erzählt die junge Frau aus Königs Wusterhausen, während sich die Kinder im See tummeln. Wenige Schritte weiter hat es sich, wie Familienoberhaupt Michael David sagt, der „David-Clan“ gemütlich gemacht. Während Michael David an der neuen Küche werkelt, frühstückt Jennifer David noch mit ihrer Nichte Amelie und dem Neffen Leon. „Ich finde es schade, dass hier im Unterschied zu früher so wenig für Kinder gemacht wird. Es mangelt an Spielgeräten und einer Kindertoilette“, merkt Jennifer David kritisch an. Den Berliner Günter Petsch stört dies nicht. „Ich bin seit zehn Jahren hier und liebe es, nach Herzenslust zu faulenzen“, sagt er, streckt sich neben seinem Campingwagen auf der Liege aus und ärgert sich höchstens, dass sie nur so wenig schaukelt.

Von Franziska Mohr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg