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Energiegewinnung aus Abwasser

Klimaschutzkonzept des MAWV Energiegewinnung aus Abwasser

Künftig will der MAWV (Märkische Wasser- und Abwasserverband) die Energiegewinnung aus Abwässern forcieren. Bisher findet sie einzig am Standort des Verbandes in Schenkendorf statt, wo Büros mit Hilfe auf diese Weise gewonnener Energie gekühlt beziehungsweise geheizt werden. Nun soll die Technologie auch woanders eingesetzt werden.

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Das Bürogebäude in Schenkendorf wird derzeit gekühlt – mit Hilfe des Abwassers.

Quelle: Andrea Müller

Schenkendorf. Bei der Pressekonferenz des MAWV am Mittwoch im neuen Funktionsgebäude des Wasser- und Abwasserverbandes in Schenkendorf stellte Verbandsvorsteher Peter Sczepanski das Bestreben des MAWV vor, die Möglichkeit der Energiegewinnung aus Abwässern im gesamten Verbandsgebiet prüfen zu lassen. Schon jetzt geschehe dies in Schenkendorf. Dort laufen verschiedene Druckleitungen aus der Region zusammen. Außerdem befindet sich an diesem Standort des MAWV eine Fäkalien-Annahmestelle für die Abwässer jener Haushalte, die noch nicht an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen sind oder angeschlossen werden können.

Die in Schenkendorf ankommenden Abwässer werden über eine Druckrohrleitung zum Klärwerk Waßmannsdorf gepumpt. „Eine der zuführenden Leitungen wurde für die Nutzung der Abwasserwärme ausgewählt“, so der Verbandsvorsteher. Als Wärmeübertrager wurde ein zwanzig Meter langer Doppelrohrwärmeübertrager montiert. Auf diese Weise werden am Standort Schenkendorf pro Jahr 29 000 Kilowattstunden eingespart. Die CO 2-Einsparung betrage 6,4 Tonnen jährlich. „Das ist enorm“, kommentiert Sczepanski. Die hoch moderne Wärmeversorgung durch Abwasser komme dem Büroteil des neuen Funktionsgebäudes zugute – und zwar ganzjährig. Während im Winter damit die Räume geheizt werden, können sie jetzt bei den tropischen Temperaturen damit heruntergekühlt werden.

„Wenn das Abwasser hier in Schenkendorf ankommt, ist es noch um die 17 Grad Celsius warm“, erläutert Sczepanski. Diese Wärme wird an dieser Stelle entnommen. Anschließend sei das Wasser nur noch ein bis drei Grad kalt. Weil sich diese Technologie in Schenkendorf so bewährt, möchte der MAWV sie an weiteren Standorten anwenden. Praktiziert wird sie bereits auch in anderen Städten wie etwa Berlin oder Oldenburg. Die Technologie sei eben nur dort möglich, wo ausreichend Abwässer zusammenkommen. Gedacht werde in der Region an Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf sowie Schönefeld.

Um genau zu analysieren, wo eine Energiegewinnung aus Abwässern möglich ist, wurde nach Ausschreibung die Berliner Firma „e.qua Netzwerk für Energierückgewinnung und Ressourcenmanagement“ beauftragt, ein entsprechendes Klimaschutzteilkonzept zu erarbeiten. „Wir erwarten, dass uns dieses im kommenden Jahr vorliegt“, so Peter Sczepanski am Mittwoch bei der Pressekonferenz.

Von Andrea Müller

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