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„Enorme Steigerung zu den Vorjahren“

Weinbauverein Bestensee erwartet gutes Weinjahr „Enorme Steigerung zu den Vorjahren“

Die ersten beiden Lesen für dieses Weinjahr liegen bereits hinter den Mitgliedern des Bestenseer Weinbauvereins. Vereinsvorsitzender Herbert Krenz ist sehr zufrieden. Er erwartet in diesem Jahr hinsichtlich Menge und Qualität der Trauben eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren.

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Vereinsvorsitzender Herbert Krenz.

Quelle: Uta Schmidt

Bestensee. Zur zweiten Weinlese in diesem Jahr trafen sich kürzlich die Mitglieder des Bestenseer Weinbauvereins und Helfer auf dem Mühlenberg von Bestensee. Vereinsvorsitzender Herbert Krenz erwartet eine gute Ernte mit einer hervorragenden Qualität.

MAZ: Herr Krenz, welche Ernte konnten die Freunde des Bestenseer Weins bisher einfahren?

Herbert Krenz: Bei der zweiten Lese haben wir die Reben der roten Sorten Cabernet Cortis und Pino Tin auf zwei unserer insgesamt sechs Felder gelesen. Das waren Trauben mit einem Gesamtgewicht von 1819 Kilogramm. Der Cabernet Cortis weist dabei mit einem Öchslegrad von 92 in diesem Jahr eine sehr gute Qualität auf. Anfang September haben wir bereits aus 400 Kilogramm der Sorte „Solaris“ – mit einem Öchslegrad von 95 – insgesamt 200 Liter hervorragenden Federweißer hergestellt. Der wurde bei unserem Federweißerfest restlos ausgetrunken. 300 Besucher fanden dazu den Weg auf unseren Weinberg, um den Federweißer sowie die Auftritte von Larry Schuba und dem Männerchor Bestensee zu genießen.

Wie werden Ertrag und Qualität in diesem Jahr?

Krenz: Wir bewirtschaften einen Weinberg mit 3200 Rebstöcken. Rein rechnerisch erzeugen wir eine Flasche Wein pro Weinstock. Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 1400 Flaschen produziert, davon einen Großteil beim diesjährigen Ostermarkt angeboten. Die Nachfrage war groß. In diesem Jahr werden wir wohl eine enorme Steigerung zu den Vorjahren hinsichtlich Qualität und Menge haben.

Wie viel Arbeit ist dafür nötig?

Krenz: Das erfreuliche Ergebnis war bisher mit viel Arbeit verbunden. Im Frühjahr hatten wir schon einen intensiven Aufwuchs am Rebstock, der eine intensive Laubarbeit nötig gemacht hat. Wir mussten den Traubenbereich entblättern, damit reichlich Licht, Luft und Sonne an die Trauben kommen. Die erste Weinlese erfolgte in diesem Jahr zwei Wochen früher als im Vorjahr. Demnächst folgt die Lese bei den Weißweinsorten Johanniter und Cabernet Blanc. Das alles lässt auf ein hervorragendes Weinjahr 2015 schließen.

Was passiert eigentlich mit den geernteten Trauben?

Krenz: Die fahren wir noch am gleichen Tag nach der Lese zum Weingut Hanke nach Jessen, wo zunächst die Beeren vom Stil getrennt und verdrückt werden. Im Maischebehälter wird danach Weinzuchthefe dazugegeben, um den Gärprozess in Gang zu setzen. Zu Weihnachten können wir den Wein erstmals verkosten. Im neuen Jahr beginnt die Flaschenabfüllung. Wir etikettieren übrigens alle Flaschen von Hand. Auch unsere 156 Rebpaten, die uns seit Jahren unterstützen, können sich dann auf den Wein freuen.

Wie geht es im Oktober nach der Weinlese weiter?

Krenz: Ab Oktober wollen wir einen 150 Meter Windschutzstreifen an der westlichen Seite anlegen, um die Rebstöcke vor Frost und Wind besser zu schützen. Auch wenn wir in diesem Jahr aufgrund des milden Winters kaum Frostschäden hatten, wir wollen mit dieser Maßnahme in der Zukunft Frost und Winde von der benachbarten Feldseite minimieren. Im Oktober werden wir ebenfalls die vier Eingangstore zum Weinberg für alle Besucher schließen. Damit schließen wir auch das Wild aus. Rehen schmecken unsere Weinstöcke im Winter. Zur Wintervorbereitung gehört dann auch das Abstellen der Wasserversorgung auf dem Weinberg.


Von Uta Schmidt

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