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Dahme-Spreewald Enormer Andrang bei Schloss-Konzert
Lokales Dahme-Spreewald Enormer Andrang bei Schloss-Konzert
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19:43 26.02.2017
Gerlint Böttcher interpretierte die Stücke mit viel Gefühl und Temperament. Das Publikum war begeistert von ihrem Spiel. Quelle: Fotos: Heidrun Voigt (2)
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Königs Wusterhausen

Genau ein Jahr nach der konzertanten Verabschiedung des Schlosses Königs Wusterhausen in seine Fenstersanierung wurde am Sonnabend seine Wiedereröffnung im November mit einem Klavierkonzert gefeiert.

Der große Festsaal der Kavalierhäuser erwies sich dabei als zu klein. Der Andrang war enorm, der Saal bis auf das letzte Plätzchen belegt. Die in Frankfurt (Oder) geborene Konzertpianistin Gerlint Böttcher begann mit Ludwig van Beethovens Sonate op. 31 in Es-Dur. Kraftvoll und dennoch feinfühlig interpretierte sie die Musik, gestaltete die dynamischen Gegensätze meisterhaft. Bei Frédéric Chopins Ballade Nr. 1 in g-Moll setze sie atemberaubende, perlende Akzente und bestach durch ein leichthändiges, ausdrucksstarkes Spiel.

Zur Höchstform lief Böttcher nach der Pause auf. Franz Liszts Konzertetüde „Gnomenreigen“, Charakterstücke aus der Sammlung „Pilgerjahre“ und seine Ungarische Rhapsodie Nr. 2, cis-Moll waren zu hören. Virtuos führte Gerlint Böttcher durch die Musik, die von tiefer Dramatik bis zu anrührender Poesie reichte. Die Ungarische Rhapsodie, Liszts effektvollsten und populärsten Werk, hört man selten mit so temperamentvoll genau gezirkelten Läufen. Gerlint Böttcher demonstrierte umwerfend, dass es ein hochvirtuoses und durch seine rhythmische Energie bestechendes Bravourstück ist.

Günther Franz Kasseckert hörte seine eigenen Kompositionen – und war begeistert. Quelle: Heidrun Voigt

Für eine Überraschung sorgten die vier Kompositionen von Günther Franz Kasseckert, der auch anwesend war. Der musikliebende Psychologe erläuterte kurz seine Stücke und befand: „Bei Gerlint Böttcher sind meine Werke in den besten Händen.“ Die schlichten, schönen Kompositionen, die technisch keine Herausforderung darstellen, interpretierte die Pianistin einfühlsam und pointiert.

Nobles und brillantes Spiel

Ob beim „Ring der Dunkelheit“ oder den „Marschierenden Waldameisen“, beide aus der Sammlung „Waldfantasie“, ob bei „Nebelgestalten“ oder „Feuertanz“ – es entstanden stimmungsvolle, musikalische Bilderwelten, bei denen das Zuhören einfach Freude machte. „Vor sechs Jahren wurde die ‚Waldfantasie’ vom Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim uraufgeführt. Über das Orchester kam auch der Kontakt zu Frau Böttcher zustande“, sagte der Komponist. Er lobte die Pianistin. Sie habe beispielsweise im „Ring der Dunkelheit“ sehr gut das Trostlose herübergebracht und die Mehrstimmigkeit herausgearbeitet.

Auch das Publikum war von Böttchers noblem und brillantem Spiel begeistert. Die international bekannte Konzertpianistin, die an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin lehrt, lebt in Eichwalde. „Ich fand die „Waldameisen“ und die „Nebelgestalten“ sehr interessant. So etwas hört man nicht oft“, sagte Martina Schäfer aus Fürstenwalde. „Wir waren schon zu etlichen Schlosskonzerten und es ist immer wieder ein Erlebnis“, waren sich Heidrun und Holger Hartmann aus Berlin einig.

Das Konzert am Sonnabend war ein Sonderkonzert der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen, dessen künstlerische Leiterin Gerlint Böttcher ist, und wurde in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg durchgeführt. Veranstalter war der Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der in Berlin ansässigen Deutschen Gesellschaft.

Von Heidrun Voigt

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