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Dahme-Spreewald Entscheidung für Investition trotz diffiziler Haushaltslage
Lokales Dahme-Spreewald Entscheidung für Investition trotz diffiziler Haushaltslage
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04:35 14.11.2016
Der weitere Ausbau der als Literatur- und Begegnungszentrum genutzten ehemaligen Märkisch Buchholzer Schule kann nun beginnen. Quelle: Foto: K. Grunow
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Märkisch Buchholz

Große Erleichterung in Märkisch Buchholz: Die weitere Sanierung der ehemaligen Schule, deren Erdgeschoss bereits 2012 zum Literatur- und Begegnungszentrum „Franz Fühmann“ ausgebaut werden konnte, kann nun begonnen werden. „Wir gehen davon aus, dass alles im nächsten Jahr realisiert werden kann“, erklärt die ehrenamtliche Bürgermeisterin Bianca Urban (Buchholz: offen und bunt). Das lange geplante Vorhaben stand zuletzt auf der Kippe, da die Haushaltssituation der kleinen Stadt desolat ist.

460 000 Euro Fördermittel

Doch nun wurde gemeinsam mit den Fachleuten der Verwaltung des Amtes Schenkenländchen noch mal intensiv gerechnet und geprüft. „Es ist tatsächlich möglich, dass wir den Eigenanteil ohne Kredit aufbringen können“, freut sich Urban. Eine feste Zusage für Gelder aus dem EU-Förderprogramm Leader gibt es nämlich bereits. 460 000 Euro erhält die Stadt für das Umbau- und Ausbauprojekt, das ursprünglich mit rund 800 000 Euro taxiert worden war. Als im Frühjahr die Zusage über die Fördermittel kam, drohte der Stadt aber mittlerweile die vorläufige Haushaltsführung. Trotzdem haben es die Stadtverordneten nun geschafft, in weitestgehender Einigkeit Beschlüsse zu fassen, die dem Bauprojekt und weiteren künftigen Haushaltsplanungen entgegenkommen.

Investition in Marktplatz ab 2020

Es werden Sparmaßnahmen bei der Unterhaltung kommunaler Gebäude und Grundstücke greifen, andere Investitionsvorhaben müssen verschoben werden. „Die zweite große Investition, den Marktplatz, können wir hoffentlich ab 2020 angehen“, so Urban. Erzielt werden sollen Mehreinnahmen für die Stadt unter anderem durch erhöhten Holzeinschlag. Steuersätze sollen auf den Landesdurchschnitt angehoben werden.

Litbeg ist Herzkammer von Märkisch Buchholz

Das „Litbeg“, wie das Literatur- und Begegnungszentrum von jedem genannt wird, ist so etwas wie die Herzkammer von Märkisch Buchholz. Hier trifft man sich zum Büchertausch, zu kulturellen Abenden, hier tagen die Stadtverordneten. Erinnert wird nicht nur im Namen an den Dichter Franz Fühmann; in dem Bau ist ein kleiner Gedenkort für ihn entstanden. Denn von 1959 bis zu seinem Todesjahr 1984 lebte und arbeitete er in Märkisch Buchholz; sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Stadt. Als Schule wurde das markante Gebäude bis 2003 genutzt. Viele der Ortsansässigen haben also ganz persönliche Erinnerungen daran, sind hier als Schüler auch dem Schriftsteller Fühmann begegnet, der häufiger den Kindern dort vorlas.

Sitzungsraum im Obergeschoss

In der oberen Etage, die nun ausgebaut werden kann, soll ein richtiger Sitzungsraum entstehen, Idee ist außerdem, ein historisches Klassenzimmer einzurichten. Neben Arbeiten an Fassade und Dach müssen auch die Außenanlagen gestaltet werden. Auch der Jugendclub, der derzeit in einem Gebäude auf dem Hof untergebracht ist, soll hier einziehen können.

Dach ist nicht mehr in Ordnung

Bianca Urban stellt auch klar, dass ohnehin in absehbarer Zeit größere Investitionen an dem Gebäude nötig geworden wären. Das Dach ist nicht mehr in Ordnung. Nur zu einem späteren Zeitpunkt hätte es eben kein Anrecht auf Fördergelder mehr gegeben. Die ersten Ausschreibungsergebnisse für die Arbeiten am Litbeg liegen bereits vor. „Diese lagen unter den Schätzungen“, so Bianca Urban.

Antrag auf Sonderunterstützung

Eine Chance gibt es übrigens noch, dass die Stadt den Eigenanteil für die Sanierung nicht oder nur teilweise aufbringen muss: Laut Brandenburger Finanzausgleichsgesetz können einer haushaltsmäßig angeschlagenen Kommune wie Märkisch Buchholz besondere Bedarfszuweisungen gewährt werden. Dass ein entsprechender Antrag gestellt werden soll, entschieden die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig.

Von Karen Grunow

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