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Dahme-Spreewald Entscheidung zur alten Feuerwache im Dezember
Lokales Dahme-Spreewald Entscheidung zur alten Feuerwache im Dezember
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00:19 01.12.2017
Die alte Feuerwache Mittenwalde im Mittenwalder Stadtzentrum. Quelle: Frank Pawlowski
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Mittenwalde

Schön sieht sie nicht mehr aus, die ehemalige Mittenwalder Feuerwehrwache am Stadthausplatz. Zwischen den sanierten Häusern drumherum wirkt sie wie ein Fremdkörper – trotzdem ist sie ein Zeugnis der Stadtgeschichte. Ortsvorsteher Dirk Knuth (CDU) glaubt, dass dieses Stück Geschichte bald verschwinden wird. „Ich befürchte, dass der Abriss kurz bevor steht. So ist es auch anderen historischen Gebäuden der Stadt schon ergangen“, sagt er.

Verblasste Inschrift am Gebäude. Hier hatt die Freiwillige Feuerwehr Mittenwalde ihren Sitz. Quelle: Frank Pawlowski

Allerdings hofft er immer noch, dass der Wache dieses Schicksal erspart bleibt. Das Haus, vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, steht seit langem leer, verfällt zusehends. Der Mittenwalder Stadtrat hatte sich im vorigen Jahr für den Erhalt ausgesprochen, allerdings unter der Bedingung, dass ein Feuerwehrverein das Gebäude vor dem Verfall bewahrt. Das ist nicht gelungen. „Der Verein trägt schon die Kosten zur Instandhaltung der historischen Technik, das sind mehrere tausend Euro im Jahr. Das Gebäude zu erhalten, schaffen wir einfach nicht“, sagt Dirk Knuth.

Domizil für den Mittenwalder Feuerwehrschatz

Eigentlich sollte die alte Wache einmal den Mittenwalder Feuerwehr-Schatz beherbergen. Eine Pferdespritze von 1890 und ein noch fahrtüchtiges Mercedes-Löschfahrzeug von 1928, Typ Mittenwalde, letzteres ist laut Knuth deutschlandweit eine absolute Rarität. Es gibt auch noch jeweils die Anhänger zu den historischen Gefährten, die in Scheunen untergestellt sind. „Wenn wir die Fahrzeuge zeigen könnten, wäre das touristisch und für die Mittenwalder ein Gewinn“, meint der Ortsvorsteher. Mehr als 1000 Unterschriften sind für den Erhalt der alten Wache gesammelt worden. Es gibt einstimmige Beschlüsse des Ortsbeirates dazu. All das würde mit einem Abriss ignoriert, so Knuth.

Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus am Stadthausplatz in Mittenwalde wurde vermutliche Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Es ist mehrmals umgebaut worden, steht deshalb nicht unter Denkmalsschutz. Ortsvorsteher Dirk Knuth will den drohenden Abriss dennoch verhindern. Denn die Wache könnte den Mittenwalder Feuerwehrschatz beherbergen: Eine Pferdespritze von 1890 und ein Mercedes-Löschfahrzeug von 1926, Typ Mittenwalde – das letzte erhaltene Exemplar deutschlandweit. Für den Bilderbogen hat Dirk Knuth einige historische Fotos der Wache herausgesucht.

Eigentümer des Gebäudes ist die Mittenwalder Wohnungsbaugesellschaft. Deren Geschäftsführer Gerhard Woltering sagte am Montag der MAZ, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung würden am 13. Dezember über die Zukunft des Hauses beraten. „Wenn sich ein Verein findet, der in der Lage ist, es herzurichten, kann es stehen bleiben. Wenn nicht, wird man es abreißen müssen.“ Der Platz könne gestaltet werden, der Blick auf Salzmarkt würde frei sein. Für das Stadtbild wäre das ein Gewinn, findet Woltering. Er verweist darauf, dass der Abriss im Sanierungsplan für die Altstadt ursprünglich vorgesehen war. Mit Rücksicht auf die Interessen des Feuerwehrvereins sei darauf aber verzichtet worden.

Bürgermeisterin: Kein überstürzter Abriss

Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) will sich derzeit zu Einzelheiten nicht öffentlich äußern. „Wir sind im engen Gespräch mit dem Feuerwehrverein und den Fraktionschefs. Aber niemand muss sich Sorgen machen, dass wir das Haus überstürzt abreißen“, sagte sie der MAZ.

Von Frank Pawlowski

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