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Dahme-Spreewald Erdaustausch am Schulzendorfer Dreieck
Lokales Dahme-Spreewald Erdaustausch am Schulzendorfer Dreieck
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00:25 08.06.2015
Bagger schaufeln am Schulzendorfer Dreieck die Erde zu riesigen Haufen. Quelle: Andrea Müller
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Schulzendorf

Nach der Rodung des Waldes auf dem Schulzendorfer Dreieck wird jetzt die Erde für die künftige Erweiterung des neuen Ortszentrums ausgetauscht. Schon bald soll der Bau der Fundamente für die Gebäude beginnen. Entstehen werden an diesem Ort drei neue Einzelhandelsgeschäfte.

In langer Reihe stehen die Laster auf der Ernst-Thälmann-Straße in Höhe des neuen Ortszentrums. Ihre Blinker warnen die Autofahrer, die sich mit ihren Fahrzeugen an ihnen vorbeischlängeln müssen. Die Lkw fahren die Erde weg, die die Bagger auf dem Schulzendorfer Dreieck zu riesigen Erdhaufen zusammengeschaufelt haben. Andere Laster bringen Erde. „Wir werden hier zwischen 5000 und 8000 Kubikmeter Erde austauschen“, so der Eigentümer Gerhard Köhne. Dies sei notwendig, um die Fundamente für die Gebäude der geplanten Einzelhandelseinrichtungen zu errichten. Mit dem jetzigen Boden sei eine notwendige Verdichtung nicht gegeben.

Asbest beseitigt

Vor einigen Wochen war dort Asbest gefunden worden. Daraufhin hatte der Landkreis Dahme-Spreewald die Forst und zwei weitere Eigentümer des Grundstücks aufgefordert, den gesundheitsschädigenden Asbest-Müll aufzusammeln und selbstständig zu entsorgen. Kreis-Pressesprecherin Heidrun Schaaf auf Anfrage der MAZ: „Wir haben von allen die Rückmeldung bekommen, dass entsprechend gehandelt worden sei.“ Zuvor waren Mitarbeiter des Landkreises mehrmals vor Ort gewesen, um die Funde in Augenschein zu nehmen. Dass es sich bei den Stückchen um Asbest gehandelt hat, war im Labor bestätigt worden. Deswegen auch die Anweisung des Landkreises bezüglich der sorgfältigen Entsorgung.

Riesige Staubwolken werden bei den Erdarbeiten durch die Bagger aufgewirbelt. Quelle: Andrea Müller

Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) hat Kenntnis von diesen Vorgängen, weiß aber auch von der Historie des Grundstücks, das in der Vergangenheit nur allzu gern von Schulzendorfern zur illegalen Entsorgung von eigenem Müll genutzt worden sei. „In dem Zusammenhang könnte auch der Asbest in den Wald und auf die spätere Baustelle gelangt sein“, mutmaßt er. Zudem verweist er darauf, dass von den gefundenen Asbest-Stücken keine Gefahr ausgegangen sei, solange sie nicht weiter verarbeitet worden wären. Er selbst habe erst Kenntnis von dem Fund erhalten, nachdem die Polizei auf ihn zugekommen sei. Der Bürger, der den Fund angezeigt habe, hatte sich zuvor nicht an die Gemeinde gewandt.

2000 Quadratmeter mehr Verkaufsfläche

Für Köhne ist die Angelegenheit erledigt. Der Bauherr schaut nach vorn in die Zukunft. Am 26. Juni will er den ersten Spatenstich mit Gästen feiern. Bis dahin sollen die vielen Lastkraftwagen, die täglich wegen der Erde vom und zum Schulzendorfer Dreieck fahren, der Vergangenheit angehören. Wenn dann erst die Fundamente errichtet sind, stünden bald auch die Gebäude. 2000 Quadratmeter neue Gewerbefläche kommen zu dem bereits bestehenden neuen Einkaufszentrum am Rathaus. Aldi soll nach der Fertigstellung in ein neues Gebäude auf dem Schulzendorfer Dreieck ziehen. Edeka hat vor, die dann frei werdende Verkaufsfläche des alten Aldi-Marktes zu übernehmen und so den eigenen Supermarkt zu erweitern. Neu hinzu kommen auf dem Dreieck zudem Filialen der Drogerie-Kette Rossmann sowie von Getränke-Hoffman.

Schon im Spätherbst dieses Jahres könnte in den neuen Einzelhandelseinrichtungen eingekauft werden – vorausgesetzt, es läuft weiter alles nach Plan.

Von Andrea Müller

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