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Dahme-Spreewald Erhöhte Uran-Werte im Trinkwasser
Lokales Dahme-Spreewald Erhöhte Uran-Werte im Trinkwasser
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17:22 15.08.2014
Die Uran-Werte im Wasser rund um Königs Wusterhausen sind für den Menschen noch unbedenklich. Quelle: dpa
Königs Wusterhausen

„Einwandfreies Trinkwasser in der Region bereitzustellen, wird immer aufwendiger,“ so lautet ein erstes Fazit von Peter Sczepanski, der im Januar die Funktion des Verbandsvorstehers des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes (MAWV) übernahm. Die sprichwörtlichen Alarmglocken schrillten bei ihm in jüngster Zeit gleich mehrfach. So wurden jetzt am Eingang zum Wasserwerk in Wildau erhöhte Uran-Konzentrationen gemessen. Sie liegen zwar noch unter den gesetzlichen Grenzwerten, dennoch sieht der MAWV Handlungsbedarf.

Versteppte Rieselfelder als Ursache für freigesetztes Uran

„Die höheren Werte stammen aus Algerien“, berichtet Sczepanski den verdutzten Journalisten auf einer Pressekonferenz. Die DDR habe einst für die Produktion des beliebten Waschmittels Spee von dort Phosphat eingeführt, in dem auch geringe Mengen Uran gebunden waren. Die Abwässer seien auf die Rieselfelder gefahren worden, die – jetzt längst außer Betrieb – zunehmend versteppten, sodass das Uran freigesetzt werde. Unter den Rieselfeldern fließt in 20 bis 40 Metern Tiefe Grundwasser in Richtung Wildau. Dort steigen die Uranwerte.

Verband erwägt Einbau zusätzlicher Reinigungsstufen

„Noch ist das dortige Trinkwasser für den menschlichen Organismus völlig unbedenklich“, beruhigt der Verbandsvorsteher aufgeregte Gemüter. Dennoch entschloss sich der MAWV, die Leistung des Wildauer Wasserwerks auf ein absolutes Minimum herunterzufahren oder möglicherweise gar komplett abzuschalten. Die dortigen Abwehrbrunnen sind aktiviert. In Absprache mit Fachinstituten erwägt der Verband jetzt den Einbau zusätzlicher Reinigungsstufen im Wildauer Wasserwerk an der Dorfaue.

„Wie schon in vielen anderen Teilen dieser Welt ist hochwertiges Trinkwasser auch im Dahmeland keine Selbstverständlichkeit mehr“, betont Sczepanski und verweist darauf, dass das Wasserwerk in Bestensee schon im vorigen Jahr stillgelegt wurde. Erst 2000 komplett modernisiert, enthielt das dort geförderte Grundwasser so viele organische Substanzen, dass das Wasserwerk jetzt nur noch abgerissen werden kann. Über mögliche Ursachen – zu viel einst verwandter Dünger oder Tierrückstände – kann der Verbandsvorsteher nur spekulieren.

Wasserwerk in Eichwalde bereitet Sorgen

Sorgen bereitet dem MAWV auch, dass selbst in seinem größten Wasserwerk in Eichwalde, in dem täglich um die 10.000 Kubikmeter Trinkwasser produziert werden, das Risiko gewachsen ist. Grund dafür ist das Gelände des einstigen Reifenwerks in Schmöckwitz. Beim dortigen Großbrand 2009 gelangten Chemikalien in den Untergrund, die sich zunehmend bemerkbar machen. Außerdem fanden sich Überreste von etwa 150 ausgeschlachteten Pkw. Der MAWV erstattete Anzeige und richtete im Wasserwerk Eichwalde ein zusätzliches Monitoring ein. Von dort werden dem Verband jetzt täglich brandaktuelle Daten geliefert. Glücklicherweise verfügt der MAWV aber in Wernsdorf noch über ein Grundwasserschutzgebiet, in dem schon in der DDR Brunnen gebohrt wurden. Notfalls müsse, so Sczepanski, eine Verbundleitung nach Eichwalde gezogen werden.

Von Franziska Mohr

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