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Erinnerungen für Jugend wach halten

Groß Köris Erinnerungen für Jugend wach halten

Noch bis zum 19. Juli ist in der Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris die Wanderausstellung „Den Blick gegen das Vergessen gerichtet“ zu sehen. Thema ist die Relevanz von Kriegsgräberstätten für Jugendliche von heute.

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Zoe, Saskia und Jasmin (v.l.) im Gespräch mit Steffi Lehmann.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Groß Köris. Kriegsgräberstätten sollen jungen Menschen zeigen, was der Krieg macht, aber auch ein Ort der Ruhe und Erinnerung sein, erklärte Hans-Joachim Reiner, Schulleiter der Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris am Dienstag zur Eröffnung der Wanderausstellung „Den Blick gegen das Vergessen richten“.

Schüler der 7. bis 9. Klassen erlebten eine eindrucksvolle Stunde. Zeitzeugin Steffi Lehmann aus Groß Köris erzählte mit bewegenden Worten von der Suche nach dem Ort, wo ihr Vater 1943 gefallen war. Ein Brief, den er an seine damals dreijährige Tochter schrieb, ist das Einzige, was von ihm geblieben ist. Lehmann appellierte an ihre Zuhörer, nicht zu vergessen, was passiert ist. „Wenn junge Menschen sich damit befassen, wird es nicht wieder passieren“, sagte Steffi Lehmann.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Deutsche Gesellschaft organisierte im Oktober 2008 in Kaminke auf Usedom eine internationale Jugendbegegnung. Die Teilnehmer kamen aus Frankreich, Polen und Deutschland. Eine Woche lang beschäftigten sie sich intensiv mit der Geschichte von Kriegsgräberstätten in Deutschland und Polen. Ihre Impressionen und Reflexionen setzen sie in Foto- und Textwerkstätten unter fachkundiger Anleitung um. Es entstanden beeindruckende, sensible Fotografien und Texte. Sie waren die Grundlage für die Wanderausstellung, deren zentrales Thema die Relevanz von Kriegsgräberstätten für Jugendliche heute, deren Reflexion und die Auseinandersetzung mit dieser Art Erinnerungskultur ist.

Info: Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Juli während der Schulzeit und am 16. Juli zum Hoffest von 9.30 bis 12.30 Uhr zu besichtigen.

Von Gerlinde Irmscher

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