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Erneute Standortdebatte

Gasförderung in Märkisch Buchholz Erneute Standortdebatte

Die Stadtverordneten in Märkisch Buchholz haben den zweiten Teil der Bürgerbefragung zur Gasförderung ausgewertet. Nun wird erneut über die Möglichkeit diskutiert, Gasförderung und -aufbereitung an einem Ort – dann nicht mehr auf Flächen der Stadt – zu konzentrieren

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Gunnar Heyne, Geschäftsführer des Naturparks.

Quelle: Karen Grunow

Märkisch Buchholz. In einer eigens einberufenen Sitzung werteten die Märkisch Buchholzer Stadtverordneten der Fraktion von Heimatverein, „Buchholz: offen und bunt“ und der SPD sowie der Fraktion der Einzelkandidaten und der freiwilligen Feuerwehr die Einwohnerbefragung zu den Gasförder- und Gasaufbereitungsplänen in Märkisch Buchholz aus. Dabei ging es um die zahlreichen Anmerkungen, welche viele der insgesamt 413 Umfrage-Teilnehmer auf den Befragungsbögen hinterlassen hatten. „Das sind Dinge, die man ernst nehmen muss“, sagte der Stadtverordnete Torsten Woitke (Heimatverein).

Kritik wurde geäußert an der Wahl des Standortes für die Gasaufbereitung im geplanten Gewerbegebiet direkt am Ortsrand. Neben der großen Angst vor Havarien befürchten viele Märkisch Buchholzer Verschmutzung des Grundwassers, zusätzliche Lärm- und Lichtbelästigungen und zunehmenden Lastverkehr. Sorgen, die in den vergangenen Monaten auch bei den Informationsveranstaltungen der sich gegen die Pläne des Unternehmens Engie wehrenden Bürgerinitiative „Bürger in Bewegung“ und bei den regelmäßigen Sitzungen der Stadtverordneten angesprochen wurden. „Weder das Angebot an Arbeitsplätzen im sehr geringen Umfang noch die eventuellen Steuereinnahmen rechtfertigen einen solchen Eingriff in die Natur“, lautete eine der Bemerkungen.

Kritisiert wurde auch die Umfrage selbst sowie die Arbeit der mehrheitlich den Engie-Plänen zustimmenden Stadtverordneten. „Sie sollten bitte die Ängste bedenken, aber auch das Beste für alle herausholen“, äußerte sich eine zur Sitzung geladene Einwohnerin nach dem Verlesen aller Anmerkungen. „Gefördert wird – mit oder ohne uns“, stellte ein anderer die rechtliche Lage klar. Einzig die Gasaufbereitung sei noch zu verhindern. Umso wichtiger sei es, dass die Stadt die Möglichkeit, dem Unternehmen Engie für die geplante Anlage besondere Auflagen zu erteilen, nicht aufgebe. Das jedoch würde passieren, wenn Engie statt im Gewerbegebiet, dessen Flächen der Stadt gehören, direkt an der Förderstelle das Gas aufbereiten würde. Bürgermeisterin Bianca Urban (Buchholz: offen und bunt), der am 22. November wegen ihrer Haltung für die Gasaufbereitung ein Abwahl-Termin bevorsteht, will dennoch neuerlich prüfen, ob das nicht eine Alternative sein kann. Das Areal um die Förderstelle liegt allerdings mitten im Landschaftsschutzgebiet (LSG), auch für den Standort im Gewerbegebiet müsste ein Teilstück aus diesem ausgegliedert werden.

Zum ersten Mal äußerte sich nun auch Gunnar Heyne, der Geschäftsführer des Naturparks Dahme-Heideseen, zum Engie-Projekt: „Wir sind ergebnisoffen. Weil wir Risiken, aber auch Chancen sehen.“ Aber er betonte auch, dass sich eine Industrieanlage nun mal nicht mit einem LSG vereinbare. Er wird auch Mitglied der Jury für den von Engie geplanten Architekturwettbewerb für die Anlage werden. Mehrfach sagte Angelika Seidenmann vom brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, der entscheidenden Behörde, dass es eine Bürgerbeteiligung im Verfahren geben wird. Sie versprach, dass das Bergamt Fachfragen aus der Umfrage beantworten werde.

Von Karen Grunow

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