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Erntedankfest mit XXL-Exponaten

Niederlehme Erntedankfest mit XXL-Exponaten

Kürbisse und Zucchini in vielen Formen und Größen konnten Besucher beim Erntedankfest in der Gartenkolonie „Inselblick“ in Niederlehme bewundern. Die Kleingärtner traten mit Gewächsen aus ihren Gärten gegeneinander an und suchten das jeweils stattlichste Gemüse.

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Gewissenhaft wurden die Kürbisse und Zucchini ausgewogen.

Quelle: Uta Schmidt

Niederlehme. Kürbisse und Zucchini im XXL-Format, Kartoffeln in unterschiedlichsten Farben und Formen, malerische Äpfel und Karotten: gärtnerischer Fleiß, Sonne und Regen sowie Züchterglück bescherten den rund 200 Mitgliedern aus der Gartenkolonie „Inselblick“ auf dem Niederlehmer Werder in diesem Jahr eine guten Ertrag bei ihren bunten Gartenfrüchten. Am Samstag zeigten die Laubenpieper bei ihrem traditionellen Erntefest ihre eindrucksvollsten Exemplare bei einer Schau der Giganten.

„Ich bin in diesem Jahr erstmals mit Kürbissen der Sorte ‚Zucca tonda die Napoli‘ dabei. Die Samen habe ich aus dem Urlaub in Italien mitgebracht“, so Dieter Schulz zu seinen Exponaten. Annett Baum beteiligte sich an der farbenfrohen Obst- und Gemüseschau mit vier großen Zucchini, die jeweils über fünf Kilo auf die Waage bringen sollten. „Zucchini wachsen bei mir einfach großartig. Für große Kürbisse würde mir aber der Platz im Garten fehlen. Außerdem kann man Zucchini das ganze Jahr vom Frühsommer bis zum Herbst ernten“, erklärte die Kleingärtnerin. Und Ramona Schwanebeck vom Vereinsvorstand ergänzte: „Das diesjährige Gartenjahr war eigentlich recht durchwachsen. Das Frühjahr war zu trocken, der Sommer sehr feucht. Trotzdem hatte ich eine gute Kartoffelernte: 100 Kilo nur bei den roten und gelben Sorten“.

Festlich geschmückte Anlage

Auch wenn der Gästetrubel beim diesjährigen Erntefest in der Gartensparte auf der Insel zwischen Dahme und Möllenzug aufgrund des feuchten Oktoberstarts nicht ganz so groß wie in den Vorjahren war, der Spaß in der festlich geschmückten „Inselblick“-Anlage war es allemal. „Wir vergeben wieder tolle Preise in den Kategorien Kürbisse, Zucchini, ausgefallene Ernten und kreatives Gestalten“, kündigte Vereinsvorsitzender Holger Neujahr an. Berechtigte Hoffnung auf den ersten Platz im Kürbis-Wettstreit durfte sich Torsten Töpfer mit einem 133-Kilo-Exemplar machen. Vor zwei Jahren brachte eine gigantische Frucht aus seinem Garten sogar 153 Kilogramm auf die Waage. Das Nachsehen hatte bei der diesjährigen, zehnten Meisterschaft der Vorjahreserste und Gartennachbar Wolf-Rüdiger Weber.

Neben der Preisverleihung konnten sich die „Inselblicker“ und ihre Gäste wieder auf ein großes Herbstfest mit Tombola und Tanz freuen. Holger Neujahr hatte noch eine Überraschung für seinen Gartenverein im Gepäck: Eine neue Vereinsfahne in den Farben Gelb-Weiß-Grün, mit den Wappen des Vereins sowie der Länder Berlin und Brandenburg. Auf der Rückseite prangte eine grafische Darstellung der Gartenanlage mit der Aufschrift „Der größte Fisch zwischen Dahme und Möllenzugsee“. „Mit der neuen Vereinsfahne bereiten wir uns schon auf das 30-jährige Bestehen unserer Anlage im nächsten Jahr vor. Fest steht schon, dass wir die Niederlehmer Bürger wieder zu einem großen Fest einladen werden“, so der Vorsitzende.

Erfolgreiche Naturschutzarbeit

Immer mehr in das Augenmerk der Kleingärtner rücken das naturgemäße Gärtnern und ein umweltbewusstes Leben nicht nur auf der „Scholle“. Derzeit gestalten die Naturfreunde ein etwa 250 Quadratmeter großes Schaubiotop mit einem Naturlehrpfad für Amphibien und Lurche, der der Umweltbildung von Kindern dienen soll.

Wolfgang Sieber vom Sprecherrat der sieben Kleingartenvereine mit nahezu 1000 Kleingärten in Niederlehme verwies auf eine über 20-jährige, erfolgreiche Naturschutzarbeit der Laubenpieper auf dem Niederlehmer Werder. „Wir haben hier viele seltene und schützenswerte Tiere. Amphibien ebenso wie Rast- und Brutvögel, darunter Drosselrohrsänger und Pirol“, so Sieber. Ein Vorhaben ist die langfristige Umwandlung des Weidenbestandes in Kopfweiden. Und angesichts von immer mehr Wildschweinen und Waschbären würde ebenso die Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter an Bedeutung gewinnen.

Von Uta Schmidt

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