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Erster Spatenstich zum Bau des Radeweges

Wernsdorf Erster Spatenstich zum Bau des Radeweges

Zur Freude der Wernsdorfer wurde am Dienstagvormittag nach jahrelangen Bemühungen endlich der erste Spatenstich für den kreisübergreifenden Radweg von Wernsdorf nach Neu Zittau vollzogen. Dieses Ereignis wollte auch die brandenburgische Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) nicht verpassen.

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Bürgermeister Lutz Franzke (SPD), Ministerin Kathrin Schneider (SPD) und der Wernsdorfer Ortsvorsteher Volker Born (FDP) (v.l.) beim ersten Spatenstich für den Radweg in Wernsdorf.

Quelle: Franziska Mohr

Wernsdorf. Eigentlich bedurfte es am Dienstagvormittag keiner Worte bezüglich des 2,4 Kilometer langen Radweges zwischen dem Königs-Wusterhausener Ortsteil Wernsdorf und der Gemeinde Gosen-Neu-Zittau. Unablässig brausten Laster, Pkw und Radfahrer an der Gruppe um die brandenburgische Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) vorbei, die mit dem Königs-Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) unweit vom Oder-Spree-Kanal den ersten Spatenstich für den kreisübergreifenden Radweg vollzog.

Ein Teil der kurzen Reden der Ministerin sowie des Bürgermeisters gingen im Verkehrslärm schlichtweg unter. Kein Wunder bei durchschnittlich mehr als 6000 Fahrzeugen täglich. Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Die Mehrheit der hier versammelten Wernsdorfer war einfach nur froh, dass dieser Radweg nach Fahrrad-Demos und weit über 900 Protest-Unterschriften nun gebaut wird.

Zwei Schritte nach vorn

„Mehr als 20 Jahre habe ich mich kommunalpolitisch für diesen Radweg eingesetzt. Da ist man beim Baustart einfach nur glücklich“, sagte die ehemalige Wernsdorfer Ortsvorsteherin Irene Welski (Linke). Ihrem Nachfolger Volker Born (FDP) ging es nicht anders, als er der Ministerin als Willkommensgruß einen Blumenstrauß überreichte. „Für unseren Ort bedeutet dieser Radweg nicht nur einen, sondern zwei Schritte nach vorn“, sagte Born. Im Ort fehle es an Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten sowie einer Bankfiliale. Diesbezüglich seien die Wernsdorfer auf die Nachbargemeinde angewiesen. Außerdem besuchen etwa 35 Wernsdorfer Kinder und Jugendliche die weiterführenden Schulen im Nachbarkreis, unter anderem in Erkner.

„Neben dem Alltagsverkehr ist der Radweg auch für den Tourismus bedeutsam“, betonte die Ministerin. Damit werde das Bindeglied für den Dahme-Radweg durch Königs Wusterhausen sowie das Radwegenetz zwischen Schmöckwitz, Müggelheim und Rahnsdorf geschlossen. Außerdem gäbe es dann sowohl eine direkte Verbindung zum Europa-Radweg durch Erkner als auch zum Spree-Radweg über die Gemeinde Gosen-Neu Zittau.

Bis Ende Dezember fertig

Die Kosten für das Bauprojekt, bei dem 1859 Meter in Wernsdorf und 578 Meter im Amt Spreenhagen liegen, betragen 850 000 Euro. Die Stadt Königs Wusterhausen stellt dafür 561 000 Euro bereit. 75 Prozent der Kosten fördert das Land Brandenburg. Innerorts wird der Radweg mit Betonsteinen gepflastert. Ursprünglich war eine Bauzeit von acht Monaten vorgesehen. Die Mitarbeiter der Firma Matthäi sind allerdings optimistisch, dass der Radweg durch einen verstärkten Technikeinsatz bereits Ende Dezember fertig sein könnte. Vorausgesetzt, die Witterung spielt mit.

Für Pedalritter hielt der Bürgermeister bei diesem Spatenstich aber noch weitere frohe Botschaften bereit. Er informierte, dass voraussichtlich in 14 Tagen auch der Baustart für den Radweg in Körbiskrug von der Schranke bis zum Ortsausgang Zeesen erfolgt. Außerdem wird Franzke zufolge in der Stadtverwaltung fieberhaft an den Vorbereitungen für ein modernes Fahrrad-Parkhaus mit über 500 Stellplätzen links neben dem neuen Bahnhofseingang in Königs Wusterhausen gearbeitet.

Bis 2020 soll das neue Mobilitätskonzept im Bahnhofsumfeld einschließlich Car-Sharing auch durch ein Pkw-Parkhaus ergänzt werden. Franzke zufolge stellt das Land Brandenburg diesbezüglich bereits eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro in Aussicht.

Von Franziska Mohr

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