Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Ersttmal einen Runden Tisch
Lokales Dahme-Spreewald Ersttmal einen Runden Tisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 14.09.2015
Geht es nach Bürgermeister Markus Mücke, sollen künftig Flüchtlinge im alten Rathaus untergebracht werden. Quelle: Foto: Andrea Müller
Anzeige
Schulzendorf

Die nächste Sitzung der Schulzendorfer Gemeindevertretung ist am 16. September. Wichtiges Thema wird die Unterbringung von Flüchtlingen im Ort sein. Grüne und Linke bringen jeweils Beschlussanträge ein zur Schaffung eines runden Tisches zu diesem Thema, während Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) möchte, dass die Gemeindevertreter Farbe bekennen. Sofort. Er schlägt in einem Beschlussantrag vor, das alte Rathaus in der Otto-Krien-Straße für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.

Doch in der Vergangenheit schieden sich in der Gemeinde die Geister darüber. In den Diskussionen in den Ausschüssen, aber auch in der Gemeindevertretung wurde klar, dass einige das Gefühl haben, es würde über ihre Köpfe hinweg entschieden. Gleiches hört man aus der Bevölkerung. Andreas Körner (Grüne) fasste dies bei der jüngsten Zusammenkunft des Hauptausschusses noch einmal zusammen. Vor allem die stetig steigenden Zahlen hätten die Menschen verunsichert. Zunächst hätte man von 40 Personen gesprochen, die in Schulzendorf unterkommen müssen, dann seien es immer mehr geworden. Zum Schluss sei von über 100 die Rede gewesen. „Die Entwicklung hat sich aber deutlich verschärft“, sagt Körner. Der Landkreis sei in der Not, Menschen unterzubringen. Er sei deshalb der Meinung, dass das alte Rathaus geeignet ist, 35 bis 50 Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben. „Beim runden Tisch könnten wir die Einzelheiten und Modalitäten genau besprechen“, schlug er vor. Hans-Georg Bäumer (Linke) will sich indes nicht vom Druck des Landkreises tragen lassen. Für ihn ginge es mit dem runden Tisch und der Entscheidung über ein bestimmtes Gebäude um eine mittelfristige Entscheidung, nicht um eine kurzfristige. Herbert Burmeister (Linke) unterstrich, dass man sich einig geworden sei, die Bürger zu beteiligen an solcher Entscheidung. „Und das geht nur mit der Einrichtung eines runden Tisches“, sagte er. Gerade vor dem Hintergrund dessen, was in Massow passiert sei, als ein junger Mann mit Pfefferspray auf die Flüchtlinge im Heim losging, sei das enorm wichtig.

Welches Tempo vom runden Tisch eingeschlagen werde, hänge von ihnen selbst ab. Joachim Kolberg (CDU) stellte klar, dass er überhaupt an einem runden Tisch nur teilnehmen werde, wenn das Ergebnis offen sei und nicht bereits vorher feststehe, dass das alte Rathaus Flüchtlingsheim werden soll.

Für Bürgermeister Mücke dauert dies alles deutlich zu lange. Deswegen nun sein Vorstoß mit dem Beschlussentwurf zur Nutzung des alten Verwaltungsgebäudes in der Otto-Krien-Straße. „Der Landrat hat in einigen Gesprächen mit dem Bürgermeister eine Entscheidung angemahnt“, heißt es in der Vorlage. „Mit diesem Beschluss trifft die Gemeindevertretung eine grundsätzliche Entscheidung über die Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen und dafür das Grundstück in der Otto-Krien-Straße 26 zu nutzen“, heißt es weiter.

Von Andrea Müller

Polizei A10 südlicher Berliner Ring - Umgekippter Pkw sorgt für Riesen-Stau

Ein umgekipptes Auto mit Anhänger hat am Freitagmorgen für einen langen Stau auf dem südlichen Berliner Ring zwischen Genshagen und Rangsdorf gesorgt. Erst gegen Mittag war die Autobahn wieder frei.

11.09.2015
Fahrradtourismus in Brandenburg - Er ist Brandenburgs schrillster Fahrradfahrer

Didi Senft, genannt Didi the Devil, war der Schrecken der Tour de France 1993. Auch heute noch heizt er Fahrradfahrern aller Nationalitäten in seinem Teufelskostüm ein. Doch das ist noch nicht alles: Im Storkower Ortsteil Neu Boston betreibt er ein Museum für Fahrradkuriositäten.

11.09.2015
Dahme-Spreewald 300 Jahre Baruther Glashütte - Großes Jubiläum im Glasbläser-Dorf

Im kommenden Jahr wird das Museumsdorf Baruther Glashütte 300 Jahre alt. Zum Festjahr bereitet der neu gegründete Freundeskreis der Gewerbetreibenden und der Museums- und Kunstverein Glashütte ein umfangreiches Festprogramm vor, mit dem sich das Glasbläser-Dorf bekannter machen möchten.

14.09.2015
Anzeige