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Ersttmal einen Runden Tisch

Willkommenskultur für Asylsuchende Ersttmal einen Runden Tisch

Bei der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung bringen Linke und Grüne einen Beschluss zur Schaffung eines Rundes Tisches in Sachen Flüchtlings-Unterbringung in Schulzendorf ein. Doch die Zeit drängt angesichts der vielen Hilfesuchenden. Bürgermeister Mücke will darum handeln und bringt einen Antrag zur Nutzung des alten Rathauses ein.

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Geht es nach Bürgermeister Markus Mücke, sollen künftig Flüchtlinge im alten Rathaus untergebracht werden.

Quelle: Foto: Andrea Müller

Schulzendorf. Die nächste Sitzung der Schulzendorfer Gemeindevertretung ist am 16. September. Wichtiges Thema wird die Unterbringung von Flüchtlingen im Ort sein. Grüne und Linke bringen jeweils Beschlussanträge ein zur Schaffung eines runden Tisches zu diesem Thema, während Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) möchte, dass die Gemeindevertreter Farbe bekennen. Sofort. Er schlägt in einem Beschlussantrag vor, das alte Rathaus in der Otto-Krien-Straße für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.

Doch in der Vergangenheit schieden sich in der Gemeinde die Geister darüber. In den Diskussionen in den Ausschüssen, aber auch in der Gemeindevertretung wurde klar, dass einige das Gefühl haben, es würde über ihre Köpfe hinweg entschieden. Gleiches hört man aus der Bevölkerung. Andreas Körner (Grüne) fasste dies bei der jüngsten Zusammenkunft des Hauptausschusses noch einmal zusammen. Vor allem die stetig steigenden Zahlen hätten die Menschen verunsichert. Zunächst hätte man von 40 Personen gesprochen, die in Schulzendorf unterkommen müssen, dann seien es immer mehr geworden. Zum Schluss sei von über 100 die Rede gewesen. „Die Entwicklung hat sich aber deutlich verschärft“, sagt Körner. Der Landkreis sei in der Not, Menschen unterzubringen. Er sei deshalb der Meinung, dass das alte Rathaus geeignet ist, 35 bis 50 Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben. „Beim runden Tisch könnten wir die Einzelheiten und Modalitäten genau besprechen“, schlug er vor. Hans-Georg Bäumer (Linke) will sich indes nicht vom Druck des Landkreises tragen lassen. Für ihn ginge es mit dem runden Tisch und der Entscheidung über ein bestimmtes Gebäude um eine mittelfristige Entscheidung, nicht um eine kurzfristige. Herbert Burmeister (Linke) unterstrich, dass man sich einig geworden sei, die Bürger zu beteiligen an solcher Entscheidung. „Und das geht nur mit der Einrichtung eines runden Tisches“, sagte er. Gerade vor dem Hintergrund dessen, was in Massow passiert sei, als ein junger Mann mit Pfefferspray auf die Flüchtlinge im Heim losging, sei das enorm wichtig.

Welches Tempo vom runden Tisch eingeschlagen werde, hänge von ihnen selbst ab. Joachim Kolberg (CDU) stellte klar, dass er überhaupt an einem runden Tisch nur teilnehmen werde, wenn das Ergebnis offen sei und nicht bereits vorher feststehe, dass das alte Rathaus Flüchtlingsheim werden soll.

Für Bürgermeister Mücke dauert dies alles deutlich zu lange. Deswegen nun sein Vorstoß mit dem Beschlussentwurf zur Nutzung des alten Verwaltungsgebäudes in der Otto-Krien-Straße. „Der Landrat hat in einigen Gesprächen mit dem Bürgermeister eine Entscheidung angemahnt“, heißt es in der Vorlage. „Mit diesem Beschluss trifft die Gemeindevertretung eine grundsätzliche Entscheidung über die Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen und dafür das Grundstück in der Otto-Krien-Straße 26 zu nutzen“, heißt es weiter.

Von Andrea Müller

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