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„Es liegt ein großes Stück Arbeit vor uns“

Königs Wusterhausener Ortsvorsteherin Elke Voigt im MAZ-Gespräch „Es liegt ein großes Stück Arbeit vor uns“

In der Kernstadt von Königs Wusterhausen müssen die Anstrengungen beim Ausbau der sozialen Infrastruktur verstärkt werden. Das betrifft den Bau zusätzlicher Kita-Plätze ebenso wie eine Erweiterung der Grundschul-Kapazitäten. Diese Auffassung jedenfalls vertritt Ortsvorsteherin Elke Voigt (SPD) im Interview.

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Elke Voigt (SPD) leitet seit knapp zwei Jahren den Ortsbeirat in der Kernstadt Königs Wusterhausen.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. In der mehr als 17 500 Einwohner zählenden Kernstadt Königs Wusterhausen besteht erst seit knapp zwei Jahren ein Ortsbeirat. Über seine Arbeit gibt Ortsvorsteherin Elke Voigt (SPD) Auskunft.


MAZ:
Hat sich der erst nach der jüngsten Kommunalwahl eingerichtete Ortsbeirat bewährt?

Elke Voigt : In jedem Fall. Das eröffnet die Chance, die in der Kernstadt anstehenden Probleme vor der großen Sitzung im Stadtparlament eingehend zu beraten. Zugleich würde ich mir aber wünschen, dass die Bürger noch öfter die Chance nutzen, mit dem Ortsbeirat direkt ins Gespräch zu kommen. Dieser kurze Draht könnte manches erleichtern.

Wo sehen Sie augenblicklich die drängendsten Probleme?

Voigt: In der Kernstadt werden dringend zusätzliche Kita-Plätze benötigt. Der seit Jahren heftig diskutierte Neubau der Integrationskita „Spielspaß“ in der Rosa-Luxemburg-Straße muss endlich Fahrt aufnehmen, wobei über den bloßen Ersatz hinaus noch zusätzliche Plätze entstehen müssen. Auch in der Erich-Kästner-Grundschule wird es nicht zuletzt aufgrund der Aufnahme von Flüchtlingskindern derzeit verdammt eng. Wir haben also nicht nur ein Schulproblem in den drei Ortsteilen Zeesen, Senzig und Zernsdorf, sondern zunehmend auch in der Kernstadt.

Jetzt wurde eine Studie für die Entwicklung des Neubaugebietes rund um den Dahmetreff in Auftrag gegeben. Welche Impulse erwarten Sie diesbezüglich?

Voigt : Auf dieser Seite des in die Jahre gekommenen Neubaugebietes benötigen wir mehr Angebote für Jugendliche, für Familien und für Senioren. Außer dem beengten Jugendzimmer im Dahmetreff und dem kleinen Familienzentrum im Schenkendorfer Flur können wir den Bürgern dort nichts anbieten. Es ist daher zu überlegen, ob wir den Bau der Integrationskita mit einer Art Familienladen verbinden können. Zumal mit der Awo ohnehin schon ein leistungsfähiger Partner mit im Boot sitzt. An diesem vielen Familien bereits vertrauten Ort könnten doch auch Angebote für Eltern im Babyjahr oder auch ein Familienbrunch am Sonntag unterbreitet werden. Die finanziellen Zwänge sollten uns nicht dazu verleiten, diesen für die nächsten 30 oder 40 Jahre gedachten Neubau konzeptionell zu eng anzugehen.

Mit dem Abriss des alten Rathauses und dem Einzug der Drogeriekette Rossmann stehen auch Veränderungen direkt in der Innenstadt an. Wie wollen Sie die Diskussion über das Einzelhandelskonzept der Stadt angehen?

Voigt : Bei diesen Beratungen müssen endlich auch die Ortsteile einbezogen werden. Die Käseglocke über der Bahnhofstraße bringt die Stadt insgesamt nicht weiter. Auch die Fertigstellung von Kaufland an der Wiesenstraße wird die Innenstadt verändern. Es ist auch endlich Klarheit über die Zukunft des Bauernkaufhauses geboten. Bezüglich der Innenstadt liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns.

Aber ist nicht auch beim Wohnungsbau ein dickes Brett zu bohren?

Voigt: Als Stadtverordnete sind wir hier viel zu spät aufgewacht. Die 120 Wohnungen, die unsere kommunale Gesellschaft in den nächsten Jahren im Potsdamer Ring errichtet, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Hier müssen wir gemeinsam mit den Ortsteilen auch bessere Bedingungen für private Investoren schaffen. Bezahlbare Wohnungen vor allem für alte und junge Singles sind gefragt. Zehn Euro Kaltmiete gehen aber am Bedarf vorbei. Sie sind vor allem für Alleinstehende viel zu teuer. Dieses Problem kann die Stadt jedoch nicht allein, sondern nur gemeinsam mit dem Kreis und dem Land Brandenburg angehen. Alles andere führt zwangsläufig in die Leere.


Von Franziska Mohr

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