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FSV Eintracht bekommt Kunstrasen-Platz

Königs Wusterhausen FSV Eintracht bekommt Kunstrasen-Platz

Der Sportverein FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen bekommt einen neuen Kunstrasenplatz samt Flutlichtanlage, 900 000 Euro lässt sich die Stadt das kosten. Gebaut wird im nächsten Jahr. Im Stadtrat herrschte große Einigkeit. das war auch beim Integrationskonzept so. Es gab eine kleine Überraschung.

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Der alte Acker auf dem Vereinsgelände in Zeesen hat bald ausgedient: Hier wird 2018 der Kunstrasenplatz gebaut.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Diese Nachricht wird beim Traditionsverein FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen bejubelt wie ein Tor des Teams in der Landesklasse. Die Stadt Königs Wusterhausen lässt für 900 000 Euro einen neuen, großen Kunstrasenplatz auf dem Zeesener Vereinsgelände bauen. Das Geld wird dieses Jahr im Haushalt bereitgestellt, beschloss der Stadtrat fast einstimmig. Die Fraktionen von CDU, SPD, Wir für KW/UFL, Linke und FDP/Piraten brachten den Antrag gemeinsam ein. Ganz selten ist man sich so einig.

Große Freude beim Verein

„Wir sind begeistert und mächtig stolz darauf. Das ist ein Riesenschritt für uns“, sagte Eintracht-Präsident René Tretschog am Mittwoch der MAZ. Der neue Platz macht einen ganzjährigen Trainings- und Spielbetrieb möglich. Die vorhandenen Plätze reichen dafür nicht aus oder sind veraltet. „Auch die Qualität des Trainings wird sich verbessern“, sagte Tretschog. Er rechnet es der Stadt hoch an, dass sie jetzt selbst so viel Geld zur Verfügung stellt, nachdem ein Förderantrag des Vereins im vorigen Jahr vom Land nicht berücksichtigt wurde.

Zahl der Mannschaft wird steigen

Die Eintracht ist einer der größten Sportvereine in Königs Wusterhausen mit derzeit elf Mannschaften und mehr als 200 Mitgliedern. Viele davon sind Kinder und Jugendliche, ihr Anteil beträgt 60 Prozent. Eine Studie ergab, dass der Zulauf in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Laut der Prognose werde sich die Zahl der Mannschaften auf 20 erhöhen und sich der Bedarf an Trainingszeiten von derzeit 37 auf 64 Stunden pro Woche verdoppeln. Um den Nutzungsbedarf weiterhin decken zu können und die Entwicklung des Sportvereins zu fördern, heißt es in der Studie, sei ein neuer Kunstrasenplatz mit moderner Beleuchtung „dringend notwendig“. Laut Stadtverwaltung erfolgt in diesem Jahr die Planung, 2018 soll der Platz gebaut werden.

Erstes Integrationskonzept für KW

Erstmals gibt es in Königs Wusterhausen ein Konzept zur Integration von Flüchtlingen und Migranten in der Stadt. Es wurde mit sehr großer Mehrheit im Stadtrat beschlossen. Unter dem Titel „Zusammen für Integration“ hat die zuständige Koordinatorin in der Stadtverwaltung, Janneke Stein, ein 33-seitiges Papier vorgelegt. Darin macht sie konkrete Vorschläge zur Eingliederung vom Fachkräften, Familien und Kindern, zur Zusammenarbeit mit Vereinen und Unternehmen. Knapp 91 000 Euro sind zunächst bis 2020 jährlich dafür vorgesehen. Das Konzept soll alle sechs Monate überprüft werden. Die AfD, die im Kreistag das Kreiskonzept zur Integration ablehnte, enthielt sich in Königs Wusterhausen der Stimme. „Wir sind nicht grundsätzlich dagegen. Flüchtlinge, die bleiben dürfen, müssen integriert werden“, sagte AfD-Stadtverordneter Andreas Kalbitz. Für alle anderen gelte das nicht.

Budgets für Jugend- und Seniorenbeiräte

Gestärkt haben die Stadtpolitiker die ehrenamtliche Arbeit des Jugendbeirates und des Seniorenbeirates. Beiden Gremien wurde erstmals ein jährliches Budget von je 2500 Euro zugesprochen, damit sie ihre Arbeit flexibel gestalten können, wie es in dem Beschlussantrag der SPD heißt. Das wurde einstimmig beschlossen.

Von Frank Pawlowski

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