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Dahme-Spreewald Fälle von Syphilis in Brandenburg häufen sich
Lokales Dahme-Spreewald Fälle von Syphilis in Brandenburg häufen sich
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16:32 01.02.2014
Sabine Decker informiert bei ihrem Aids-Parcours an Schulen seit langem auch über sexuell übertragbare Krankheiten. Dabei helfen die Illustrationen der Aids-Hilfe Potsdam. Quelle: Nadine Pensold
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Die Zahl der Syphilis-Fälle steigt seit Jahren in ganz Deutschland. 2013 wurde laut Robert-Koch-Institut bei 4209 Patienten in der Bundesrepublik Syphilis diagnostiziert. 60 Fälle davon betreffen Brandenburg - 2011 wurden lediglich 36 Syphilis-Erkrankungen gemeldet. "Wir merken seit Jahren den Anstieg", sagt Sabine Decker, Koordinatorin für Gesundheitsförderung des Landkreises Teltow-Fläming. "Wir gehen auch davon aus, dass andere sexuell übertragbaren Krankheiten ebenfalls zunehmen."

Durch Zahlen lässt sich das allerdings nicht belegen. Denn neben HIV und Hepatitis B ist Syphilis die einzige meldepflichtige, sexuell übertragbare Krankheit. Aus dem Alltag der Gesundheitsämter, lässt sich aber ablesen, dass auch andere Geschlechtskrankheiten wieder häufiger in der Region auftauchen. "Wir haben hier recht häufig junge Mädchen, die über wiederkehrende Harnwegsinfekte klagen. Da liegt der Verdacht auf Chlamydien nahe", berichtet Ina Rekowski, Diplom-Sozialarbeiterin beim Gesundheitsamt Dahme-Spreewald. "Auch Gonorrhö ist wieder im Kommen."

 

Eine zweite Erklärung für den Anstieg der Fallzahlen könnte die intensive Aufklärungsarbeit sein. "Wir machen stärker auf das Thema aufmerksam, sodass sich die Risikogruppen heute häufiger testen lassen als früher", sagt Ina Rekowski. Informiert wird bei Tagen der offenen Tür im Gesundheitsamt, über Broschüren, die ausgelegt werden, und über behördliche und freie Beratungsdienste.

TÜCKISCHE INFEKTIONEN

  • Syphilis wird durch spiralförmige Bakterien übertragen. Die Infektion durchläuft mehrere Stadien. Zunächst bildet sich ein kleines, hartes aber schmerzloses Geschwür an der Eintrittsstelle der Infektion. Später bilden sich am Körper Flecken und Knötchen. Oft können über Jahre hinweg keine weiteren Symptome auftreten. Im dritten Stadium bilden sich größere Knoten und Geschwüre. Im letzten Stadium können Gehirn und Nervensysteme betroffen sein. Der Erkrankte ist ein Pflegefall bis zum sicheren Tod.
  • Gonorrhö wird landläufig auch als Tripper bezeichnet und wird durch Bakterien verursacht. Es kommt zu eitrigem Ausfluss aus der Harnröhre. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann das eine Entzündung der inneren Geschlechtsorgane zur Folge haben.
  •  Chlamydien können bei Nichtbehandlung ebenfalls schwere Folgen nach sich ziehen. Die Erreger können je nach Typ zu Erblindung, Lymphknotenentzündung oder Unfruchtbarkeit führen. Letzterem geht eine Entzündung der Harnröhre und des Muttermunds voraus.
  •  Der Herpes-simplex-Virus tritt in zwei Varianten auf. Als Typ I löst Bläschen im Mundbereich aus, Typ II ist für Genitalherpes verantwortlich. Der Virus nistet sich lebenslang im menschlichen Körper ein und reaktiviert sich zum Beispiel bei Stress oder geschwächtem Immunsystem. Dann entstehen schmerzhafte Blasen an Lippen oder Geschlechtsorganen. Eine dauerhafte Heilung ist nicht möglich.
  •  Weitere Informationen gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.bvzga.de.
 

Von Nadine Pensold

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