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Fehlstart mit Happy End

Eigeninititaive in Bestensee Fehlstart mit Happy End

61 Tage sollte die Aktion von Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) dauern. 90 (Werk-) Tage werden es nun wohl werden. Inzwischen steht der Rohbau, die Dachkonstruktion liegt. Diese Woche soll die Abdeckung darauf kommen. Ab kommender Woche geht es innen weiter: Trockenbau, Elektrik, Sanitär, Heizung. Viele fleißige Helfer beteiligen sich.

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Die Hülle des Anbaus beim Sportverein Grün Weiß Union Bestensee steht. Jetzt soll es innen zügig weiter gehen.

Quelle: Andrea Müller

Bestensee. Es ist eine Frage, wie man rechnet. Im Fall des Anbaus für das Sportlerheim bei Grün Weiß Union Bestensee darf man nur die Werktage einbeziehen. Dann wäre man jetzt bei den versprochenen 61 Tagen, in denen der Anbau stehen sollte. Er steht – jedenfalls die äußere Hülle. Lediglich das Dach fehlt noch. Dann geht es an den Innenausbau.

Wenn alles fertig ist, soll der Weg vor dem Anbau gepflastert werden

Wenn alles fertig ist, soll der Weg vor dem Anbau gepflastert werden. Im hinteren Bereich wird auch wieder der Rettungsweg hergestellt.

Quelle: Andrea Müller

Der Anbau war eine Idee von Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos). Damit wollte er einerseits im Wahlkampf auf sich aufmerksam machen, andererseits aber auch etwas im Ort bewegen. Schon lange war klar, dass die Umkleidemöglichkeiten im Vereinshaus zu klein sind. Für Mädchen und Frauen gab es gar keine gesonderten Umkleidemöglichkeiten. Selbst für die Schiedsrichterinnen stellte sich das Raumproblem stets aufs Neue. Der im Goldenen Plan vorgesehene Bau scheiterte. Das Projekt fiel hinten herunter. Nun wird das Ganze eine deutliche Nummer kleiner – und beruht auf Eigeninitiative. Lediglich das Material wird nun von der Gemeinde bezahlt. Die Arbeitsleistungen erbringen die Helfer selbst. Viele im Ort haben sich gemeldet und an zahlreichen Tagen Hand angelegt. Selbst Wahlkampf-Konkurrent Thomas Irmer (SPD) kam immer wieder, um zu helfen. Jürgen Ostländer (Plan Bestensee) kritisierte das Projekt dagegen immer wieder. Er hätte es besser gefunden, die Gemeinde hätte sich weiter um Fördermittel gekümmert.

Die nächsten Schritte sind geplant

Bis zum Donnerstag lagen auf der vorbereiteten Dachkonstruktion die Latten sowie die Querlattung. Das Dach soll diese Woche noch drauf kommen. Innen wird dann ab der kommenden Woche der Trockenbau weiter gehen. Auch die Decke soll gedämmt werden. Die Elektriker werden Leitungen verlegen und die Anschlüsse an die richtigen Positionen setzen. Ebenso haben die Sanitär-Leute ihren Einsatz fest zugesagt. „Klappt das alles, kann in der übernächsten Woche mit der Installation der Heizung begonnen werden“, zeigt sich der Bürgermeister optimistisch. Er lobt das Engagement vieler Firmen. Gern hätte er allerdings gesehen, dass nicht nur die alten Hasen mitmischen, sondern auch die Jüngeren sich einbringen. Leute wie Zimmerer Mario Lenkewitz oder Heizung-Sanitär-Spezialist Alexander Neumann zählten eher zu den Ausnahmen.

Zeitplan korrigiert

Die ursprünglich versprochenen 61 Tage sind nun nicht mehr zu schaffen. „Ich hoffe, wir schaffen es in 90“, korrigiert Quasdorf den Zeitplan. Gezählt werden nun nur die Werktage. Auch wenn das Projekt einen eher unglücklichen Start hatte, weil der Initiator selbst im Urlaub war, soll es doch nun wenigstens ein glückliches Ende finden.

Von Andrea Müller

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