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Dahme-Spreewald Feilen, messen, sägen
Lokales Dahme-Spreewald Feilen, messen, sägen
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00:17 08.04.2017
Die Schüler stellten an der Werkbank kleine Namensschilder aus Metall her. Quelle: Frank Pawlowski
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Wildau

Die Namensschilder aus Metall nehmen rasch Formen an. Eifrig feilen die Mädchen und Jungen an den Kanten, sägen die kleinen Platten zurecht, die sie in die Schraubstöcke gespannt haben. Dienstag war der zweite Tag des Mini-Praktikums, das Achtklässler der Witthöft-Oberschule erstmals bei der ZAL Berlin-Brandenburg GmbH in Wildau absolvieren.

Die Azubis Adrian Prinzhausen (l.) und Marvin Lubig betreuten die Schülern und erwiesen sich als gute Ausbilder. Quelle: Frank Pawlowski

Weitere Klassen machen zur selben Zeit in der Technischen Hochschule einen Ausflug in die Welt der Wissenschaften, auch das ist eine Premiere (MAZ berichtete). Den Umgang mit der Feile kennen einige Schüler schon, aber für manche ist es eine neue Erfahrung. Laura weiß schon, dass diese Arbeit nichts für sie ist. Matthias kann sich einen Metallbauberuf durchaus vorstellen. „Wenn man gutes Geld verdient, warum nicht?“, sagt er. Ann-Kristin ist bei der Berufswahl noch unentschieden. Bei ihrem Werkstatt-Ausflug lernen die Jugendlichen außerdem Drehmaschinen und computergesteuerte CNC-Werkzeugmaschinen kennen. „Sie sollen ein Gespür für Metall bekommen“, sagt Bildungsstättenleiter Ralf Basler.

Leon, Hannes und Laura mit ihrer Eierflugmaschine. Quelle: Frank Pawlowski

Die Schüler werden von Auszubildenden betreut. Diese zeigen ihnen Handgriffe, erklären die Technik, berichten von Erfahrungen. Die ZAL setzt sie ein, weil die Schüler viel aufmerksamer sind. Marvin Lubig bestätigt das. Der 24 Jahre alte Königs-Wusterhausener macht eine Industriemechaniker-Ausbildung. „Es läuft wunderbar“, sagt er. Sein Azubi-Kollege Adrian Prinzhausen, 22 Jahre alt, nickt zustimmend. „Wir sind uns näher vom Alter, das macht viel aus.“ Aber auch für die beiden ist der Kontakt ein Gewinn. Sie können einmal in die Ausbilder-Rolle schlüpfen.

Das Unternehmen bildet in Wildau rund 60 Jugendliche im Verbund mit Unternehmen aus, außerdem werden Weiterbildungen angeboten. Die ZAL kooperiert mit mehreren Schulen. Wie kreativ die Wildauer Schüler sind, zeigten sie beim Bau von Eierflugmaschinen. Sie mussten ein Ei mit Strohhalmen und Klebeband so verpacken, dass es beim Runterfallen nicht platzt. Eltliche Eierflieger hielten. „Das war bisher die beste Quote“, staunte Ralf Balser, der die Achtklässler sehr lobte. „Sie haben super mitgemacht.“ Übrigens: Beim Feilen der Metallschilder waren die Mädchen besser als die Jungs.

Auch ihre Eierflugmaschine war top: Raphael, Justin, Erik und Philipp. Quelle: Frank Pawlowski

Von Frank Pawlowski

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