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Feuchter Keller trotz Sanierung

Land fordert Fördergeld für Halber Dorfschule zurück Feuchter Keller trotz Sanierung

Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung hat Fördergelder für die Sanierung der alten Schule in Halbe zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten allerdings liefen anders als geplant. Der frisch sanierte Keller erwies sich als feucht und unnutzbar. Nun fordert das Land 220 000 Euro von der Gemeinde Halbe zurück.

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Heute Bildungsstätte des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge.

Quelle: Foto: Grunow

Halbe. Um rund 220 000 Euro geht es. Geld, das das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung vom Amt Schenkenländchen, vielmehr der Gemeinde Halbe, zurückfordert. Diese Summe ist Teil einer Förderung, die die Gemeinde Halbe erhalten hatte, um die alte Schule des Dorfes zu sanieren, die im Sommer 2013 als Bildungsstätte und Landesgeschäftsstelle des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge eröffnet werden konnte. Insgesamt waren 1,2 Millionen Euro in Sanierung und Umbau investiert worden. EU-Fördergelder, Mittel des Landes, des Kreises und des Amtes Schenkenländchen flossen ebenso in die Baumaßnahme wie ein Eigenanteil der Gemeinde Halbe und Gelder des Volksbundes. Zum Projekt gehörte auch der Ausbau des Kellergeschosses, das unter anderem für Veranstaltungen genutzt werden sollte.

Doch kurz nach der Sanierung traten Schäden auf, der Keller erwies sich als feucht und unbenutzbar. 520 000  Euro, so wurde ermittelt, würde die neuerliche Sanierung des Kellerbereiches kosten. Diese Schadenssumme wurde bei der Versicherung des Architekten angemeldet. Doch die wird diesen Schaden nicht regulieren. Der Architekt ist insolvent. „Wir können unsere Forderung nun beim Insolvenzverwalter anmelden“, erklärt Amtsdirektor Thomas Koriath den Verfahrensweg. Allerdings ist es in solchen Fällen sehr unwahrscheinlich, die geforderte Summe tatsächlich komplett zu erhalten. Was die Rückforderung der Fördergelder angeht, so wird das letztlich über ein gerichtliches Verfahren entschieden werden. Bis es dazu kommt, können jedoch noch einige Jahre vergehen.

Mittlerweile liegen verschiedene Gutachten vor, die Beteiligten wurden zu Stellungnahmen aufgefordert. Die Frage ist nun, ob das Förderziel – die Sanierung des alten Schulgebäudes – nicht trotzdem erreicht wurde, dazu gibt es unterschiedliche Einschätzungen, denn nach der Sanierungsmaßnahme hatte es natürlich eine Bauabnahme gegeben. „Wenn wir die Ansprüche nicht durchsetzen können, bleiben die Kosten bei der Gemeinde hängen“, so Koriath.

Nichtsdestotrotz sagt Oliver Breithaupt, der Geschäftsführer des Landesverbandes, fühle sich der Volksbund als Hauptnutzer der alten Schule wohl. „Wir sind daran interessiert, in diesem Gebäude zu bleiben“, sagt er. Die nach der Sanierung aufgetretenen Schäden hätten die Arbeit des Volksbundes zwar einerseits komplizierter, andererseits aber auch konzentrierter gestaltet. „Wir haben eine Dichte geschaffen, die es uns erlaubt, um die 1000 Besucher pro Jahr hier zu empfangen“, berichtet er. „Wir sind zwar baulich nicht zufrieden, inhaltlich aber können wir sehr zufrieden sein.“ Für die Arbeit des Verbandes sei es ein Quantitäts- und Qualitätsschub, direkt in Halbe und damit in der Nähe des Waldfriedhofs, der größten Kriegsgräberstätte in Deutschland, zu sein.

Von Karen Grunow

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