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Dahme-Spreewald Feuerwehr ist gut aufgestellt
Lokales Dahme-Spreewald Feuerwehr ist gut aufgestellt
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17:38 10.04.2018
Kämmerer Marc Anders und Stadtbrandmeister René Sperling ehren den langjährigen stellvertretenden Kreisbrandmeister, Renhard Albrecht (v.l.). Quelle: Aireye

Der Weg von einer kleinen Ortsfeuerwehr zu einer der schlagkräftigsten Truppen in der Region war steinig. So stellten es die Redner auf der Jahreshauptversammlung der Wildauer Feuerwehr fest. Am Freitagabend zog Stadtbrandmeister René Sperling vor den Feuerwehrleuten, den Vertretern der Kommune, dem Feuerwehrverein sowie Gästen Jahresbilanz.

Das Einsatzaufkommen sei leicht zurückgegangen. Als größter Jahresbrocken seien die Naturkatastrophen zu nennen. Zwei Stürme und zweimal Regen im Überfluss, da sei man dann schon an technische Grenzen geraten. Insgesamt 228 Mal ist die Wehr ausgerückt – damit gab es sieben Einsätze mehr als im Rekordjahr 2015. Zwei Drittel der Einsätze beinhalteten Hilfeleistungen wie Verkehrsunfälle, Wassereinbrüche, Tierrettung und Unwettereinsätze. 70 Alarmierungen gab es wegen Bränden, 33 davon stellten sich als Fehlalarm von Brandmeldeanlagen heraus. In 34 Fällen brannte es tatsächlich.

Ein neues Tanklöschfahrzeug wurde in Betrieb genommen. Quelle: Aireye

38 Kameraden in der aktiven Einsatztruppe

Zufrieden sei man mit der personellen Aufstellung der Wehr, so Sperling. Der Weggang von insgesamt sechs Kameraden sei zwar zu verkraften, es fehlten dann aber doch ausgebildete Spezialisten. Mit fünf Frauen und 33 Männern verfüge man allerdings schon über eine taktisch ausgereifte Truppe mit einer guten Tagesbereitschaft.

Stadtjugendwart Frederik März gab einen Überblick zur erfolgreichen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt. Man sei mit den eigenen Kapazitäten an Grenzen geraten, der Zulauf hielte ungebremst an. Ursache für diese Entwicklung gegen den landesweiten Trend sei eine anhaltende, ausgewogene und durchdachte Arbeit mit dem Nachwuchs. Fast 40 Kinder und Jugendliche kämen regelmäßig zur örtlichen Feuerwehr.

Wachstum der Stadt Wildau hat aus Auswirkungen auf die Feuerwehr

Nach der obligatorischen Auszeichnung von Einsatzkräften erhielt der mittlerweile ausgeschiedene stellvertretende Kreisbrandmeister, Reinhard Albrecht, für seine 30-jährige Feuerwehrzugehörigkeit eine spezielle Anerkennung.

Bevor es zum eigentlichen Highlight des Abends gehen sollte, überbrachte der Wildauer Stadtkämmerer, Marc Anders, Grüße des erkrankten Bürgermeisters. Er mahnte auch die prognostizierte Zukunft der jungen Stadt an. Man sei in den Kapazitäten der Bevölkerung fast an räumlichen Grenzen geraten. Wildaus beengte Flächen gäben kaum noch Expansionswünschen Raum, doch halte der Zuzugstrend ungebrochen an. Bei einem Wohnraumleerstand von nahezu null Prozent sei es in absehbarer Zeit wohl kaum möglich, selbst durch weiteren Wohnungsbau Bedarf zu decken. Und wenn man es dann doch schaffe, so gelte es, auch die Leistungsfähigkeit der eigenen Feuerwehr erneut anzupassen. Das scheitere weniger an der Ausrüstung, alleine fehle es an ausgebildetem Personal. Damit rundet Anders die wenn auch geringen Sorgen der Feuerwehr ab, ohne dabei die zunehmende Aggressivität gegenüber den Einsatzkräften unerwähnt zu lassen. „Wir beobachten mit großer Sorge, wie Unbeteiligte mit Einsatzkräften umgehen“, sagte der Kämmerer.

Neues Tanklöschfahrzeug übergeben

Als Höhepunkt des Abends stand die Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeugs auf dem Programm. Für 337 000 Euro war das 4000 Liter fassende Löschfahrzeug angeschafft worden. Es decke die letzte Versorgungslücke in der Gefahrenbekämpfung der Wildauer Feuerwehr ab. Man habe sich für ein Fahrzeug des Brandenburgischen Herstellers Rosenbauer entschieden. Letztlich sei auch durch die Ortsnähe des Herstellers für mögliche Reparaturen und Wartungen wirtschaftlich interessant. Doch daran wollte am Freitagabend niemand denken, denn der Bolide startete seinen Dienst im Dunst einer Nebelmaschine. Das einzige Laute daran war die Signalanlage, sie durchschnitt wenn auch nur für sehr kurze Zeit die Stille des Abends.

„Geräte machen keine automatische Feuerwehrarbeit“ erklärte Stadtbrandmeister Sperling. Doch sei es wichtig, im Einsatzfall ohne Zeitverzögerung über die richtigen Arbeitsmittel zu verfügen. Die Ausbildung am neuen Löschfahrzeug habe begonnen, im Brandfall sei man aber jetzt schon gewappnet. Man sehe den Dingen gelassen entgegen.

Von Peter Jagst

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