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Dahme-Spreewald Feuerwehr übergibt Konzept für Alte Wache
Lokales Dahme-Spreewald Feuerwehr übergibt Konzept für Alte Wache
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14:40 11.06.2016
Wilhelm Behling (76) ist den historischen Löschzug von 1926 noch selbst bei Einsätzen gefahren. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Ein achtseitiges Nutzungskonzept für die Alte Feuerwache am Stadthausplatz übergab Sven Geiselberger von der Mittenwalder Feuerwehr am Freitag an die Stadtverwaltung. Von hier aus wird es in den nächsten Tagen an die Stadtväter weitergeleitet. Erarbeitet wurde das Konzept vom Löschzug Mittenwalde sowie dem Förderverein der Feuerwehr.

Um die Alte Feuerwache wird seit geraumer Zeit in der Stadt diskutiert. Ungewiss ist nach wie vor, ob sie abgerissen oder saniert werden soll. „Eine Entscheidung muss schnell her“, sagt Mittenwaldes amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch (parteilos). Denn bis November reiche der Mietvertrag. Zudem müssen die finanziellen Mittel, die eigentlich im Rahmen der Stadtsanierung vom Land Brandenburg für den Abriss bereitstehen, schnellstens umgewidmet werden, damit das Geld für die Renovierung genutzt werden kann. Es gehe um rund 30 000 Euro. Gebraucht wird nach ersten Schätzungen eine deutlich höhere Summe. Doch die Feuerwehrleute wollen tüchtig mit anpacken und vieles in Eigenleistung erledigen. Zudem hätten sich, so Geiselberger, bereits Unternehmen aus der Stadt gemeldet, die auch mithelfen wollen, das Gebäude zu erhalten.

Perlen der Mittenwalder Wehr sind in einer Scheune untergekommen

Das soll vor allem Heimstatt der historischen Fahrzeuge werden, die sogar bald als technische Denkmale Anerkennung finden. Dabei handelt sich vor allem um den Löschzug von Koebe/Mercedes aus dem Jahr 1926 vom Typ Mittenwalde. „Es ist das erste Fahrzeug jener Serie und zugleich das letzte, das sogar noch fahrtüchtig ist“, erklärt Dirk Knuth, Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins. „Am Donnerstag hat es erst wieder den TÜV bekommen“, so Geiselberger und Wilhelm Behling (76) fährt gekonnt aus der alten Scheune, wo die Perlen der Mittenwalder Feuerwehr untergekommen sind. „Wir haben die morschen Balken gesichert“, zeigt Geiselberger auf die marode Dachkonstruktion. Deswegen sei es ja so wichtig, dass die Alte Feuerwache saniert wird. Dann könnten hier die historischen Fahrzeuge untergestellt werden. Zugleich wären sie an einem zentralen Platz in der Stadt und könnten weiterer Anziehungspunkt für Touristen sein. Das Nutzungskonzept schlägt den schrittweisen Aus- und Umbau in einem Zeitraum von bis zu vier Jahren vor. Begonnen werden sollte mit dem Einbau der alten Holztore.

Von Andrea Müller

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