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Dahme-Spreewald Feuerwehrcamp mit den polnischen Nachbarn
Lokales Dahme-Spreewald Feuerwehrcamp mit den polnischen Nachbarn
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21:40 22.07.2016
Unter Anleitung von Josi Zierrath spürten die Kinder Gefahrenquellen im Haushalt auf. Quelle: Heidrun Voigt
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Gräbendorf

Es brennt. Durch die Kinderzimmertür dringt Rauch ein. Wie reagiere ich – Tür aufreißen und rauslaufen? Oder die Tür abdichten und die Feuerwehr anrufen sowie das Fenster öffnen und Passanten aufmerksam machen? Diese und andere brenzlige Situationen meisterten 44 Feuerwehrkids am Freitag im Floriansdorf im Kiez Frauensee hervorragend. Sie lernten, wie sie mit Gefahrensituationen umgehen müssen und erfuhren alles rund ums Thema Feuer. Die Mädchen und Jungen kamen von den Mittenwalder Jugendfeuerwehren und zwölf von der befreundeten Wehr aus der polnischen Partnerstadt Stare Miasto.

„Wir führen jährlich ein Jugendfeuerwehrcamp durch. Mit der Feuerwehr in Stare Miasto haben wir seit 2007 einen Partnerschaftsvertrag. Sie besuchen unser Camp das eine Jahr und wir das ihre im anderen“, erläuterte Stadtjugendwart Dennis Wunnicke. 15 Betreuer kümmern sich in diesem Jahr um die Kinder. Das Floriansdorf, das zum ersten Mal in das Camp einbezogen wurde, findet der Stadtjugendwart „super“.

Viele Stationen beim Besuch im Floriansdorf

In vier Gruppen zogen die Feuerwehrkids mit Kiez-Brandschutzerziehern zu den verschiedenen Stationen. Im Haus der Gefahren spielten sie die oben beschriebene Szene nach und erfuhren etwas über den sicheren Umgang mit Grill und Bügeleisen. Celine meldete sich oft und hatte immer die richtige Antwort parat. „Es ist sehr schön hier und man kann immer wieder was dazulernen“, meinte die elfjährige Ragowerin. Auch dem älteren Feuerwehrteam gefiel das Floriansdorf. „Ich war schon öfter beim Camp. Es ist immer wieder toll und heute ist es besonders cool“, sagte Leon (16). An der Station Kinderfeuerwache wollte Brandschutzerzieher Danny Koch von den Jugendlichen wissen, wie eine Leitstelle funktioniert, worauf es bei einem Einsatz ankommt.

Danny Koch (l.) prüfte das Fachwissen der Jugendlichen. Quelle: Heidrun Voigt

Mit den Jüngsten war Christin Haenicke unterwegs. Im Steinzeitraum der Feuerakademie lernten die Kinder, wie Feuer entsteht. Thorben (10) und Nils (10) drehten einen Stock in einer hölzernen Mulde, um Feuer zu entfachen. „Es hat schon mal ganz kurz gequalmt, aber es reichte noch nicht“, sagte Thorben, während er mit immenser Geschwindigkeit seinen Stock bewegte. In der Feuerwerkstatt ging es heiß her. Die Kinder konnten im Kamin kleine Experimente zum Feuer studieren. Vor dem Haus demonstrierte Judith Gropp den polnischen Jugendlichen, wie ein Fettbrand gelöscht wird. Zwei Übersetzer sorgten dafür, dass die Kommunikation reibungslos funktionierte. „Ich war schon vier Mal in Mittenwalde und es gefällt mir gut. Alle sind so freundlich. Es herrscht eine nette Atmosphäre“, lobte Milena (15).

Camp läuft noch bis Sonntag

Das Camp begann am Mittwoch und läuft bis Sonntag. „Bei der Abschlussveranstaltung werden wir Auszeichnungen vornehmen und unseren stellvertretenden Stadtjugendwart Tim Zöllner verabschieden, weil er umzieht“, erläuterte der stellvertretende Stadtwehrführer Björn Dahlke. Zum Auftakt des Camps gab es eine historische Stadtführung durch Mittenwalde.

Alle Kinder zelten mit ihren Betreuern seit Mittwoch auf dem Schenkendorfer Sportplatz. Allen macht das Camp viel Freude, wie Wunnicke und Dahlke sagen. „Wenn es beruflich passt, bin ich gern dabei“, so der stellvertretende Stadtwehrführer. Finanziert wird das Jugendfeuerwehrcamp vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Stadt Mittenwalde.

Von Heidrun Voigt

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