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Dahme-Spreewald Finanzspritze für Gerätehaus in Prieros
Lokales Dahme-Spreewald Finanzspritze für Gerätehaus in Prieros
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00:17 24.01.2016
Das Gerätehaus der Feuerwehr in Prieros erhält in diesem Jahr einen Anbau mit moderner Fahrzeughalle und Jugendklub. Quelle: Franziska Mohr
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Heidesee

Am Vorbericht für „ihren“ ersten Haushaltsplan für die Gemeinde Heidesee arbeitet Daisy Baldowsky noch. Schließlich will die neue Leiterin der Finanzverwaltung den Abgeordneten im März einen möglichst perfekten Haushalt zur Beschlussfassung vorlegen. Der Entwurf umfasst ein Budget von etwa elf Millionen Euro, wobei ein Loch von 750 000 Euro klafft. Dieses Defizit kann aber nach Angaben des Heideseer Bürgermeisters Siegbert Nimtz (parteilos) aus der Rücklage ausgeglichen werden.

„Im Unterschied zu vielen anderen Kommunen verfügen wir noch über ein Polster von 8,5 Millionen Euro“, sagt Nimtz, der seinen konservativen Haushaltsansatz mit Stolz verteidigt. Kaum eine andere Kommune in Brandenburg hat wie die Gemeinde Heidesee eine pro Kopf Verschuldung von nur etwa 70 Euro. Die Stadt Wildau erreicht diesbezüglich 873 Euro pro Einwohner. Die Verbindlichkeiten der Gemeinde Heidesee erstrecken sich auf nicht einmal eine halbe Million Euro.

Nimtz zufolge will die Gemeinde 2016 insgesamt fast 2,8 Millionen Euro investieren. Als einer der dicksten Brocken erweist sich die Sanierung sowie der Anbau an das Gerätehaus der Feuerwehr in Prieros. Die gemeinsam mit den Feuerwehrleuten entwickelten Pläne der Streganzer Architektin Susanne Becker liegen auf dem Tisch, so dass spätestens im Sommer mit dem ersten Spatenstich gerechnet wird. Allein der Anbau kostet insgesamt 1,3 Millionen Euro, wobei knapp die Hälfte noch in diesem Jahr verbaut werden soll.

Viel Zuspruch findet bei den Kameraden, dass in den Erweiterungsbau mit einem eigenen Eingang auch der Jugendklub des Ortes integriert wird. „Feuerwehr und Gemeinde hoffen auf einen positiven Effekt für die Nachwuchsarbeit“, sagt Nimtz. Die Prieroser Feuerwehr ist Stützpunktwehr gemeinsam mit Kolberg, Gräbendorf, Streganz und Klein-Eichholz. Vorgesehen ist ein eingeschossiger Neubau mit einer modernen Fahrzeughalle, Lager sowie Umkleide- und Sanitärräumen, der von der Poststraße aus über einen speziellen Alarmeingang für die Kameraden verfügt. Gegenwärtig müssen sich die Feuerwehrleute neben den Einsatzfahrzeugen umziehen. Bei Duschen heißt es bisher Fehlanzeige. Vorgesehen ist 2017/18 der Umbau des alten Gerätehauses. Für etwa eine halbe Million Euro soll sich die alte Fahrzeughalle unter anderem in ein Domizil für die Jugendfeuerwehr verwandeln.

Mehr als 800 000 Euro kostet auch der 2,7 Kilometer lange Ausbau des Verbindungsweges zwischen Friedersdorf und Wolzig. Damit wird das auch für den Tourismus in der Gemeinde immer wichtigere Radwegenetz komplettiert. Der Radweg zwischen Bindow und Friedersdorf steht jetzt kurz vor der Fertigstellung.

Von Franziska Mohr

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