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Dahme-Spreewald Fläxibel schlug sich wacker
Lokales Dahme-Spreewald Fläxibel schlug sich wacker
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00:19 06.12.2017
Die Vier von Fläxibel: Daniel, René, Jerome und Alex (v. l.) bei der letzten Probe im Fontaneclub vor dem Auftritt in Potsdam. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Für den Sieg hat es nicht gereicht. Trotzdem haben die Punkrocker von Fläxibel sich auf der Waschhaus-Bühne in Potsdam wacker geschlagen. „Wir waren mit unserem Auftritt zufrieden. Was wir abgeliefert haben, war astrein“, sagte Sänger und Gitarrist Jerome Wenzel nach dem Auftritt beim Landesfinale des Local-Heroes-Wettbewerbs am Freitagabend in Potsdam.

Ein würdiger Sieger aus Fürstenwalde

Den Sieg von Kesh aus Fürstenwalde erkannten die Königs Wusterhausener Punkrocker neidlos an. „Die waren großartig“, sagte Jerome Wenzel. Doch er sah Fläxibel kurz dahinter auf dem zweiten Platz. Dass es nicht geklappt hat, liegt für ihn daran, dass Punkrock kein Mainstream ist, wie er sagte. Über die Platzierung entschieden Publikum, Jury und die Bands in unterschiedlichen Wertungen.

Fünf Bands teilen sich 4000-Euro-Prämie

Versüßt wurde der Auftritt noch mit einer kleinen Prämie. 4000 Euro Preisgeld teilten sich die fünf Finalisten. Veranstalter des Nachwuchswettbewerbs ist der Brandenburgische Rockmusikverband. Der Gewinner kommt ins Bundesfinale. „Local Heroes“ war schon für Brandenburger Gruppen wie „Subway to Sally“ und „Band ohne Namen“ ein Karriere-Sprungbrett, auch „Madsen“ und „Tokio Hotel“ nahmen teil.

„Die Ärzte“ und Co. sind die großen Vorbilder

Bei diesen musikalischen Vergleichen würden die „Fläxibel“-Musiker Jerome Wenzel, René Bollens, Alexander Stammer und Daniel Kipp wahrscheinlich die Nasen rümpfen. Ihre Vorbilder sind „Die Ärzte“, „NOFX“ oder „Dritte Wahl“. Im vorigen Jahr veröffentlichte „Fläxibel“ das erste Album mit 13 eigenen Songs. Es heißt „Pappe, die Erste“ und ist unter anderem beim Streamingdienst Spotify abrufbar. Kaum zu glauben, dass hier Hobby-Musiker am Werk sind. Aber nicht umsonst haben sie sich bereits zum zweiten Mal für das Landesfinale qualifiziert. Im vorigen Jahr klappte die Teilnahme nicht, weil zwei Bandmitglieder arbeiten mussten.

Verschnaufpausen gibt es nicht beim Zuhören

Musikalisch sind die Songs allesamt mitreißend, Verschnaufpausen sind dem Zuhörer nicht vergönnt. Aber trotz des irren Spieltempos und der turbulenten Kompositionen stellt sich kein Verdruss ein. Das liegt auch daran, dass „Fläxibel“ sehr flexibel agiert. Der Song Erdbeerballade beginnt ganz brav, fast einlullend, um dann krachend loszurasen – großes Kino für die Ohren. Das gilt auch für die Texte, die überwiegend von Gitarrist und Sänger Jerome stammen. Sie sind melancholisch, sozialkritisch, immer auch selbstironisch, und selbstbewusst. „Was uns zusteht, haben wir noch nicht erhalten. Doch wenn ihr uns promotet, werden wir den Musikmarkt spalten“, heißt es in „Softrockpopschrott“. Und „Therapie“ geht bei „Fläxibel“ so: „Du musst dich nur selber lieben, mach, was du am besten kannst – nämlich nichts.“

Spaß auf der Bühne

Mittwochabend war im Fontaneclub die letzte Probe vor dem großen Auftritt. „Wir gehen auf die Bühne und haben Spaß“, sagte Schlagzeuger René. Zuletzt vor großer Kulisse spielte „Fläxibel“ im Sommer beim Bergfunk-Festival, wo die Band einen eigens komponierten Song präsentierte. Der Auftritt in Potsdam war also auch für die spielfreudigen Punkrocker etwas Besonderes. Sie selbst beschreiben ihre Musik übrigens so: „Nich auf’n Punkt, aber geil.“ Das ist einerseits ziemlich tiefgestapelt, andererseits stimmt’s haargenau.

Nächster Auftritt am 23. Dezember in Zossen

Das nächste Mal live erleben kann man Fläxibel am 23. Dezember im E-Werk in Zossen bei der Jahresabschluss-Party (Einlass ab 19 Uhr). Am 13. Januar treten die Punkrocker erstmals in Berlin auf beim Bandcontest „Berliner Rockhaus“ in der Buchberger Straße 6 (18 Uhr). In Königs Wusterhausen spielt Fläxibel erst im Frühjahr wieder beim Maisprung.

Informationen und Buchungen auf www.flaexibel.de

Von Frank Pawlowski

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