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Flammen, Rauch und Schwerverletzte

Übung der Feuerwehr Mittenwalde Flammen, Rauch und Schwerverletzte

Feuer in einer Garage auf dem Gelände der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald in Mittenwalde, Menschen werden vermisst. Feuerwehrleute retten Leben, löschen Flammen, versorgen Verletzte. Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Übung. Die Einsatzkräfte geben dennoch alles.

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Die Einsatzkräfte mussten nicht nur Flammen löschen, sondern auch verletzte und eingeschlossene Menschen retten.

Quelle: Aireye

Mittenwalde. Kurz vor 19 Uhr am Samstagabend schrillten die Alarmmelder der Einsatzkräfte aus Mittenwalde. Am Bushof der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. In solchen Fällen machen sich zunächst ortsnahe Feuerwehren auf den Weg zum Einsatzort. Nicht ganz zehn Minuten später folgte der Großalarm für alle Feuerwehren der Stadt Mittenwalde. In der Garage des Busbahnhofes brannte ein Linienbus – glücklicherweise handelte es sich aber nur um eine Übung, niemand war ernsthaft in Gefahr. Von den Feuerwehrleuten war dennoch höchste Konzentration gefragt.

So versuchten die Einsatzkräfte, mögliche Verletzte zu finden. Das gestaltete sich aufgrund der enormen Rauchentwicklung äußerst schwierig. Nach geraumer Zeit trafen sie auf einen Mitarbeiter im Verwaltungstrakt. Er wurde als erster gerettet. Geschulte Kräfte der Feuerwehren versuchten parallel, die in der Halle parkenden Busse herauszufahren. Dabei galt es nicht nur, die Sachwerte zu schützen. „Linienbusse stellen schließlich eine Art Grundversorgung der Bevölkerung dar“, erklärt der kurze Zeit später eintreffende stellvertretende Kreisbrandmeister Reinhard Albrecht.

Mehr als zehn Fahrzeuge holten die Frauen und Männer der Feuerwehr unbeschadet aus der Halle. Erst danach begannen die Löscharbeiten. In einem angrenzenden Lagerraum verunglückten dabei – ebenso zu Übungszwecken – zwei Einsatzkräfte. Innerhalb von nicht einmal zehn Minuten waren beide gerettet.

Als weitere Herausforderung gab es einen Aufschrei von einem zwischenzeitlich ebenfalls eingetroffenen Mitarbeiter der RVS. In einer tiefen Grube würde ein Techniker regungslos liegen. Wahrscheinlich wurde er von der Rauchentwicklung aus der Garage in der hauseigenen Werkstatt überrascht und wurde ohnmächtig. Die auf Menschenrettung spezialisierten Helfer mussten Spezialrettungsgeschirr aufbauen, um den Ohnmächtigen aus der Grube zu holen. Zeitgleich versorgten sie den Verunfallten, was durch den Atemschutz-Einsatz nicht unbedingt einfach war.

Björn Dahlke, stellvertretender Stadtbrandmeister in Mittenwalde, zeigte sich zufrieden. Er hatte für eine realistisch anmutende Rauchentwicklung gesorgt, geschaffen durch spezielle Nebelmaschinen. „Ich bin sprachlos, so viele Einsatzkräfte, gute Technik und perfekte Abarbeitung, wir wissen viel zu wenig über unsere Feuerwehren“, sagte sichtlich bewegt RVS-Niederlassungsleiter Thomas Mock. Stadtbrandmeister Thieke war da kritischer. Es gäbe noch Nachschulungsbedarf, erklärt er den Führungskräften in der sofort einberufenen Abschlussbesprechung. Die Bustechnik entwickle sich zu schnell weiter. „Unsere Fahrzeugführer müssen da fortgebildet werden“, sagte er. Gleichwohl war auch er mit der Übung sehr zufrieden.

Die vielen Einsatzfahrzeuge, viel Blaulicht, unzählige Einsatzkräfte und hektische Betriebsamkeit in den späten Abendstunden auf dem sonst ruhigen Betriebsgelände machten Anwohner indes neugierig. Aber auch für sie gab es Entwarnung: Es sah zwar wie ein Ernstfall aus, war aber wirklich nur eine Übung.
pj

Von MAZonline

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